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Der Vertrag von Maastricht aus der Perspektive der Bundesrepublik Deutschland

Termpaper, 2003, 18 Pages
Author: Florian Reuther
Subject: Politics - International Politics - Topic: European Union

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V16453
ISBN (E-book): 978-3-638-21308-0

File size: 191 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Vertrag von Maastricht
aus der Perspektive der Bundesrepublik Deutschland




Vorgelegt von: Florian Reuther

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S. 2

2. Neorealismus vs. Zwei-Ebenen-Spiel

2.1 Neorealismus nach Kenneth N. Waltz S. 3
2.2 Das Zwei-Ebenen-Spiel im Unterschied zum Neorealismus S. 5

3. Der Vertrag von Maastricht

3.1 Geschichtlicher Abriss zu der Entstehung des Vertrags S. 8
3.2 Grundzüge der inhaltlichen Vereinbarungen S. 9
3.3 Analyse der deutschen Position zum Vertrag von Maastricht S. 11

4. Schlussbemerkung S. 14

Literaturverzeichnis S. 15

Anhang S. 16








1. Einleitung

Die Einführung des Euro als gemeinsame Europäische Währung bildet den vorläufigen Abschluss und Höhepunkt eines Integrationsprozesses, dessen Wurzeln schon bis in die Entstehung der Europäischen Gemeinschaft zurückreichen. Der Weg zu der Europäischen Wirtschaft- und Währungsunion wurde durch viele Teilschritte begangen, einer davon ist die Unterzeichung des Maastrichter Vertrages am 7.2.1992. Eine grundlegende Entscheidung, welche im Vertrag fixiert wurde, ist dass Mitgliedstaaten der Währungsunion ihre Finanz- und Währungspolitik einer supranationalen Organisation übertragen müssen. Dies bedeutet einen Verlust an Souveränität für die einzelnen Nationalstaaten, da die eigenständige Finanz- und Währungspolitik bisher eines der zentralen Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in den einzelnen Staaten war. Aus der Sichtweise des Neorealismus ist diese Kooperation problematisch, denn warum sollte ein Staat, wie die Bundesrepublik Deutschland, welche zum Zeitpunkt der Vertragsverhandlungen eine exponierte wirtschaftliche Stellung in Europa innehatte, einen Teil seiner Souveränität aufgeben? Nach dem Neorealismus sind das Streben nach absoluten Gewinnen und der Erhalt von Souveränität primäre Ziele von Staaten. Nun hat aber die Bundesrepublik Deutschland den Vertrag unterzeichnet und es stellt sich die Frage, ob der Staat, als der vom Neorealismus angenommen Akteur, wirklich zur Erklärung des Problems dienen kann. Bernhart Zangel hat dazu den Zwei-Ebenen-Ansatz entwickelt. Aus seiner Sicht sind Innen- und Außenpolitik typischerweise miteinander verwoben und aufeinander bezogen, daher ist auch für ihn nicht der Staat der alleinige Akteur. Meine These lautet daher: Zur Erklärung der Entstehung des Maastrichter Vertrags ist der Neorealismus unzureichend, aber das Zwei-Ebenen-Spiel bietet auf Grund seiner abweichend Annahmen mehr Erklärungsgehalt. Nach der Einführung in die Theorie des Neorealismus wird dieser mit dem Zwei-Ebenen-Spiel verglichen und die feststellbaren Unterschiede werden herausgearbeitet. Im nächsten Kapitel folgt ein Abriss der Entstehung des Maastrichter Vertrages und ein inhaltliche Darstellung des Selbigen. Darauf folgt die Analyse der Position der Bundesrepublik Deutschland zum Vertrag. Die Bundesrepublik Deutschland bietet sich speziell an, da ihre Stellung, im Vergleich zu den anderen Mitgliedstaaten, wirtschaftlich besonders exponiert ist und nach dem Neorealismus Deutschland am wenigsten Interesse an einer Kooperation haben sollte. Zur Analyse werden die beiden vorgestellten Theorien auf die Bundesrepublik Deutschland bezogen und ihr Erklärungsgehalt verglichen. Zum Schluss werden die wichtigsten Argumente noch einmal kurz und prägnant zusammengestellt.


2. Neorealismus vs. Zwei-Ebenen-Spiel

2.1 Neorealismus nach Kenneth N. Waltz

[...]


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