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Formale Analyse des Gedichtes "Archaischer Torso Apollos" von R. M. Rilke

Seminararbeit, 2001, 11 Seiten
Autor: Lena Langensiepen
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Veranstaltung: Seminar: Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft
Institution/Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Inst. f. deutsche Sprache und Literatur)
Tags: Formale, Analyse, Gedichtes, Archaischer, Torso, Apollos, Rilke, Seminar, Einführung, Literaturwissenschaft
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 11
Note: 1
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V17057
ISBN (E-Book): 978-3-638-21736-1

Dateigröße: 66 KB


Textauszug (computergeneriert)

Johann Wolfgang von Goethe-Universität
Frankfurt am Main
Institut für deutsche Sprache und Literatur II
Seminar: Einführung in die neuere deutsche
Literaturwissenschaft
Sommersemester 2001

HAUSARBEIT

FORMALE ANALYSE DES GEDICHTES
ARCHAÏSCHER TORSO APOLLOS
von Rainer Maria Rilke

Lena Langensiepen

 

Inhaltsverzeichnis

Rainer Maria Rilke:
Archaïscher Torso Apollos Seite 3

1. Einleitung Seite 4

2. Aufbau Seite 4

3. Metrische Analyse Seite 5

4. Syntaktische Analyse Seite 7

5. Rhetorische Analyse Seite 9

Literaturverzeichnis Seite 11

 

Rainer Maria Rilke
ARCHAÏSCHER TORSO APOLLOS

(in Downloaddatei enthalten)

1. Einleitung

Das Gedicht Archaïscher Torso Apollos 1 von Rainer Maria Rilke2 entstand im Frühsommer 1908 in Paris und stellt die Einleitung seiner Gedichtesammlung Der neuen Gedichte anderer Teil dar, die wiederum der zweite Teil eines Zyklus‘ mit dem Titel Neue Gedichte ist.

Durch die Freundschaft zu einigen Künstlern, insbesondere zu Rodin, dem er den zweiten Teil der Neuen Gedichte widmete, beschäftigte sich Rilke intensiv mit der bildenden Kunst, die er zum Anlaß für seine „Dinggedichte“, zu denen auch das hier vorliegende gehört, nahm. Das Bildwerk, das er im Archaïschen Torso Apollos bearbeitete, war eine sich im Louvre befindende Plastik Rodins.

2. Aufbau

Das Gesamtbild des Gedichtes Archaïscher Torso Apollos läßt sich in drei Teile gliedern, in der Reihenfolge: 1. Name des Autors, 2. Titel des Gedichtes, 3. Verstext, wobei der Autorname und der Titel des Gedichtes nicht Bestandteile des eigentlichen Verstextes sind und deshalb als Verse keine Berücksichtigung finden, trotzdem aber eine Bedeutung bzw. Funktion haben. Für diese Form der Teiltexte führte der französische Literaturtheoretiker Gérard Genette die Bezeichnung Paratext 3 ein.

Eine wichtige Funktion kommt dem Titel zu, da er zum einen das Thema bzw. den Gegenstand des Gedichtes – nämlich eine Statue des Künstler- bzw. Dichter-Gottes Apollo – bezeichnet und somit eine erste Annäherung an den Verstext darstellt; zum anderen entsteht durch die Übereinstimmung der Anordnung der Anfangsbuchstaben A.T.A. (Archaïscher Torso Apollos) mit der Anordnung der Initialen Rilkes (R.M.R.) eine (formale) Verbindung zwischen Autor und Verstext.

Das Gedicht besteht aus 14 Versen, die sich auf vier Strophen verteilen. Die beiden ersten Strophen enthalten jeweils vier Verse, sind demnach Quartette, und die letzten zwei beinhalten je drei Verse, die Terzette genannt werden. Hier handelt es sich um eine besondere Gattung des Gedichtes, denn dieser formale Aufbau ist charakteristisch für das Sonett4. Allerdings ist es eine freie Form des Sonetts, da es nicht vollständig die Kriterien der klassischen Sonettstruktur aufweist5.Die optischen Längen der Zeilen stimmen weitgehend überein, auffällig kürzer sind jedoch die zweite Zeile der ersten Strophe und die letzte Zeile der zweiten Strophe, als länger erweisen sich die erste Zeile der zweiten Strophe sowie die Abschlußzeile.

3. Metrische Analyse

Dem Versmaß zugrunde liegt der Wechsel von betonten und unbetonten Silben.

[....]


1 Erstdruck: Rilke, R.M.: Archaïscher Torso Apollos. In: Der Neuen Gedichte anderer Teil. Leipzig 1909.

2 Eigentlich René M.R.; *4.12.1875 Prag, †29.12.1926 Val Mont (Kt. Waadt)

3 Vgl. Genette (2001).

4 Das Sonett ist eine italienische Gedichtform, die im 13. Jahrhundert in Palermo entwickelt und ab dem 15. Jht. in zahlreichen europäischen Ländern nachgebildet wurde. Die deutsche Lehnübersetzung des 17. Jhts. lautete „Klinggedicht” – vgl. Metzler Literatur-Lexikon (1990), S. 432f.

5 Zu einigen Abwandlungen der Sonettstruktur vgl. „Metrische Analyse“, S.6f.


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