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Umweltpolitik in Deutschland

Scholary Paper (Seminar), 2001, 17 Pages
Author: Wolfgang Grimme
Subject: Politics - Political Systems - Germany

Details

Event: Das politisch-soziale System der Bundesrepublik Deutschland
Institution/College: Justus-Liebig-University Giessen (Politikwissenschaftliches Institut)
Tags: Umweltpolitik, Deutschland, System, Bundesrepublik, Deutschland
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 17
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V15298
ISBN (E-book): 978-3-638-20449-1

File size: 209 KB
Notes :
Enthält eine Bestandsaufnahme der Umweltsituation in Deutschland, Neuerungen der Umweltpolitik in Deutschland nach dem Regierungswechsel 1998, Grundlagen der Umweltökonomie (Externe Effekte!), sowie eine kurze Betrachtung der Konzepte des Buches "Faktor Vier" von E.U. v. Weizsäcker. Die Arbiet schließt mit einer kritischen Analyse des "umweltfeindlichen" Lobbyismus in der Wirtschaft.



Excerpt (computer-generated)

Umweltpolitik in Deutschland



Wolfgang Grimme

Gliederung

1 Einleitung

2 Aktueller Stand der Umweltschutzpolitik in Deutschland

2.1 Luft

2.1.1 Waldsterben als Folge der Luftverschmutzung
2.1.2 Der Treibhauseffekt
2.1.3 Das Ozonloch
2.1.4 Die Notwendigkeit grenzüberschreitender Luftreinhaltungsmaßnahmen

2.2 Wasser
2.3 Boden

3 Rot-grüne Umweltpolitik

4 Externe Effekte/Kosten und die ökologisch-soziale Steuerreform

5 Ungleiche Behandlung verschiedener Verkehrsmittel = verfehlte Umweltpolitik?

6 Lösungsansätze - Immissionsschutz auf theoretischer Ebene gelöst?

7 Steigerung der Effizienz - E.U. v. Weizsäcker und Faktor Vier

8 Lobbyismus contra Umweltschutz




1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit zum Grundarbeitskreis "Das politisch-soziale System der Bundesrepublik Deutschland" soll einen Überblick über den Zustand der Umwelt in Deutschland, die Umweltpolitik der Bundesregierung und über Möglichkeiten und Grenzen einer umweltschonenden Revolution anhand des Buches Faktor Vier geben. Selbstverständlich kann die vorliegende Arbeit keine Gesamtanalyse sämtlicher Problemfelder geben. Eine Fokussierung auf ökonomische Aspekte der Umweltpolitik, insbesondere auf die Verkehrspolitik scheint geboten, da dieser Bereich in großem Maße zu den aktuellen Umweltproblemen beiträgt und Mobilität in einer modernen Industriegesellschaft für jeden Bürger von Bedeutung ist. Umweltschutz und Umweltpolitik ist immer grenzübergreifend. Deshalb werden z.T. auch Themen behandelt, die sich nicht nur ausschließlich auf Deutschland beziehen, sondern von globaler Bedeutung sind. Eine Vielzahl von Problemen müssen leider aufgrund des begrenzten Umfanges dieser Arbeit unberücksichtigt bleiben, z.B. die Kontroverse um den "Grünen Punkt" und die vom Bundesrat abgelehnte Mehrweg-Verpackungsordnung, den umstrittenen Ausstieg aus der Kernenergie oder die Rolle Deutschlands in den Verhandlungen zu einem globalen Klimaprotokoll in Kyoto und Bonn.

2 Aktueller Stand der Umweltschutzpolitik in Deutschland

Der Umweltschutz stellt eine der größten Herausforderungen für die moderne Industriegesellschaft dar. Es besteht ein komplexer Trade-off zwischen dem Wunsch nach unbegrenztem Wachstum, ökonomisch optimaler Produktion und der Erzielung des maximalen Gewinns einerseits und der Erkenntnis, dass viele Ressourcen begrenzt sind und die Produktion industrieller Güter zum Teil mit erheblichen Verschmutzungen einhergeht. Diese Erkenntnisse, die zuerst in den 70er Jahren vom Club of Rome mit seiner Publikation Grenzen des Wachstums in der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurden, zusammen mit dem sich objektiv verschlechternden Umweltzustand in den siebziger Jahren führten immer stärker zu einem Wandel im Bewusstsein der Menschen. Umweltschutzmaßnahmen wurden in allen Industriestaaten zu wichtigen gesetzgeberischen Tätigkeiten. Mit dem Einzug "grüner" Parteien veränderte sich die Parteienlandschaft in nahezu allen europäischen Staaten. Diese Veränderungen reflektieren die Bedeutung, die die Bürger dem Umweltschutz und einer Lebensweise, die auf regenerativer Ressourcennutzung basiert, beimessen. Als Folge restriktiver Umweltgesetzgebungen wurden die größten Probleme der Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung, wie sie in den 70er und 80er Jahren in Deutschland anstanden, in den 90er Jahren gelindert, wenn nicht sogar gelöst. Dabei ist es bemerkenswert, dass der Umweltschutz als Staatsziel mit dem Art. 20a GG erst 1994 im Grundgesetz als übergeordnete Gesetzgebung verankert wurde.

Im Folgenden soll ein kurzer systematischer Überblick über die Bereiche Luft, Wasser und Boden gegeben werden.

2.1 Luft

Die Reinhaltung der Luft ist einer der wichtigsten Bereiche des Immissionsschutzes. Da die Luft uns alle umgibt und wir sie zum Atmen benötigen, ist der Schutz unumgänglich. Eine stark belastete Luft führt lokal zu Erkrankungen (Asthma und Allergien) und Schäden an der Natur (z.B. Waldsterben durch sauren Regen) und global zu Veränderungen des Klimas.

2.1.1 Waldsterben als Folge der Luftverschmutzung

[...]


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