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Richard Strauss op. 150: "Vier letzte Lieder" close

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Richard Strauss op. 150: "Vier letzte Lieder"

Scholary Paper (Seminar), 2003, 18 Pages
Author: David Siener
Subject: Musicology

Details

Event: Proseminar Liederzyklen
Institution/College: University of Vienna (Musikwissenschaft)
Tags: Richard, Strauss, Vier, Lieder, Proseminar, Liederzyklen
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V17921
ISBN (E-book): 978-3-638-22363-8

File size: 444 KB
Notes :
Eine Analyse der "Vier letzten Lieder" von Richard Strauss.



Excerpt (computer-generated)

Richard Strauss op. 150: "Vier letzte Lieder"



David Siener

Inhaltsverzeichnis

0. Gedichte im Original - Textabweichungen und Kompositionsdaten

1. Allgemeines

2. Zur Abfolge der Lieder und zur Zyklushaftigkeit

3. Analysen

3.1. Frühling

3.1.1.Text
3.1.2. Melodik und Motivik
3.1.3. Harmonik

3.2. September

3.2.1. Text
3.2.2. Melodik und Motivik
3.2.3. Harmonik

3.3. Beim Schlafengehen

3.3.1. Text
3.3.2. Melodik und Motivik
3.3.3. Harmonik

3.4. Im Abendrot

3.4.1. Text
3.4.2. Melodik und Motivik
3.4.3. Harmonik

4. Bibliographischer Nachweis

5. Notenbeispiele

 

 


 

0. Op. 150: "Vier letzte Lieder"

Abfolge:

1. "Frühling" (H. Hesse) op. 150, 1
2. "September" (H. Hesse) op. 150, 2
3. "Beim Schlafengehen" (H. Hesse) op. 150, 3
4. "Im Abendrot" (Joseph v. Eichendorff) op. 150, 4

1. "Frühling"

In dämmrigen Grüften
Träumte ich lang
Von deinen Bäumen und blauen Lüften,
Von deinem Duft und Vogelgesang.

Nun liegst du erschlossen
In Gleiß und Zier
Von Licht übergossen
Wie ein Wunder vor mir.

Du kennest mich wieder,
Du lockest mich zart,
Es zittert durch all meine Glieder
Deine selige Gegenwart.

Komposition: 18. Juli 1948
Abweichung: 1, 4 Vogelsang
3, 1 kennst
3, 2 lockst

2. "September"

Der Garten trauert,
Kühl sinkt in die Blumen der Regen.
Der Sommer schauert
Still seinem Ende entgegen.

Golden tropft Blatt um Blatt
Nieder vom hohen Akazienbaum.
Sommer lächelt erstaunt und matt
In den sterbenden Gartentraum.

Lange noch bei den Rosen
Bleibt er stehen, sehnt sich nach Ruh.
Langsam tut er die großen,
Müdgewordenen Augen zu.

Komposition: 20. September 1948
Abweichung: 3, 2 stehn
3, 3/4 Langsam tut er die / müdgewordnen Augen zu
3. "Beim Schlafengehen"

Nun der Tag mich müd gemacht,
Soll mein sehnliches Verlangen
Freundlich die gestirnte Nacht
Wie ein müdes Kind empfangen.

Hände laßt von allem Tun,
Stirn vergiß du alles Denken,
Alle meine Sinne nun
Wollen sich in Schlummer senken.

Und die Seele unbewacht
Will in freien Flügen schweben,
Um im Zauberkreis der Nacht
Tief und tausendfach zu leben.

Komposition: 4. August 1948

4. "Im Abendrot"

Wir sind durch Not und Freude
Gegangen Hand in Hand,
Vom Wandern ruhn wir beide
Nun überm stillen Land.

Rings sich die Täler neigen,
Es dunkelt schon die Luft,
Zwei Lerchen nur noch steigen
Nachträumend in den Duft.

Tritt her, und laß sie schwirren,
Bald ist es Schlafenszeit,
Daß wir uns nicht verirren
In dieser Einsamkeit.

O weiter stiller Friede!
So tief im Abendrot
Wie sind wir wandermüde -
Ist das etwa der Tod?

Komposition: 6. Mai 1948
Abweichung: 1, 3 vom Wandern ruhen wir
4, 4 ist dies etwa der Tod


1. Allgemeines:

[...]


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