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Shareholder Value

Termpaper, 2003, 50 Pages
Authors: Matthias Kurze, Rico Haustein, Alexander Hirsch, Denise Wiedrich
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 50
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V14740
ISBN (E-book): 978-3-638-20055-4

File size: 323 KB


Excerpt (computer-generated)

Shareholder Value

 

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis IV

Abbildungsverzeichnis VI

Einleitung 1

1. Unternehmen und Shareholder 2

1.1 Begriffsklärung 2
1.2 Ursprung des Shareholder Value 3
1.3 Ziele des Shareholder Value 3
1.4 Zieldivergenz zwischen Managern und Eigentümern 5

1.4.1 Entlohnung der Manager mit einer bedeutsamen Beteiligung am Eigentum 6
1.4.2 Verknüpfung der Eigentumsrendite mit der Entlohnung 6
1.4.3 Die Gesellschaft ist von einer Übernahme bedroht 7
1.4.4 Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt für Führungskräfte 8

2. Bewertung nach dem Shareholder Value Ansatz 9

2.1 Shareholder Value als Managementkonzept 9
2.2 Unzulänglichkeiten der Zahlen aus dem Rechnungswesen 10
2.3 Unternehmenswert und Shareholder Value 11

2.3.1 Cash-flow als Leistungsgröße 14
2.3.2 Kapitalkosten als Diskontierungsfaktor 15
2.3.3 Residualwert der Unternehmung als Teil des Unternehmenswertes 16

2.4 Ermittlung des Shareholder Value 16

2.4.1 Abgrenzung zu traditionellen Methoden der Unternehmensbewertung 16
2.4.2 Shareholder Value Ansatz nach Rappaport 18
2.4.3 Shareholder Value Ansatz nach Copeland, Koller, 22Murrin (McKinsey)
2.4.4 Shareholder Value Ansatz nach Lewis (BCG) 24
2.4.5 Shareholder Value Ansatz nach Stern Stewart & Co. 27

2.5 Vergleich der betrachteten Bewertungsmethoden 31

3. Wertorientiertes Controlling 34

3.1 Notwendigkeit einer wertorientierten Unternehmensführung 34

4. Kritik und Probleme des Shareholder Value 35

4.1 Inhaltliche Kritikpunkte am Shareholder Value Konzept 35
4.2 Kritikpunkte bei der Berechnung des Shareholder Value 37
4.3 Probleme bei der Cash-flow-Berechnung 37

5. Stakeholder Ansatz 38

Literaturverzeichnis VI



Einleitung

Das Umfeld eines Wirtschaftsunternehmens unterliegt einem ständigen Wandel, der das Unternehmen permanent zur Anpassung an die aktuellen Geschehnisse zwingt. Zweifelsohne hat der Trend zur Globalisierung die Wirtschaft in den letzten Jahren nachdrücklich verändert. Auf den Kapitalmärkten haben die Teilnehmer in zunehmendem Maße eine globale Sicht entwickelt. Die Informationsforderungen der Anleger sind gestiegen, woraus sich eine zunehmende Orientierung der Unternehmen hin zu den Anlegern ergibt. Sie verlangen mehr Daten über die als Investitionsobjekte zur Verfügung stehenden Unternehmen. Cash-flow orientierte Größen gewinnen an Bedeutung. Um erfolgreich bestehen zu können, werden Konzepte der Unternehmensführung entwickelt, die den Kapitalmarkt als Lenkungsinstrument zugrunde legen. In diesem Zusammenhang wird der Shareholder Value Ansatz diskutiert. Der Shareholder Value oder auch Geschäftswert ist der Wert, den ein Investor einem Unternehmen oder auch einem Teil einer Unternehmung beimisst. Im Grunde genommen ist es nicht relevant, ob diese Beteiligung an einer Personen- oder Kapitalgesellschaft erfolgt, jedoch ist das Shareholder Value eindeutig vor dem Hintergrund von Kapitalgesellschaften namentlich von börsennotierten Aktiengesellschaften zu sehen. Das Konzept geht aus diesem Grund davon aus, dass es sich bei den Anteilseignern um Aktionäre handelt, welche korrekterweise als Stockholder bezeichnet werden müssten. Die Darstellung in der vorliegenden Arbeit soll sich trotz der auch für alle anderen gesellschaftsrechtlichen Formen gegebenen Anwendbarkeit auf die Rechtsform der Aktiengesellschaft beschränken. Welchen Kapitalrückfuß kann der Anteilseigner sich aus den von ihm eingesetzten Mitteln erhoffen? Wie hoch ist der Gegenwartswert der erwarteten Rückflüsse? In welchem Verhältnis steht dieser Wert zu dem Wert alternativer Kapitalanlagen? In der vorliegenden Arbeit wird zunächst der Begriff des Shareholder Value, mit den dazugehörigen Informationen zur geschichtlichen Herkunft sowie den Begriffsbestimmungen der führenden Wissenschaftler dieser Disziplin, erläutert. Im weiteren Verlauf werden verschiedene Methoden der Unternehmensbewertung dargestellt und kritisch beleuchtet. Abschließend werden konkrete Kritikpunkte des Shareholder Value Konzeptes aufgezeigt und zudem der Stakeholder Ansatz erläutert.

1. Unternehmen und Shareholder

1.1 Begriffsklärung

Das Shareholder Value Konzept, ursprünglich aus den USA stammend, ist ein Instrument der strategischen Unternehmensbewertung. Der Begriff entspricht im Deutschen am ehesten der Bezeichnung des Anteilseigners, welcher vom engl. Shareholder (Aktionär) und Value (Wert) abgeleitet ist. Wolfgang Ballweisser bspw. übersetzt den Begriff des Shareholder Value als Marktwert des Eigenkapitals.1 Alfred Rappaport hingegen definiert den Begriff als Eigentümerrendite, welche sich aus den zahlbaren Dividenden und der Steigerung des Kurswertes ergibt.2 Einige Bezeichnungen im deutschsprachigen Raum wären hingegen „Aktionärsnutzenansatz“ „Wertsteigerungsanalyse“ und im Rahmen von Planungsmodellen die Begriffe „wertorientierte Strategieplanung“ bzw. „Wertorientiertes Planungsmodell“. So lassen sich aus der Literatur unzählige differenzierte Definitionen zum Begriff des Shareholder Value aufzeigen. Im Grundgedanken des Shareholder Value hält der Anteilseigner einen bestimmten Teil des Eigenkapitals eines Unternehmens. Durch diese Beteiligung wird ein Eigentumsrecht an der Unternehmung zum Ausdruck gebracht.3 In den Mittelpunkt des Interesses rückt aus diesem Grund die Gesamtmaximierung des Unternehmenswertes, von welchem die Summe der Werte der Shareholder einen wesentlichen Teil ausmacht. Im folgenden Abschnitt soll auf den historischen Ursprung des Shareholder Value näher eingegangen werden.

1.2 Ursprung des Shareholder Value

Seinen Ursprung findet der Shareholder Value Ansatz in der Finanzbedarfsplanung, wobei er v.a. in der Investitionsrechnung angewendet wird. Der Ansatz des Shareholder Value ist von der Beurteilung einzelner Investitionsprojekte auf die Überprüfung der Vorteilhaftigkeit alternativer Strategien übertragen worden. Zudem können durch diesen Ansatz Zusammenschlüsse von Unternehmungen (externes Wachstum) sowie Kapazitätserweiterungen (internes Wachstum) wertmäßig betrachtet werden. Die unerwünschten Unternehmensübernahmen der frühen achtziger Jahre in den USA waren der Anlass für die Entwicklung des Shareholder Value Konzeptes. Unterbewerte Unternehmen können durch ein effektives Management ihren Wert steigern, was nicht zuletzt auch potentielle Käufer wissen. Allerdings ist dies in der Regel nur eine Spekulation.4 Die betroffenen Unternehmen streben daher nach einer Maximierung des Aktienkurses (bei Aktiengesellschaften), um sich gegen die unerwünschten Übernahmeversuche zu schützen.5

1.3 Ziele des Shareholder Value

[...]


1 Vgl. Ballweisser, W., Shareholder Value, in: Handwörterbuch Unternehmensrechnung und Controlling, Stuttgart 2002, S. 1764
2 Vgl. Rapperport, A., Shareholder Value: ein Handbuch für Manager und Investoren, Stuttgart 1995,
S. 5 (i. f. zit. als: Rappaport, 1999)
3 Vgl. Schneck, O., Lexikon der Betriebswirtschaft, München 1994, S. 43
4 Vgl. von Jürgensonn, I., Strategische optionen für das Corporate Real Estate Management, 1. Auflage, Wien 1997, S. 169 (i. f. zit. als: Jürgensonn, 1997)
5 Vgl. Schmusch, M., Unternehmensakquisition und Shareholder Value, Wiesbaden 1998, S. 31 (i. f. zit. als: Schmusch, 1998)


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