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Seminararbeit, 2002, 10 Seiten
Autor: Johanna Puhl
Fach: Theaterwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Universität zu Köln (Institut für Theater-, Film und Fernsehwissenschaft Köln)
Tags: Massenmedien, Beziehung, Massenmedien, Jahrhundert, Proseminar
Jahr: 2002
Seiten: 10
Note: 2,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-20838-3
Dateigröße: 70 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Universität zu Köln
Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft
SS 2002
Öffentlichkeit und Massenmedien
Die Beziehung der Öffentlichkeit zu den Massenmedien
im 20. Jahrhundert
von
Johanna Puhl
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung 3
2. Der Begriff der Öffentlichkeit in „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ 4
2.1. Habermas - Leben und Werk 4
2.1. Begriffsgeschichte „Öffentlichkeit“ 4
2.2. Der inhaltliche Wandel des Begriffs „Öffentlichkeit“ 4
3. Massenmedien in der Öffentlichkeit bei Habermas 5
4. Definitionen der Massenmedien in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften 6
4.1. Massenmedien bei Klaus Merten 6
4.2. Massenmedien bei Niklas Luhmann 7
5. Fazit: Die Beziehung von Massenmedien und Öffentlichkeit heute 8
5.1. Zwei Thesen 8
5.2. Zukunftsperspektiven 9
6. Anmerkungen 10
7. Literaturverzeichnis 10
1. Einleitung
Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben die Massenmedien eine immense Entwicklung durchlaufen und damit die gesellschaftliche Öffentlichkeit entscheidend verändert. Denn die Massenmedien nehmen heute einen großen Platz in unserem täglichen Leben ein, sei es durch Zeitungen, Fernsehen, Radio, E-Mailing. In welcher Beziehung jene Massenmedien zu der heutigen Öffentlichkeit stehen und wie sie sich gegenseitig beeinflussen, soll Gegenstand dieser Hausarbeit sein.
Vorab werde ich den Begriff der Öffentlichkeit präsentieren, den Habermas in seinem Werk: “Strukturwandel der Öffentlichkeit“ entscheidend geprägt hat1. Hierbei werde ich mich auf die kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Begriffs konzentrieren. Anschließend folgen mehrere sozialwissenschaftliche Definitionen zu dem Begriff der Massenmedien; darin werde ich mich insbesondere auf Aussagen von Klaus Merten und Niklas Luhmann stützen.
Nachfolgend werde ich die Beziehung der beiden Begriffe in unserer Gesellschaft zueinander diskutieren. Da der Umfang dieser Arbeit ein sehr begrenzter sein soll, erfolgt dieser Diskurs in einem sehr engen Rahmen. Schließlich werde ich eine kurze Prognose über zukünftige Entwicklungen zu dieser Thematik wagen.
2. Der Begriff der Öffentlichkeit in „Strukturwandel der Öffentlichkeit“2
2.1 Habermas - Leben und Werk
Jürgen Habermas, 1929 in Düsseldorf geboren, studierte Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie in Göttingen, Zürich und Bonn. 1954 promovierte er mit dem Thema "Das Absolute in der Geschichte. Eine Untersuchung zu Schellings Weltalterphilosophie." In den folgenden Jahren war er zunächst als Journalist, später als Forschungsassistent am Institut für Sozialforschung in Frankfurt tätig. 1961 habilitierte er in Marburg mit der Schrift "Strukturwandel der Öffentlichkeit"3, die bis heute zahlreiche Neuauflagen erfahren hat. Er hat damit den Begriff der „Öffentlichkeit“ entscheidend geprägt. In seiner Zeit als ordentlicher Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt/Main (1964 bis 1971) entwickelte er die so genannten "Kritischen Theorie" der Frankfurter Schule weiter.
1971 wurde Habermas zum Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt ernannt. Im Jahre 1980 wurde er Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialwissenschaften. Nebenbei lehrte und forschte er als Honorarprofessor für Philosophie an der Frankfurter Universität. Sein Hauptwerk "Theorie des kommunikativen Handelns"4 erschien 1981. Es wird allgemein als ein Meilenstein in den modernen Gesellschaftstheorien angesehen. 1983 übernahm er an der Frankfurter Universität den Lehrstuhl für Philosophie, 1994 wurde er emeritiert.
2.2 Begriffsgeschichte „Öffentlichkeit“
Seinen Ursprung hat das Wort „Öffentlichkeit“ in dem lateinischen „publicus“ und bedeutet damit „staatlich, amtlich; allgemein, gewöhnlich“ 5. Beispielsweise wurde der Begriff „öffentlich“ im Mittelhochdeutschen im Sinne von „bekannt“ verwandt. Erst ab dem 18. Jahrhundert etablierte sich die Verwendung des Substantivs „Öffentlichkeit“6. Zudem erfuhr der Begriff ab diesem Zeitpunkt eine Erweiterung seiner Bedeutung: hier ist er synonym mit „dem Staat angehörig oder darauf bezüglich“.
2.3 Der inhaltliche Wandel des Begriffs „Öffentlichkeit“
Der Feudalherr hatte im Mittelalter gegenüber den Bürgern gewisse repräsentative Aufgaben inne. Diese stellten die einzige Form von Öffentlichkeit dar. Diesen Sachverhalt titulierte Habermas mit „repräsentativer Öffentlichkeit“. Durch Insignien, Rhetorik o.ä. präsentiert sich der Feudalherr seinem Volk7. Allerdings wurde zu dieser Zeit nicht zwischen einer privaten und einer öffentlichen Sphäre unterschieden.
[....]
1.: Habermas, J. 1962. „Strukturwandel der Öffentlichkeit“. 5. Auflage. Neuwied/Berlin
2.: Habermas, J. 1962. „Strukturwandel der Öffentlichkeit“. 5. Auflage. Neuwied/Berlin
3.: Habermas, J. 1962. „Strukturwandel der Öffentlichkeit“. 5. Auflage. Neuwied/Berlin
4.: Habermas, J. 1997. „Theorie des kommunikativen Handelns“. Frankfurt
5.: Schülerduden Lateinisch-Deutsch. unter Leitung von G. Löwe. 1986. Mannheim/Wien/Zürich. S. 335
6.: Habermas, J. 1962. „Strukturwandel der Öffentlichkeit“. 5. Auflage. Neuwied/Berlin. vergl. S.7 f.
7.: Ebd., vergl. S.56 ff.
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