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Scholary Paper (Seminar), 1998, 13 Pages
Author: Jan Altendorf
Subject: History - Didactics
Details
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel (Institut für Kulturwissenschaften und ihre Didaktik. Abteilung Geschichte)
Tags: Aspekte, Geschichtskultur, Beispiel, Geschichte, Presse, Seminar, Einführung, Didaktik, Geschichte
Year: 1998
Pages: 13
Grade: ohne Note (bestanden)
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-22294-5
ISBN (Book): 978-3-638-75872-7
File size: 168 KB
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Abstract
In meiner Hausarbeit möchte ich zunächst einmal versuchen, die Bedeutung der eng miteinander verbundenen Begriffe „Geschichtskultur“ und „Geschichtsbewußtsein“ zu erläutern. Dabei werde ich auf ihre Entwicklung und auf ihre Formen und Funktionen eingehen. Danach werde ich den Aspekt der Geschichtskultur „Geschichte und Presse“ untersuchen, wobei auch hier vor allem Formen, Funktionen und Geschichte der Presse sowie ihr spezieller Quellencharakter dargestellt werden. Die Hauptinformationen beziehe ich aus den beiden im Handbuch der Geschichtsdidaktik veröffentlichten Aufsätze „Aspekte der Geschichtskultur“ von Grütter und „Geschichte in der Presse“ von Kosyck. Zunächst einmal möchte ich klären, was Geschichtsbewußtsein ist. Geschichtsbewußtsein ist der „Inbegriff der (unbewußten und bewußten) Denkvorgänge, durch die die Erfahrungen von Zeit im Medium der Erinnerung zu Orientierungen der Lebenspraxis verarbeitet werden“ (Brockhaus; S.391). Also kann Geschichtsbewußtsein helfen, sich durch Reflexion der Vergangenheit in der sich heute ständig ändernden Gesellschaft zurechtzufinden und darüber hinaus eine „handlungsleitende Zukunftsperspektive“ (ebd.) zu entwerfen. Außerdem ist Geschichtsbewußtsein das übergeordnete Ziel der Didaktik. Es entsteht durch Beobachtungen innerhalb der Familie (z.B. durch Erzählungen der Großeltern) Feste, Ausflüge, Medien, Reisen, kulturelle Ereignisse und die Umwelt. Es äußert sich auch in Geschichten, denn „durch Geschichten verständigen sich Menschen darüber, wer sie sind“ (ebd.). Geschichtsbewußtsein wird im öffentlichen Leben durch Geschichtskultur erkennbar, die vor allem von Wissenschaft, Politik und Kunst bestimmt wird.
Excerpt (computer-generated)
Aspekte der Geschichtskultur am Beispiel von
Geschichte in der Presse
von Jan Altendorf
Gliederung
I. Einleitung
II. Ausarbeitung
II.1 Aspekte der Geschichtskultur
II.1.1 Definition
II.1.2 Entwicklung der Geschichtskultur in Deutschland
II.1.3 Ursachen für das Herausbilden von Geschichtsbewußtsein
II.1.4 Funktionen der Geschichtskultur in der Gesellschaft
II.1.5 Formen der Geschichtskultur
II.2 Geschichte in der Presse
II.2.1 Geschichte und Quellencharakter der Presse
II.2.2 Funktionen der Presse
II.2.3 Umgang der Presse mit Geschichte und die gesellschaftlichen Folgen
III. Fazit
IV. Literaturverzeichnis
I. Einleitung
In meiner Hausarbeit möchte ich zunächst einmal versuchen, die Bedeutung der eng miteinander verbundenen Begriffe "Geschichtskultur" und "Geschichtsbewußtsein" zu erläutern. Dabei werde ich auf ihre Entwicklung und auf ihre Formen und Funktionen eingehen. Danach werde ich den Aspekt der Geschichtskultur "Geschichte und Presse" untersuchen, wobei auch hier vor allem Formen, Funktionen und Geschichte der Presse sowie ihr spezieller Quellencharakter dargestellt werden. Die Hauptinformationen beziehe ich aus den beiden im Handbuch der Geschichtsdidaktik veröffentlichten Aufsätze "Aspekte der Geschichtskultur" von Grütter und "Geschichte in der Presse" von Kosyck. Zunächst einmal möchte ich klären, was Geschichtsbewußtsein ist. Geschichtsbewußtsein ist der "Inbegriff der (unbewußten und bewußten) Denkvorgänge, durch die die Erfahrungen von Zeit im Medium der Erinnerung zu Orientierungen der Lebenspraxis verarbeitet werden" (Brockhaus; S.391). Also kann Geschichtsbewußtsein helfen, sich durch Reflexion der Vergangenheit in der sich heute ständig ändernden Gesellschaft zurechtzufinden und darüber hinaus eine "handlungsleitende Zukunftsperspektive" (ebd.) zu entwerfen. Außerdem ist Geschichtsbewußtsein das übergeordnete Ziel der Didaktik. Es entsteht durch Beobachtungen innerhalb der Familie (z.B. durch Erzählungen der Großeltern) Feste, Ausflüge, Medien, Reisen, kulturelle Ereignisse und die Umwelt. Es äußert sich auch in Geschichten, denn "durch Geschichten verständigen sich Menschen darüber, wer sie sind" (ebd.). Geschichtsbewußtsein wird im öffentlichen Leben durch Geschichtskultur erkennbar, die vor allem von Wissenschaft, Politik und Kunst bestimmt wird.
II. Ausarbeitung
II.1 Aspekte der Geschichtskultur
II.1.1 Definition
Geschichtskultur umfaßt unterschiedliche Bereiche und Formen der historischen Erinnerung, sowohl Institutionen wie Schule, Universität, Archiv, Museum, Denkmalpflege, Gedenkstätte, Geschichtsverein, Medien, wie Kunst, Fotografie, Ausstellung, Denkmal, Literatur, Publizistik, politische Debatte, als auch Tätigkeiten der Belehrung, der Unterhaltung, der Legitimation und der Kritik. Dabei bedingen sich Schule und Universität auf der einen und Geschichtskultur auf der anderen Seite, da die an der Universität gewonnenen Forschungsergebnisse und die in der Schule entwickelten Vermittlungsformen die öffentliche Manifestation Geschichtsbewußtsein, also die Geschichtskultur, erst möglich macht. Das Konzept Geschichtskultur wurde erst in den letzten Jahren entwickelt und umschließt das, was früher als "Geschichte in der Alltagswelt", "Geschichte in der (außerschulischen) Öffentlichkeit" oder als "Manifestationen eines übergreifenden gemeinsamen Umgangs mit der Vergangenheit zusammengefaßt wurde.
II.1.2 Entwicklung von Geschichtskultur in Deutschland
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