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Benutzerorientierung in großen Informationssystemen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 16 Pages
Author: Norman Stams
Subject: Information Management

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 16
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V14852
ISBN (E-book): 978-3-638-20149-0

File size: 310 KB


Excerpt (computer-generated)

 

 

Hyperraum und große Informationssysteme: 
Wie kann man die Benutzerorientierung in großen Informationssystemen verbessern?

 

 

Einführung in die Software-Ergonomie und Web-Usability 
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 
SS 2002

Norman Stams

 

 

Inhaltsverzeichnis:

I. Einführung
- Was ist der Hyperraum? 
- Geschichte: Hypermedia 
- Konzept Hypermedia 
- "Lost in hyperspace"

II. Verbesserung der Benutzerorientierung
- Seitenaufbau a) Allgemein b) Homepage c) Navigation d) Sitemap
- Strukturierung a) Object-Action-Interface
- Benutzer a) Benutzerverhalten b) Kategorisierung von Benutzer / Zielgruppe
- Hilfe

III. Vision

IV. Anhang
- Abbildungen 
- Literatur 
- Links

 

 

I. Einführung

Was ist der Hyperraum? "Hypermedia ist ein Verfahren zur computerbasierten Organisation von Informationen in einem vernetzten Suchraum (...)" (Herczeg, M.: "Software-Ergonomie", S.131) Hierbei wir die Information in kleine überschaubare Einheiten gegliedert, die soge-nannten Frames. Diese Frames werden über Assoziationen miteinander vernetzt. Informationsformen im Hypermediasystem können Text, der sogenannte Hypertext, Audio, Video u.a. sein. Die Bezeichnung "hyper" beschreibt die im System vorhan-dene zweite Informationsebene, welche Informationen über die Vernetzung beinhal-tet. Der Hyperraum ist schließlich der Informationsraum in dem wir uns bewegen. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie",S.131, S.133)

Geschichte: Hypermedia Im Jahr 1945 beschreibt Vannevar Bush das Konzept eines persönlichen Infor-mationssystems, namens Memex. Dieses auf Mikrofilm basierende System bleibt je-doch aufgrund fehlender Technologie unrealisiert. In den sechziger Jahren entwickelt Douglas Engelbart ein Hypertextsystem mit Loch-karten als Informationseinheiten, sogenannte Notecards. Das System trägt den Namen NLS. Der Nachfolger wird Augement heißen. Zur gleichen Zeit entsteht Ted Nelsons Xanadu-System. Neben-bei prägt Nelson den Begriff Hypertext. (Vgl.: Shneiderman, B.:"Designing the User Interface", S.553) In den siebziger Jahren entsteht das Projekt ZOG, welches 1982 auf dem Flugzeugträger USS Carl Vinson eingesetzt wird. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie" ,S.131f) In den achtziger Jahren wird KMS als ein kommer-zielles, von ZOG abgeleitetes System entwickelt. 1982 wird TIES, The Interactive Encylopedia System, von Professor Ben Shneiderman an der Universität Maryland realisiert. Zur Entfernung von Menüs werden Phrasen im Text selbst verlinkt. Der highlighted Textlink ist erfunden. (Vgl.: Shneiderman, B.:"Designing the User Interface", S.554) Das System wird 1986 von Cognetics Corporation aufgekauft und seitdem unter dem Namen Hyperties vermarktet. (Vgl.:http://www.cognetics.com/ht4/) In den späten Achtzigern entstehen weitere kommerzielle Systeme, u.a. Notecards von Xerox und Hypercards von Apple. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie" ,S.132f) Im July 1988 beinhaltet die Communications of ACM acht Papiere der ersten Hypertextkonferenz. (Vgl.: Shneiderman, B.:"Designing the User Interface", S.554) Quasi parallel entwickelte sich das Internet: 1958 wird die ARPA gegründet, im Jahr 1970 entsteht das ARPA-Net. 1990 wird das WWW inklusive html, url und http realisiert und 1993 der X-Mosaic-Browser vorge-stellt.

Konzept Hypermedia Wie schon erwähnt, sind Frames die Informationsträger im Hypermediasystem. Sie enthalten als Attribute Text oder andere Medien. Ein Frame kann aber wiederum Hyperlinks enthalten. Hyperlinks werden als gerichtete semantische Assoziationen verstanden. Ihr Nutzen und ihre Wirksamkeit basieren auf der Bedeutung von Asso-ziationen im Langzeitgedächtnis. Ein Hyperlink beinhaltet also eine Assoziation zur Information des damit verlinkten Frame. Grundlegendes und wichtigstes Element von Hypermediasystemen ist die Nichtlinearität. D.h. die Repräsentation der Information geschieht nicht linear, sondern wird in Form eines vernetzten Informationsraumes dargeboten. Die Interaktion innerhalb dieses Raumes erfolgt selektionsorientiert, z.B. über Links. Die Suche nach Information erfolgt durch Browsing , Exploration oder Navigation. (Vgl.: Herczeg, M.: "Software-Ergonomie",S.133ff, S.139)

Lost in hyperspace "Verloren im Hyperraum" umschreibt den Orientierungsverlust von Benutzern eines Hypermediasystems. Der Benutzer findet bereits besuchte Seiten nicht wieder und kann auch keine Aussage mehr über seinen Standort innerhalb des Systems machen. "Lost in hyperspace" ist nicht nur ein Problem von großen Hyperdokumen-ten. Nielsen und Lyngbaek fanden heraus, daß selbst Benutzer von relativ kleinen Hyperdokumenten über Orientierungslosigkeit klagen. Ursache hierfür ist die Eigen-schaft von Hyperdokumenten, nicht linear aufgebaut zu sein. Ein Vergleich mit der Erkundung geographischer Systeme macht dies deutlich. Eine Person ,die sich in einer fremden Stadt befindet, kann sich an Abständen zwischen einzelnen Punkten orientieren. Wichtige Ecken, an denen eine Richtungsänderung stattfand, dienen ebenso als Orientierungshilfe. In einem Hypertextdokument existieren keine unter-schiedlichen Abstände zwischen den Links. Generell ist jeder einzelne Link gleich lang. Ecken gibt es in einem Hyperdokument nicht. Statt dessen kann jede Seite viele Links beinhalten, die eine nicht erkennbare Richtung innerhalb des Systems nehmen können. Kurzum, es ist schwieriger sich in einem Hyperdokument zurechtzufinden, als in einer fremden Stadt. Das Ziel ist es also, die Benutzerorientierung zu ermöglichen bzw. zu verbessern jedoch ohne, daß die Aufwendung zum Erhalt der Orientierung im System ist zu hoch ist, d.h. eine kognitive Überlastung eintritt. (Vgl.: http://wwwis.win.tue.nl/2L670/static/lost-in-hyperspace.html)

 

II. Verbesserung der Benutzerorientierung

Seitenaufbau Der Aufbau von Webseiten beeinflußt maßgeblich die Orientierung innerhalb des ganzen Systems. Durch die unterschiedliche Darstellung von Informationen und Links wird der Aufnahmefähigkeit des Benutzers ebenso unterschiedlich Rechnung getragen.

 

[...]



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