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Presentation (Elaboration), 2001, 16 Pages
Author: Diplom-Pflegewirt (FH) Peter-Michael Schulz
Subject: Psychology - Consulting, Therapy
Details
Institution/College: Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS (Pflege/ Pflegemanagement)
Tags: Mediation, Methoden, Psychologie, Pflege
Year: 2001
Pages: 16
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-22415-4
File size: 101 KB
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
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Excerpt (computer-generated)
Alice-Salomon- Fachhochschule Dezember 2001
Studiengang Pflege/ Pflegemanagement
Mediation
Lehrveranstaltung: Psychologie – 2. Semester LVA 9207
Methoden der Psychologie in der Pflege/ Pflegemanagement
Peter –Michael Schulz
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung und Vorgehensweise 2
2. Geschichte und Bedeutung von Mediation 3
3. Die vier Grundprinzipien der Mediation 4
4. Abgrenzung von anderen Verfahren der Konfliktlösung 5
4.1. Abgrenzung zur Schlichtung 5
4.2. Abgrenzung zum juristischen Verfahren 5
4.3. Mediation ist keine Therapie! 5
5. Ziele der Mediation 6
6. Voraussetzungen für Mediation 7
7. Phasen der Mediation 7
7.1. Vorphase 7
7.2. Das Mediationsgespräch 7
7.2.1. Die Einleitungsphase 7
7.2.2. Die „WAS?“- Phase 8
7.2.3. Die „WARUM?“- Phase 8
7.2.4. Die Problemlösungsphase 9
7.2.5. Die Übereinkunft 9
7.3. Umsetzungsphase 9
8. Wichtige Mediationstechniken 10
9. Mediation in der Pflege 11
10. Resümee 12
11. Literaturverzeichnis 13
1. Einleitung und Vorgehensweise
Der Mensch ist ein "soziales Wesen". Er lebt in einer Gemeinschaft und ist auf sie angewiesen. Dabei kommt es nicht selten auch zu Konflikten. Konflikte sind normal und als "soziale Sachverhalte" allgegenwärtig. Sie beruhen auf Unvereinbarkeiten im Denken, Vorstellen, Wahrnehmen, Fühlen oder Wollen der Konfliktparteien und werden so wenigstens von einer Seite empfunden. (vgl. Glasl, 1990) Sie sind dynamische Prozesse mit eigener Vorgeschichte und Eskalationsdynamik. Es gibt viele Möglichkeiten für den Umgang mit Konflikten. Eine davon ist die "Mediation". In Form eines Referates möchte ich diese Konfliktlösungsmethode vorstellen. Dabei gehe ich kurz auf die Geschichte, Definition, Grundprinzipien und die Vorraussetzungen zu dem Verfahren ein und werde es kurz von anderen Methoden abgrenzen. Des weiteren möchte ich kurz den Ablauf und die Besonderheiten des Mediationsprozesses darstellen. Schließlich werde ich mich zu den Möglichkeiten und Besonderheiten der Mediationsanwendung im Gesundheitswesen äußern.
Aus Zeit und Raumgründen eines Referates kann ich leider hier nicht näher auf Ursachen, Entwicklung und Dynamik des Konflikts eingehen, obwohl ich die Thematik für sehr wichtig, interessant und grundlegend für den Konfliktumgang halte.
2. Geschichte und Bedeutung von Mediation
Der Begriff „Mediation“ hat seinen sprachlichen Ursprung im lateinischen „mediare“, welches man mit „vermitteln“ übersetzt. Er wurde 1970 in den USA als Terminus eingeführt und als feststehender Fachbegriff aus dem Englischen ins Deutsche, mit der Bedeutung „Vermittlung“, übernommen (Klammer, G., 1999). Hiermit ist eine Konfliktlösungsstrategie gemeint, in der ein Vermittler, also Mediator, in einem Konflikt zwischen mehreren anwesenden Kontrahenten vermittelnd, als neutraler Dritter ohne Entscheidungskompetenz eingreift, bzw. ein „Verhandeln“ zwischen den Konfliktparteien wieder möglich macht und eine weitere Eskalation verhindert. Er hält sich normalerweise aus inhaltlichen Fragen heraus und ermöglicht, durch die Gestaltung des Kommunikationsprozesses, daß beide Konfliktparteien wieder miteinander kommunizieren, so daß jede Seite reden und gehört werden kann, ein gegenseitiges Verständnis ermöglicht und eine, für beide Seiten gewinnbringende Lösung ermöglicht wird.
Altmann definiert: „Als Mediation bezeichnen wir alle Verfahren der Konfliktlösung, in denen ein neutraler Dritter ohne eigentliche Entscheidungsgewalt versucht, sich im Streit befindenden Parteien auf dem Weg zu einer Einigung zu helfen (Altmann, 1999, S. 18).“ Auch wenn Mediation in Deutschland erst seit den 90igern als modernes Instrument breitere Anwendung findet, so haben doch ähnliche Konfliktlösungsmodelle in anderen Ländern schon eine sehr alte Tradition. „Unter anderem wurden solche Verfahren bei den alten Hebräern, in Afrika, Japan und China zur Lösung verschiedenster Konflikte herangezogen (Carnevale & Puitt 1992). In China und Japan etwa werden mediative Strategien seit langem bei der Regelung von sozialen Interaktionen herangezogen (Bastard & Cardia-Voneche 1992). Auch im antiken Griechenland wurden Konflikte zwischen Stadtstaaten durch Vermittlung Dritter beizulegen versucht, und in vielen Stämmen Afrikas gibt es bis heute die Einrichtung der Volksversammlung, bei der eine von allen geachtete Person mediativ tätig ist. Diese Aufzählung ließe sich fortsetzen.“ (Klammer, G., 1999, S. 12).Mediation wurde in ihren historischen Formen meist von Personen durchgeführt, welche die Vermittlung als nur eine Aufgabe im Kontext anderer Arbeitsgebiete durchführten, so z.b. Stammesälteste, Priester, Rabbiner.
Erst im 20. Jahrhundert wurde die Mediation institutionalisiert, und der Beruf des Mediators entwickelte sich auch im Westen zu einer anerkannten Profession. Neu an der heutigen, modernen Mediation ist die konsequente Anwendung von Techniken und die Rolle des Mediators, der sich eben nur um das „Setting“, um das Verfahren und die Fairneß, aber nicht um den Inhalt kümmert. Emotionen und Beziehungsaspekte sollen zwar berücksichtigt, aber nicht extra behandelt werden. Die inhaltlichen und sachlichen Aspekte bleiben in der Verantwortung der Konfliktparteien. Die Sitzungen bleiben normalerweise vertraulich. (ebd.)
In den USA hat der Begriff und das Verfahren eine inzwischen über dreißigjährige Tradition. „Geburtshelfer“ waren die Bürgerrechts- und Friedensbewegung, welche sich auf die Selbstbestimmung aller Individuen richtete und zu der Position gelangte, „daß Konfliktparteien über die Lösung ihres Konflikts selber entscheiden sollten statt diese beispielsweise an ein Gericht zu delegieren (Haumersen, P., 1999, S. 8)“ und das Überlastete Justizsystem. Gerichte waren derzeit mit Bagatell- Konflikten völlig überlastet. Man suchte nach außergerichtlichen (und billigeren)Lösungswegen. Zeitgleich zum politischen Impuls nach Selbstbestimmung gab es also auch die objektive Notwendigkeit, daß möglichst viele der von Konflikten Betroffenen eine beidseitig befriedigende Lösung, ohne den aufwendigen Rechtsweg einzuschlagen, finden. (Haumersen, P., 1999. Aufgrund der Erfolge der Mediationscenter und Vermittlungsstellen trat 1980 in den USA ein Gesetz in Kraft, welches festlegte, daß alle strittigen Sorge- und Besuchsrechtsfälle sich zuvor einem obligatorischen Vermittlungsverfahren unterziehen müssen. Erst bei Scheitern der Vermittlung, wird ein Verfahren eingeleitet. (Krappe, 1991, S.174 ff.) Inzwischen hat sich in den USA die Mediation als Instrument etabliert, da die herkömmlichen Verfahrensweise (gerichtliche Einigung) meist als zu unpersönlich, zu starr, zu langwierig und zu kostenintensiv gesehen wird.
In Deutschland wurde das Mediationverfahren erst in den 80igern, anfangs vorwiegend bei der Vermittlung in Scheidungs- und Familienkonflikten und in der Jugendarbeit angewandt und bekannt. Heute wird diese Methode „in vielen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens eingesetzt, beispielsweise bei
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