Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hauptseminararbeit, 2002, 49 Seiten
Autor: Markus Bussmann
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Köln (Fachbereich Wirtschaft)
Tags: Projektmanagement, Virtuell, virtuelle, Teams, verteilte, Projekte, Projektgruppen, Internet, organisatorischer, Wandel, Networking, Netzwerke, digitalisierung
Jahr: 2002
Seiten: 49
Note: 1.0
Literaturverzeichnis: ~ 45 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-10933-8
Dateigröße: 1244 KB
Projektmanagement ist aus Notwendigkeiten entstanden. Aus der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit, aus der Notwendigkeit zur Kooperation, aus der Notwendigkeit der Reduktion von Komplexität und aus der Notwendigkeit der Zielerreichung in einer komplexen Umwelt. Weil alte Formen der Kollaboration und der hierarchisierten Organisation hierzu nicht leistungsfähig genug waren. Die Organisationsform namens Virtuelle Teams beschreibt Projektmanagement des 21. Jahrhunderts, delokalisiert, enttemporalisiert und entmaterialisiert . Möglich geworden durch Unterstützung von neuen Medien und Telekommunikationstechnologien (Internet, Telefon, Videokonferenz, etc.), erzwungen durch die Notwendigkeit kundenorientierter und globaler Unternehmen, ist sie eine diskussionswürdige Entwicklung für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, um in Zukunft auch weiterhin Ziele erreichen zu können. Welchen Nutzen Virtuelle Teams haben können, soll diese Arbeit vorstellen. 1.342 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Textauszug (computergeneriert)
FACHHOCHSCHULE KÖLN
Fachbereich Wirtschaft
Virtuelle Teams - Kollaboration oder Kollision ?
Verteilte Projektteams mit neuen Medien
Im Rahmen einer Vorleistung für den Schwerpunkt Datenverarbeitung &
Organisation, eingereicht im Fach Projektmanagement
von
Markus Bussmann
Köln, den 14.01.02
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG ... 3
1.1 DIE HISTORIE DES PROJEKTMANAGEMENTS ... 4
1.2 DIE NOTWENDIGKEIT FÜR VIRTUELLE TEAMS ... 5
2 WAS SIND VIRTUELLE TEAMS ... 7
2.1 DEFINITIONEN ,,VIRTUELL" UND ,,TEAM" ... 7
2.2 DEFINITION VIRTUELLE TEAMS ... 8
2.3 EIN VIRTUELLES TEAM: DIE POPGRUPPE ,,UNDERWORLD" ... 9
2.4 NÄHE UND DISTANZ, DOCH GENERALISIERUNG UND SPEZIALISIERUNG? ... 11
2.4.1 Globalisierung in der Unternehmenswelt ... 12
2.4.2 Teams und Business Reengineering ... 13
2.4.3 Teambildungsprozesse ... 13
2.4.4 Sozialisation im Internetzeitalter ... 14
2.4.5 Vertrauensbildung im Internetzeitalter ... 15
2.4.6 Menschen ... 17
2.4.6.1 Anforderungen an die Teammitglieder ... 17
2.4.6.2 Vertrauen & Abhängigkeit heute ... 18
2.4.7 Die Umwelt der Arbeit ... 20
2.4.7.1 Die Macht des Zweckes ... 20
2.4.7.2 Bedeutung des Systemdenkens ... 21
2.4.7.3 Das gesprochene und geschriebene Wort ... 22
2.5 DIE BEDEUTUNG DER TECHNIK ... 22
2.5.1 Struktur von Arbeitsprozessen ... 24
2.5.2 Mediale Kommunikation - analog & digital ... 26
3 MEDIALE UNTERSTÜTZUNGSTECHNIKEN - KLEINER AUSSCHNITT ... 28
3.1 SCHWÄCHEN BEI DEN RIESEN - STÄRKEN VON OPEN-SOURCE ... 29
3.2 BEISPIEL COLLABORATIVE VIRTUAL WORKSPACE ... 31
3.2.1 Kontrolle virtueller Teams ... 32
3.2.2 Kosten & Nutzenanalyse? ... 33
4 RESUMÉE UND AUSBLICK ... 36
5 ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 38
6 QUELLENVERZEICHNIS ... 39
7 ANHANG / MATERIALIEN ... 42
1 Einführung
,,The frontier that information science opens up to mankind. There are other frontiers enabled by science, of course; the exploration of space, the study of the brain. But only ours will continue to reveal unsuspected potential in the most precious of natural phenomena, relationships between human beings."
Jaron Lanier, Computervisionär, Erfinder der Virtuellen Realität1
Projektmanagement ist aus Notwendigkeiten entstanden. Aus der Notwendigkeit zur Zusammenarbeit, aus der Notwendigkeit zur Kooperation, aus der Notwendigkeit der Reduktion von Komplexität und aus der Notwendigkeit der Zielerreichung in einer komplexen Umwelt. Weil alte Formen der Kollaboration und der hierarchisierten Organisation hierzu nicht leistungsfähig genug waren. Es waren die Ziele und die damit verbundene Komplexität der Aufgaben, die Menschen dazu brachten, Ihre Arbeit aufeinander abzustimmen und zu organisieren. Die Menschheit braucht hochgesteckte Ziele weiterhin, um sich zu entwickeln, vorrangige Anwendung findet die Methode in der Wirtschaft. Die Organisationsform namens ,,Virtuelle Teams" beschreibt Projektmanagement des 21. Jahrhunderts, delokalisiert, enttemporalisiert und entmaterialisiert2. Möglich geworden durch Unterstützung von neuen Medien und Telekommunikation (Internet, Telefon, Videokonferenz, etc.), erzwungen durch die Notwendigkeit kundenorientierter und globaler Unternehmen, ist sie eine diskussionswürdige Entwicklung für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, um in Zukunft auch weiterhin Ziele erreichen zu können. Welchen Nutzen ,,Virtuelle Teams" haben können, soll diese Arbeit vorstellen.
Inhaltlich beschäftigt sie sich mit der Darstellung dieser Organisationsform und soll Ihre Erfolgspotentiale wie Risiken kritisch beleuchten. Es existiert die Notwendigkeit zum virtuellen Arbeiten, somit stellt sich die Frage nach Ihren Erfolgschancen und nach den Bedingungen für diesen Erfolg, nicht Ihrer Berechtigung.
Da neben der rein technischen Komponente ein starker soziologischer Fokus bei Gruppenarbeit notwendig wird, soll er entsprechende Würdigung erfahren. Die Arbeit beschränkt sich dabei ausdrücklich nicht auf Organisation in Unternehmen, bspw. wird die digitale Musikproduktion genauso in Projektform durchgeführt und benützt sich der Methode ,,Virtueller Teams" (siehe Beispiel der Musikgruppe ,,Underworld). Die Erkenntnisse lassen sich auf die meisten, bekannten Organisationsformen übertragen.
Am Ende dieser Arbeit soll der Leser selber beurteilen können, ob und wann ,,Virtuelle Teams" eine für Ihn oder seine Organisation geeignete Arbeitsform ist, was beachtet werden soll und was man von Ihr erwarten darf, kann und muss.
1.1 Die Historie des Projektmanagements
Die Ziele, unter denen Projektmanagement notwendig wurde, bestanden im Amerika der 50er Jahre aus der Verteidigung des eigenen politischen, wirtschaftlichen Systems gegen ein konkurrierendes System, dem der kapitalistischen Demokratie gegen den planwirtschaftlich organisierten Kommunismus. Aus der Reibefläche beider Systeme entstand die politisch gewollte Notwendigkeit zum Bau von Raketen, die entweder Atombomben transportieren oder politisch symbolträchtig Menschen ins All bringen sollten. Der Bau der Polaris - Interkontinentalrakete war eines der ersten, ,,generalstabsmäßig" geplanten Projekte.3 Es hatte ein definiertes Ziel, einen Plan zur Durchführung und einen zeitlichen Kontext sowie eine Verteilung von Arbeitspaketen. Die Erfahrungen mit der Methode waren im Hinblick auf Zeit, Kosten und Ergebnis so positiv, dass Sie etwas später für jeden Erdenbürger sichtbar Ihren Höhepunkt fand: Das Apollo 11- Projekt - der erste Mensch auf dem Mond.
Der Kalte Krieg ist beendet und die Methode der Projektarbeit und des Projektmanagements ist weiterhin ohne vergleichbare Organisationsansätze geblieben. Längst hat Sie den Weg in den Alltag gefunden, ob nun in der Wirtschaft, der öffentlichen Hand als auch in privaten, nicht-gewerblichen Organisationen, gar in der Kultur spielt sie eine kleine Rolle. Ob nun Produkte, Konzepte oder Ereignisse, überall findet Projektarbeit eine Verwendung in der Planung und Realisierung von menschlicher Zusammenarbeit.
Insbesondere die Entwicklung von komplexen Systemen kommt ohne ein effizientes wie effektives Projektmanagement nicht mehr aus, seien es nur ,,ordinäre Maschinen" wie bspw. Autos oder Programme zur Informationsverarbeitung; sprich Software.
Softwareentwicklung ist von ihrem komplexen Naturell her ohne Projektmanagement undenkbar geworden. Zeit, Kosten und Ergebnis sind die kritischsten Faktoren, sowohl als Faktor für Erfolg wie Nichterfolg.
1.2 Die Notwendigkeit für Virtuelle Teams
Projektmanagement tritt seit Anfang der 90er Jahre in ein neues Stadium, der Gestaltung von virtueller Zusammenarbeit. Auch hier ist nicht die Idee, sondern eine Notwendigkeit der Ausgangspunkt der Überlegungen. Entwicklung und Produktion in Unternehmen wird komplexer und räumlich verteilter, der Mitteleinsatz wird erfolgskritischer, der Wettbewerb globaler wie intensiver. Der kundenorientierte Ansatz der Unternehmen, der Bedürfnisse sowohl schnell befriedigen wie wecken soll4, macht aus den ehemals hierarchisch organisierten Unternehmen flexible Systeme, die dauerhaft reorganisiert werden müssen, wenn Sie diesen Ansprüchen genügen wollen.
Im Gegensatz dazu sind Kompetenzen einerseits verteilt wie lokal verbunden. Menschen können reisen, dennoch haben Sie Fixpunkte in Ihrem Leben, die einen dauerhaft ,,flexiblen" Nomadenzustand unmöglich machen. 5
Zwar regt sich hier berechtigte Kritik an diesem ,,seelenlosen" Umgang mit Menschen, scheint nach normativem Menschenbild ein Leben ohne gewisse Stabilität für den Menschen doch unaushaltbar.6 Die Natur setzt der gewünschten Flexibilität beim Menschen Grenzen, denn seine persönliche Lebenszufriedenheit wird in diesem ,,Driftzustand"7 gefährdet. Objektiv gefährdet die Mobilität die Fähigkeit zur Erhaltung von sozialen Bindungen, subjektiv schränkt sie diese ein. Dies gefährdet natürlich auch den Erfolg seiner Arbeit, die mit einer gewissen Stabilität und dem Gefühl des ,,Gebrauchtwerdens" verknüpft ist.8 Auf anderer Seite muss klar negiert werden, dass das Individuum in schwacher Verhandlungsmacht mit seiner Umwelt steht und somit geringen Einfluss ausüben kann. Am Beispiel von Hochqualifizierten, zweifellos nicht die Masse an Arbeitnehmern, lässt sich die besondere Bedeutung und der Nutzen von virtuellen Teams aufzeigen:
Beispiel: Allokation von Top-Personal
[...]
1 http://people.advanced.org/~jaron/cacm50.html
2 Frank Linde, Virtualisierung von Unternehmen - Wettbewerbspolitische Implikationen, Gabler Verlag, 1997
3 Vorlesungsskript ,,Projektmanagement" Prof. Dr. Beckers, FH Köln 1992
4 Michael Hammer, James Champy: Reengineering the corporation, Harper Collins 1993
5 Richard Sennett, Der flexible Mensch - Die Kultur des neuen Kapitalismus, Berlin Verlag 1998
6 Richard Sennett, Der flexible Mensch - Die Kultur des neuen Kapitalismus, Berlin Verlag 1998
7 Richard Sennett, Der flexible Mensch - Die Kultur des neuen Kapitalismus, Berlin Verlag 1998
8 Kotter, J./Heskett, J.: Corporate Culture and Performance, New York: Free Press, 1992.
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Communication and Cooperation in Teams - virtual vs. face-to-face
Autor: Dipl.Verwaltungswirt (FH) Michael KorffWirtschaft - Personal und Organisation, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Virtuelle Teams
Autor: Wolfgang KrummInformationswiss., Informationsmanagement, 2002 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Organisation von Projekten - oder wie viel Organisation erträgt ein Projekt?
Autor: Fabian WerrenWirtschaft - Personal und Organisation, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 13,99 EUR
Investitionscontrolling
Autor: Benjamin PetersenWirtschaft - Controlling, 2003 Als PDF-Datei downloaden für 8,99 EUR
Eignung klassischer Verfahren der Investitionsrechnung zur Entscheidungsfindung bei IT-Investitionen
Autor: Martin DiezWirtschaft - Investition und Finanzierung, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Trendforschung - Einsatzpotential für Blogs und/oder Wikis in virtuellen Gemeinschaften
Autor: Dipl.-Wirt.-Ing. André GutwirthInformatik - Internet, neue Technologien, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 13,99 EUR
Wissensmanagement, Dokumentenmanagement, Information- /Collaboration Management als Beitrag zu nachhaltiger Unternehmensführung
Autor: Bastian FrommannWirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Qualitätssicherung in Kindertagesstätten
Autor: Nicole NeubertPädagogik - Heil- und Sonderpädagogik, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 11,99 EUR
Virtuelle Teams
Autor: Mathias BüsingWirtschaft - Personal und Organisation, 2001 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: