Autor: Astrid Bagley
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement
Details
Institution/Hochschule: Evangelische Fachhochschule Nürnberg (Pflegemanagement)
Jahr: 1999
Seiten: 11
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 151 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-21412-4
Textauszug (computergeneriert)
Prozesse und Prozessmanagement
Referentin: Astrid Bagley
Inhaltsverzeichnis
1. Bedeutung und Charakteristik des Prozessmanagements 3
1.1. Begriffsklärung Prozess 3
1.2. Aufgaben des Managements: 4
1.3. Aufgaben des Prozess-Teams: 4
1.4. Aufgaben des Prozessverantwortlichen 6
1.5. Die Säulen des Prozessmanagements 6
1.6. Lean-Management im Prozessmanagement 7
1.7. Prozessanalyse 7
2. Umsetzung des Prozessmanagements 8
Literaturverzeichnis 9
1. Bedeutung und Charakteristik des Prozessmanagements
Das Prozessmanagement wird im zukünftigen Krankenhaus eine entscheidende Rolle spielen. In der Zukunft stehen Qualitätssicherung, Motivation der Arbeitnehmer, leistungsbezogene Entlohnung und steigender Kostendruck zur Debatte. Nach der bisherigen Spezialisierung auf best. Funktionen und Organisation würde das Krankenhaus im heutigen freien Wettbewerbskampf zu Grunde gehen. Daher ist es wichtig, Organisation und Führungskompetenz zu überarbeiten und ggf. neu zu strukturieren. Nicht die Aufbau- sondern die Ablauforganisation steht hier im Vordergrund.
1.1. Begriffsklärung Prozess
Unter einem Prozess versteht man die Aneinanderreihung von Aktivitäten, die für den Kunden zu einem speziellen Ergebnis von Wert führt und unter einem Prozessverantwortlichen steht. (Im Krankenhaus wäre dies der Prozess von der Aufnahme des Patienten, im Idealfall bis hin zu seiner Entlassung als gesunder Mensch.) Prozesse sind unternehmensspezifisch, dies bedeutet, dass jedes Unternehmen andere Abläufe und damit auch andere Prozesse hat. Aber alle Unternehmen haben Prozesshülsen (z. B. Personalbereitstellung, Auftragsabwicklung), diese sind lediglich von Branche zu Branche verschieden. (Eine Maschinenfabrik benötigt in der Regel nicht soviel Personal wie ein Dienstleistungsunternehmen). Ein Prozess wird durch folgende Merkmale bestimmt:
- Definierte Ein- und Ausgangsgrößen,
- Verkettung von vor- und nachgelagerten Tätigkeiten,
- Abhängigkeiten von beeinflussbaren/ nicht beeinflussbaren Tätigkeiten,
- Steuerbare Arbeitsausführungen.
Prozesstypen:
- SOS-Prozesse: Haben sich als Einstieg in das Prozessmanagement als gut erwiesen. Grundlage ist eine Dreiteilung in: Steuerung (Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse); Operation (Ausführung) und Support (Unterstützungsprozesse).
- Kritische Prozesse: Die Bestimmung der wichtigsten Unternehmensprozesse sollte mit der Festlegung der kritischen Prozesse beginnen. Kritisch bedeutet erfolgskritisch, d. h. die Prozesse sind von hoher Bedeutung für die Marktposition des Unternehmens.
- Kernprozesse: Teilmenge kritischer Prozesse. Sind unternehmensspezifisch und haben wettbewerbsrelevante Stärken im Vordergrund. (Kostensenkung ist wichtig zur Wiedergewinnung von Wettbewerbsfähigkeit, darauf müssen spezielle Wettbewerbsvorteile noch aufgebaut werden).
- Geschäftsprozesse: Der Prozessbeginn liegt bei einem Marktpartner, das Prozessende ebenfalls. Sie sind funktionsübergreifend, erfolgskritisch und besitzen eine starke Objektorientierung.
- Betriebsprozesse: Sind Prozesse die zur Aufrechterhaltung des täglichen Geschäftsbetriebes notwendig sind.
1.2. Aufgaben des Managements:
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