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Sozialkompetenz (Teil 1) - Definition und Gemeinschaftsfähigkeit

Autor: Kathrin Reif
Fach: Pädagogik - Päd. Soziologie

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Details

Veranstaltung: Sozialkompetenz
Institution/Hochschule: Universität Regensburg (Philosophische Fakultät II - Institut für Pädagogik)
Kategorie: Skript
Jahr: 2001
Seiten: 36
Note: keine
Literaturverzeichnis: ~ 15  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 314 KB
Archivnummer: V16540
ISBN (E-Book): 978-3-638-21365-3
Anmerkungen :
Inkl. Sekundärliteraturangaben.

Zusammenfassung / Abstract

Das Skript beschäftigt sich mit den Begriffen Sozialkompetenz und Gemeinschaftsfähigkeit. Sozialkompetenz ist sowohl Teil der individuellen Bildung als auch eine immer bedeutend werdendere Schlüsselqualifikation. Das Modell der sozialen Kompetenz sowie seine Kompetenz- und Wissensbereiche werden am Beispiel der Krankenpflege erläutert. Zudem wird darauf eingegangen, welche Zusammenhänge zwischen sozialer Kompetenz und sozialer Interaktion bestehen (z. B. Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit) und wie die Entwicklung von Sozial- und Selbstkompetenz und somit die Handlungsfähigkeit im Beruf gefördert werden kann. Gemeinschaftsfähigkeit setzt sich zusammen aus kommunikativen, interaktiven und kooperativen Fähigkeiten und ist Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Daher wird beispielsweise auch aggressives Verhalten im Hinblick darauf beleuchtet, wie soziale Umwelten Aggressionen durch angemessene Konfliktlösungen regulieren können. Dies geschieht unter anderem in der Schule durch explizite Erziehung zu Gemeinschaftsfähigkeit, Kooperation und prosozialem Verhalten. Ein speziell zur Konfliktlösung in der Schule entwickeltes Konzept ist dabei die sog. "Peer Mediation". Es wird erläutert, was die Ziele und Abläufe in einem Mediationsgespräch sein können und welche sozialen Kompetenzen Kinder und Jugendliche durch Mediation erwerben können.

Textauszug (computergeneriert)

Sozialkompetenz und Gemeinschaftsfähigkeit (Teil I)

Kathrin Reif

1. Was ist Sozialkompetenz?

1.1 Philosophischer Erklärungsansatz nach Jürgen Habermas

1.2 Definitionen der Sozialkompetenz
1.2.1 Soziale Kompetenz ist Teil der Bildung
1.2.2 Soziale Kompetenz ist individuell
1.2.3 Soziale Kompetenz ist eine „Ungefähr-“ oder „Schlüsselqualifikation“

1.3 Modell der sozialen Kompetenz (am Beispiel der Krankenpflege)
1.3.1 Ermittlung von Schlüsselproblemen in der Berufspraxis
1.3.2 Kompetenz- und Wissensbereiche (als Teilaspekte der sozialen Kompetenz)

1.4 Zusammenhang zwischen sozialer Kompetenz und Interaktion
1.4.1 Soziale Kompetenz setzt Kommunikation voraus
1.4.2 Soziale Kompetenz erlernt man im System
1.4.3 Soziale Kompetenz steigert die Leistung im Team

1.5 Förderung der sozialen Kompetenz
1.5.1 Selbstkompetenz ist die Voraussetzung für soziale Kompetenz
1.5.2 Lösung von Problemen fördert die soziale Kompetenz

1.6 Soziale Kompetenz in der aktuellen Diskussion
1.6.1 „Sozialkompetenz“ im Kontext der Wirtschaftspädagogik
1.6.2 Berufliche Mündigkeit und Handlungsfähigkeit

2. Sozialkompetenz und Gemeinschaftsfähigkeit

2.1 Begriffsklärung

2.2 Gemeinschaftsfähigkeit (vgl. Seitz)
2.2.1 Kommunikative Fähigkeiten
2.2.2 Interaktive Fähigkeiten
2.2.3 Kooperative Fähigkeiten

2.3 Gemeinschaftsfähigkeit und Störung des Gleichgewichts zwischen Individuum und Gesellschaft
2.3.1 Gemeinschaftsfähigkeit und Gemeinschaftsunfähigkeit
2.3.2 Gleichgewicht zwischen Individuum und Gesellschaft
2.3.3 Störung des Gleichgewichts zwischen Individuum und Gesellschaft
2.3.4 Gesellschaftliche Defizite und Fehlentwicklungen in der Gemeinschaft

2.4 Aggressives Verhalten
2.4.1 Begriffsbestimmungen und theoretische Ansätze
2.4.2 Altersabhängige Veränderungen im aggressiven Verhalten
2.4.3 Entwicklungstrends in der Attribution aggressiver Motive
2.4.4 Stabilität und Instabilität aggressiven Verhaltens in Langzeitstudien
2.4.5 Aggressionsregulation in sozialen Kontexten
2.4.6 Aggression und räumliche Bedingungen
2.4.7 Soziale Funktionen der Aggression
2.4.8 Gewalt als niedrigste Ebene der Konfliktlösung

2.5 Erziehung zur Gemeinschaftsfähigkeit in der Schule

2.6 Kooperation und prosoziales Verhalten
2.6.1 Entwicklung der Kooperation
2.6.2 Prosoziales Verhalten
2.6.3 Theoretische Erklärungsansätze
2.6.4 Die Beziehung zwischen kognitiven Prozesse und prosozialem Verhalten
2.6.5 Empathie und prosoziales Verhalten
2.6.6 Schuld und prosoziales Verhalten
2.6.7 Das soziale Beziehungsgeflecht und die Entwicklung prosozialen Verhaltens

2.7 Mediation in der Schule
2.7.1 Mediation
2.7.2 Geschichte der Mediation
2.7.3 Mediation in der Schule
2.7.4 Konzept der Mediation
2.7.5 Der Mediator ...
2.7.6 Ziele einer Mediation
2.7.7 Das Mediationsgespräch
2.7.8 Was haben Jugendliche von der Ausbildung zum Mediator?

 

 

1. Was ist Sozialkompetenz?

„Kompetenz“:

1) Als „kompetent“ gilt, wer über die für eine bestimmte Aufgabe erforderlichen Fähigkeiten verfügt, oder auch, wer vom Gesetz her befugt ist, dieses oder jenes tun zu dürfen.
2) In einem weiteren Sinne sind Kompetenzen besonders entwickelte Fähigkeiten und Qualifikationen, die jemanden in einer bestimmten Angelegenheit als Experten erscheinen lassen.
3) In einem dritten Sinne sind Kompetenzen jene Merkmale eines Aspiranten, die seinen Erfolg in Wettbewerbssituationen als wahrscheinlich erscheinen lassen.

Soziale Kompetenz (vgl. Schmidt-Denter, 1999, S. 123):

1) soziale Effizienz: Sozialkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, sich wirkungsvoll mit seiner sozialen Umwelt auseinanderzusetzen.
2) soziale Akzeptanz: Das Verhalten muss allerdings auch allgemein anerkannten sozialen und moralischen Standards genügen; es soll eingebettet in positive Beziehungen zu anderen Menschen erfolgen und darf die Kooperation mit anderen nicht gefährden.

1.1 Philosophischer Erklärungsansatz nach Jürgen Habermas

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