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Das Motiv der Augen in E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann"

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 16 Pages
Author: Vera Witkowski
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 16
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V17843
ISBN (E-book): 978-3-638-22313-3

File size: 76 KB
Notes :
Diese Arbeit ist an allen Punkten korrekt zitiert!



Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main

Das Motiv der Augen in
E.T.A. Hoffmanns
„Der Sandmann“

Seminar: Liebe als Ausdruck von Subjektivität in
Erzähltexten des 18. – 20. Jhd.

Vera Witkowski

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  2

2. Die Augen der Personen  3
2.1. Klara  3
2.2. Coppelius/Coppola  4
2.3. Olimpia  4

3. Das Märchen vom Sandmann  6

4. Auge und Automat  8

5. Augenangst  12

6. Schluss  14

7. Literatur  15

 

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Motiv der Augen in E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“.

Um einen Einstieg in die Thematik zu finden, werden in Kapitel zwei die Augen der (Haupt-) Personen und das, was sie aussagen näher beschrieben. Kapitel drei beschäftigt sich mit dem Märchen vom Sandmann, sowohl was Hoffmann darüber schreibt als auch die heutige Verwendung dieses „Märchens“. In Kapitel vier geht es um die Problematik Auge und Automat. Es beschäftigt sich mit den zentralen Begriffen wie Organismus/Mechanismus, Perspektiv oder mit der Liebe zwischen Nathanael und Olimpia.

Kapitel fünf beschäftigt sich mit dem Thema Augenangst bzw. Verlust der Augen. Sekundärliteratur zum Thema Augen gibt es sehr viel. Ich habe mich hier auf einige, meiner Meinung nach wesentliche, Werke beschränkt. Die Internetquellen, die ich genutzt habe sind der Hausarbeit beigefügt, da sich die Websites sehr schnell ändern und man dann nicht mehr auf das Originaldokument zugreifen kann. Die Zitate oder Verweise habe ich mit Fußnoten am Ende jeder Seite angegeben. Das ist am einfachsten zu lesen, da das Hin- und Herblättern entfällt und der Textfluss somit nicht gestört wird.

2. Die Augen der Personen

Hoffmanns Beschreibungen der Augen der Personen lassen schon auf ihren Charakter schließen. In diesem Kapitel möchte ich auf einige der Hauptpersonen diesbezüglich eingehen.

2.1. Klara

Anhand Hoffmanns Beschreibungen von Klara könnte man behaupten, dass sie, ganz im Gegensatz zu Olimpia, ein fast engelhafter Frauentyp ist; Hoffmann beschreibt sie mit „helle[n] Augen“1, „holde[n] Augen“2 und einem „helle[n] Blick“3- um nur einige der Beschreibungen herauszugreifen. Schon anhand des Namen „Klara“ kann man auf den Charakter der jungen Frau schließen; er bedeutet soviel wie klar oder rein.


„Klara hatte die lebenskräftige Phantasie des heitern unbefangenen, kindischen Kindes, ein tiefes weiblich zartes Gemüt, einen gar hellen, scharf sichtenden Verstand.[...] Klara wurde deshalb von vielen kalt, gefühllos, prosaisch gescholten; aber andere, die das Leben in klarer Tiefe aufgefasst, liebten ungemein das gemütvolle, verständige, kindliche Mädchen, doch keiner so sehr wie Nathanael, [...]“4

An dieser Textstelle kommt ihr Charakter sehr gut heraus; sie ist eine junge Frau, vielleicht ein wenig kindlich, trotzdem hat sie Verstand und Intellekt, sie ist zwar nicht schön doch auch nicht hässlich- sie wirkt durchweg positiv und heiter. Klara als Mädchen aus dem Bürgertum verkörpert die rationale Weltsicht (lat. ratio: Vernunft) der Aufklärung.

Klaras Augen werden mit einem See, indem sich der Himmel spiegelt, verglichen5. Ihre körperliche Erscheinung drückt Klarheit aus. Man kann sagen, dass ihre klaren Augen ein äußerliches Zeichen für eine klare Seele und klares Denken ist (Rationalismus).

2.2. Coppelius/Coppola

[....]


1 Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmann. S. 5
2 Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmann. S. 20
3 Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmann. S. 18
4 Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmann. S. 18
5 vgl. Hoffmann, E. T. A.: Der Sandmann. S. 18


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