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Scholary Paper (Seminar), 2002, 13 Pages
Author: Maia Tabukashvili
Subject: German Studies - Modern German Literature
Details
Institution/College: University of Bamberg (Neuere deutsche Literaturwissenschaft)
Tags: Volksstückbegriff, Brecht, Volksstück
Year: 2002
Pages: 13
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-19960-5
File size: 170 KB
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Excerpt (computer-generated)
Der Volksstück-Begriff bei Brecht
Maia Tabukashvili
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung 4
2. Brechts „Volkstümlichkeit und Realismus" 4
2.1 Die Notwendigkeit volkstümlicher und realistischer Schreibweise 5
2.2 Der Begriff „Volkstümlichkeit“ 6
3 Brechts „Anmerkungen zum Volksstück“ 8
3.1 Das alte Volksstück 8
3.2 Brechts Anliegen: Ein neues besseres Volksstück 9
4.Schluss 12
Literaturverzeichnis 13
1.Einleitung
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Auseinandersetzung Brechts mit der Gattung des Volksstücks. Um den Standpunkt Brechts zu vermitteln, befasst sich die Arbeit mit Brechts Essays „Volkstümlichkeit und Realismus“1 (1938) und „Anmerkungen zum Volksstück“2 (1940). Diese Aufsätze erhalten enge Definitionen von den Begriffen „Volkstümlichkeit“, „Realismus“ und „Volksstück“. Die Erläuterungen dieser Begriffe dienen Brecht, wie auch die Arbeit zeigen wird, zu dem Entwurf der Gründzüge eines neuen realistischen Volksstücks - was sein wichtigstes Anliegen darstellt. In der Arbeit wird erläutert, was Brecht unter „Volkstümlichkeit“ und „volkstümlicher Kunst“ versteht, was volkstümliche Kunst seinem Publikum bieten sollte und welche Kriterien ein Werk erfüllen sollte, um Brechts Idealvorstellung eines Volksstücks gerecht zu werden. Die Arbeit soll verdeutlichen, wozu die realistische Darstellung auf der Bühne nach der Auffassung Brechts dient und warum sie als notwendig erscheit, wenn Kunst Volksinteressen dienen soll.
2. Brechts „Volkstümlichkeit und Realismus“
Die Kombination zwischen Volkstümlichkeit und realistischer Schreibweise ist die notwendige Voraussetzung für Brechts theoretischen Entwurf des neuen Volksstücks. Denn das Theater für das Volk müsse für dieses verständlich sein und seine Probleme auf realistische, greifbare Weise darstellen können. Mitte der 30-er Jahre, zu einem Zeitpunkt, als „Brecht und andere fortschrittliche sozialistische Schriftsteller gezwungen waren, ihre eigene schriftstellerische Tätigkeit gegenüber einer sich unter dem Druck des Stalinismus immer weiter verhärtenden Doktrin vom „sozialistischen Realismus“ zu verteidigen“3, beginnt Brecht, sich mit der Volkskunst auseinander zu setzen. Im Zusammenhang der über Realismus geführten Diskussionen erwähnt er immer wieder Begriffe wie „Volk“ oder „Volkskunst“. Eine besondere Bedeutung ist in dieser Hinsicht seinem Aufsatz Volkstümlichkeit und Realismus von 1938 zuzuschreiben. Mit diesem Aufsatz beschäftigt sich der folgende Abschnitt dieser Arbeit.
2.1 Die Notwendigkeit volkstümlicher und realistischer Schreibweise
In seinem Essay „Volkstümlichkeit und Realismus“ spricht Brecht zunächst über die „Distanz des Schriftstellers zum Volk“ und betont die Notwendigkeit besonderer Bemühungen, „um heute volkstümlich schreiben zu können“.4 Andererseits bemerkt Brecht, es sei leichter und dringender geworden, volkstümlich zu schreiben. Der Grund dafür sei die immer deutlichere Trennung des Volkes von der unterdrückenden und ausbeutenden Oberschicht. Diese Oberschicht sei in einen nicht mehr überschaubaren, blutigen Kampf mit dem Volk verwickelt. Daher sei es leichter geworden, Partei zu ergreifen. Im Zusammenhang mit der Volkstümlichkeit plädiert er für das Anstreben einer realistischen Schreibweise. Da sich die herrschenden Schichten der Lüge bedienen, erscheint es ihm immer dringlicher, die Wahrheit zu sagen. Weil das Volk unter der „zunehmenden Barbarei“5 leiden müsse, sei es naheliegend, sich an es zu wenden und seine Sprache zu sprechen. Die wirklichkeitsgetreue Abbildung des Lebens in der Literatur diene den Volksinteressen; darauf gründe sich die Notwendigkeit, für das Volk „verständlich und ergiebig, also volkstümlich zu sein“6. Volkstümlichkeit wird so an den Begriff des Realismus geknüpft. Dabei hat für Brecht die Definition des Begriffs Volkstümlich eine besondere Bedeutung.
2.2 Der Begriff „Volkstümlichkeit“
[...]
1Brecht, Bertolt: Schriften zum Theater 4. 1933-1947. Über den Beruf des Schauspielers; Anmerkungen zu den Stücken; Der Galilei des Laughton. Frankfurt am Mein: Suhrkamp 1963. S. 149- 161.
2 Ebd. S.141-149.
3Müller, Gerd: Das Volksstück von Reimund bis Kroetz. München: Oldenburg 1979. S. 108.
4 Brecht,. S.150.
5 Ebd.
6 Ebd.
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