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Diploma Thesis, 2002, 80 Pages
Author: Christian J. Mueller
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Risikomanagement, Wertschöfpungsketten
Year: 2002
Pages: 80
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-21684-5
File size: 216 KB
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem in der deutschen Literatur noch kaum behandelten Thema "Supply chain risk". Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf den Themen Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikosteuerung insbesondere in langen Wertschöpfungsketten. Unternehmensübergreifende Kooperationen werden als ein zentraler Punkt behandelt. Zudem werden die rechtlichen Aspekte des Risikomanagement näher betrachtet.
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Excerpt (computer-generated)
Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Unternehmensprüfung und Controlling
Diplomarbeit
im Fach Betriebswirtschaftslehre
über das Thema
Risikomanagement in Wertschöpfungsketten
eingereicht von
Christian Müller
Abgabetag: 19. Juli 2002
Gliederung
Inhaltsverzeichnis ... I
Abbildungsverzeichnis ... V
Abkürzungsverzeichnis ... VI
1. Einleitung ... 1
1.1 Einführung in die Problemstellung und Ziel der Arbeit ... 1
1.2 Aufbau der Betrachtung ... 2
2. Eingrenzung der relevanten Theoriegebiete ... 2
2.1 Risiko und Risikomanagement ... 2
2.1.1 Definition des Risikobegriffs ... 2
2.1.2 Die Beziehung zwischen Risiko und Ungewissheit ... 3
2.1.3 Bedeutung des Risikos für den unternehmerischen Entscheidungsprozess ... 4
2.1.4 Der Begriff des Risikomanagements ... 4
2.2 Gesetzliche Anforderungen an das Risikomanagement ... 5
2.2.1 Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ... 5
2.2.1.1 Ziele des KonTraG im Bezug auf das Risikomanagement ... 5
2.2.1.2 Die gesetzliche Pflicht zum "Managen von Risiken" ... 6
2.3 Die Wertschöpfungskette ... 7
2.3.1 Das Konstrukt der Wertschöpfungskette ... 7
2.3.1.1 Wertschöpfung und Wertaktivitäten ... 7
2.3.1.2 Verkettung von Wertaktivitäten zur Wertschöpfungskette ... 8
2.3.2 Erweiterung des Modells zur unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette ... 9
2.3.3 Bedeutung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette für die Behandlung von Risiken ... 10
3. Behandlung von Risiken in Wertschöpfungsketten ... 11
3.1 Der organisatorische Aufbau eines Risikomanagement-Systems ... 11
3.1.1 Die Risikokultur als Kernpunkt des Risikomanagements ... 11
3.1.2 Elemente eines Risikomanagement-Systems ... 12
3.1.3 Einbeziehung von Mitgliedern der Wertschöpfungskette in die Risikomanagement-Organisation ... 14
3.2 Der Prozess des Risikomanagements in Wertschöpfungsketten ... 14
3.2.1 Grundsätzliche Überlegungen zum Risikomanagement-Prozess ... 14
3.2.2 Risikoidentifikation in Wertschöpfungsketten ... 16
3.2.2.1 Strategie und Ziele als Grundlage der Risikoidentifikation in Wertschöpfungsketten ... 16
3.2.2.2 Spezifische Risiken in Wertschöpfungsketten ... 18
3.2.2.2.1 Variabilität der Nachfrage - uncertain demand - ... 18
3.2.2.2.2 Kapazitätsrisiko ... 19
3.2.2.2.3 Geschäftsrisiken entlang der Wertschöpfungskette ... 20
3.2.2.2.4 Qualitätsrisiken der Zulieferung ... 21
3.2.2.2.5 Unglücke und Unfälle entlang der Wertschöpfungskette ... 22
3.2.2.2.6 Risiken des Transports ... 23
3.2.2.2.7 Auswirkungen der dargestellten Risikoarten ... 24
3.2.2.3 Techniken zur Risikoidentifikation in Wertschöpfungsketten ... 25
3.2.2.3.1 Grundsätzliche Überlegungen ... 25
3.2.2.3.2 Analyse von Datenbeständen und Statistiken ... 25
3.2.2.3.3 Besichtigungsanalysen ... 27
3.2.2.3.4 Workshops und Check-Listen ... 27
3.2.2.4 Risikoidentifikation durch Kooperation ... 28
3.2.3 Analyse und Bewertung von Risiken in Wertschöpfungsketten ... 30
3.2.3.1 Notwendigkeit der Bewertung ermittelter Risiken ... 30
3.2.3.2 Die Ermittlung des "Schadenserwartungswertes" als Risikomaß ... 31
3.2.3.2.1 Die Quantifizierung von Schäden ... 31
3.2.3.2.2 Ermittlung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenserwartungswerten ... 32
3.2.3.2.3 Kooperationen als Methode der Risikobewertung ... 34
3.2.3.3 Die Risk-Map als Instrument zur Bestimmung der Risikoposition ... 36
3.2.4 Die Steuerung von Risiken in Wertschöpfungsketten ... 38
3.2.4.1 Grundsätzliche Überlegungen zur Steuerung von Risiken ... 38
3.2.4.2 Die Vermeidung von Risiken ... 39
3.2.4.3 Die Verminderung von Risiken ... 40
3.2.4.3.1 Grundlagen der Risikoverminderung ... 40
3.2.4.3.2 Reduzierung der Auswirkungen von Nachfrageschwankungen ... 41
3.2.4.3.3 Verminderung von Risiken auf der Zuliefererseite ... 42
3.2.4.3.3.1 Thematische Eingrenzung ... 42
3.2.4.3.2.2 Verminderung von Kapazitätsrisiken entlang der Wertschöpfungskette ... 43
3.2.4.3.2.3 Verminderung von Qualitätsrisiken ... 44
3.2.4.3.2.4 Verminderung von Geschäftsrisiken ... 45
3.2.4.3.2.5 Reduzierung der Auswirkungen von Unglücken und Unfällen entlang der Wertschöpfungskette ... 46
3.2.4.3.2.6 Verminderung der Risiken des Transportes ... 47
3.2.4.3.2.7 Risikoverminderung durch Kooperation ... 48
3.2.4.3.2.8 Risikoverminderung durch vertikale Integration ... 49
3.2.4.4 Das Überwälzen von Risiken ... 50
3.2.4.4.1 Grundsätzliche Überlegungen ... 50
3.2.4.4.2 Non-Insurance-Risk-Transfer ... 51
3.2.4.4.3 Insurance-Risk-Transfer ... 53
3.2.4.5 Das Akzeptieren von Risiken ... 55
3.2.5 Die Überwachung des Risikomanagement-Systems ... 55
3.2.5.1 Die Überwachung der ergriffenen Steuerungsmaßnahmen ... 55
3.2.5.2 Die Überwachung des Gesamtsystems ... 57
3.2.5.2.1 Die "interne" Überwachung des Risikomanagement-Systems ... 57
3.2.5.2.2 Die "externe" Kontrolle des Risikomanagement-Systems ... 58
3.3 Der Kreislaufcharakter des Risikomanagements ... 60
4. Abschließende Betrachtung ... 60
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Würdigung ... 60
4.2 Ausblick und weitere Forschungsmöglichkeiten ... 63
Anhang I: Ausgewählte Informationsinhalte der Beschaffungsmarktforschung ... 64
Literaturverzeichnis ... 65
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Problemstellung und Ziel der Arbeit
Unternehmen jeder Größe werden zunehmend mit sich schnell ändernden Herausforderungen konfrontiert. Entwicklungen wie die fortschreitende Globalisierung, der Eintritt in das Informationszeitalter sowie wachsende Komplexität durch die Tendenz zu schlanken, dezentralen Unternehmensstrukturen erschweren es der Unternehmensführung zunehmend, das eigene Unternehmen zu kontrollieren und zu steuern. 1 Die Risiken, die mit jeder unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind und die im Extremfall den Fortbestand einer Unternehmung gefährden können, sind für die Unternehmensführung kaum noch überschaubar. Die Unternehmenskrisen der jüngsten Vergangenheit machen deutlich, dass es gerade vor diesem Hintergrund von entscheidender Bedeutung ist, die Risiken der eigenen unternehmerischen Tätigkeit zu ermitteln, sowie geeignete Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken zu ergreifen.2
Diese Forderung nach einem „Management von Risiken“ wurde 1998 auch vom deutschen Gesetzgeber untermauert. Durch das „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) wurde erstmals die Sorgfaltspflicht der Vorstände börsennotierter Aktiengesellschaften hinsichtlich eines Risikomanagements gesetzlich festgeschrieben. 3 Die Vorstände von Aktiengesellschaften sind hiernach gem. § 91 Absatz 2 Aktiengesetz verpflichtet, „geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden“4.
Um die in diesem Gesetz geforderte Früherkennung von Risiken möglichst umfassend umzusetzen, analysieren viele Unternehmen die eigene Wertschöpfungskette im Hinblick auf Fehlentwicklungen, die den Unternehmens fortbestand gefährden könnten. 5 Vor dem Hintergrund der Entwicklungstendenz, die eigene Tätigkeit auf die sogenannten Kernkompetenzen zu beschränken und zusätzliche Betätigungsfelder an vor- oder nachgelagerte Wertschöpfungsstufen abzugeben, scheint es erforderlich, diese Sichtweise der Risikobehandlung zu erweitern. Zunehmend komplexe Beschaffungsstrukturen und schnelllebige Absatzmärkte machen eine ausgedehntere Betrachtung von Risiken erforderlich.
Statt lediglich den unternehmensinternen Wertschöpfungsprozess auf Risiken hin zu untersuchen, sollte vielmehr die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet werden.6
Ziel dieser Arbeit ist es, Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufzuzeigen und Möglichkeiten zum Management dieser speziellen Risiken darzustellen. Der Fokus der Betrachtung liegt dabei auf Wertschöpfungsketten der Industrie, da sich am Beispiel produzierender Unternehmen die Behandlung von Risiken in Wertschöpfungsketten besonders gut deutlich machen lässt. Die Haupterkenntnisse der Arbeit lassen sich jedoch auch auf Unternehmen des Dienstleistungsbereiches
übertragen.
1.2 Aufbau der Betrachtung
In einem ersten Schritt werden hierzu die relevanten Theoriegebiete eingegrenzt. Der Begriff des Risikos wird näher betrachtet und seine Bedeutung für unternehmerische Entscheidungen dargelegt. Im Anschluss daran wird auf die aktuelle Gesetzgebung im Bezug auf Risiken eingegangen und das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) auszugsweise vorgestellt. Zum Abschluss dieses Abschnitts wird auf das Konstrukt der Wertschöpfungskette und auf ihre Bedeutung für die Bewältigung von Risiken eingegangen.
Im sich daran anschließenden Hauptteil der Arbeit wird das Management von Risiken in Wertschöpfungsketten ausführlich behandelt. Der organisatorische Aufbau sowie der Prozess eines Risikomanagement-Systems werden umfassend dargelegt. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt hierbei auf der Erkennung und Steuerung von Wertschöpfungsketten-spezifischen Risiken.
Abschließend werden die wesentlichen Erkenntnisse des Hauptteils noch einmal kurz zusammengefasst und in Form eines Fazits kritisch gewürdigt.
2. Eingrenzung der relevanten Theoriegebiete
2.1 Risiko und Risikomanagement
2.1.1 Definition des Risikobegriffs
Für den Begriff des Risikos findet sich in der Literatur keine eindeutige Definition. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird unter Risiko häufig ein Wagnis oder eine mögliche Gefahr verstanden. 7 Bezogen auf ökonomische Zusammenhänge stellt diese Gefahr die Möglichkeit dar, dass der tatsächliche Ablauf einer Maßnahme bzw. der effektive Erfolg einer Unternehmung von seinem erwarteten Wert abweicht.8
[...]
1 Vgl. KPMG, Hrsg. (1998), S. 4.
2 Vgl. Palaß (1999), S. 133ff.
3 Vgl. Hornung / Reichmann / Diederichs (1999), S. 317.
4 Schönfelder (2002), Aktiengesetz § 91 II.
5 Vgl. RWE, Hrsg. (2002), S. 7.
6 Vgl. Johnson (2001), S. 106f.
7 Vgl. o. V. (2002a), http://www.brockhaus.de, Suchbegriff: Risiko (Abfrage vom 25.06.2002)
8 Vgl. Kromschröder (1987), S. 356.
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