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Elemente der Ideenlehre in Platons Phaidon

Scholary Paper (Seminar), 1998, 11 Pages
Author: Soeren Neuperti
Subject: Philosophy - Philosophy of the Ancient World

Details

Event: Seminar zu Platons ´Phaidon´
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Philosophische Fakultät)
Tags: Ideenlehre Phaidon Platon
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1998
Pages: 11
Grade: 1
Bibliography: ~ 9  Entries
Language: German
Archive No.: V1804
ISBN (E-book): 978-3-638-11107-2

File size: 181 KB
Notes :
Die Hausarbeit wurde in einem Proseminar an der Frankfurter Goethe-Universität abgegeben und von Frau Prof. Dr. B.Sch. als sehr gut befunden.



Excerpt (computer-generated)

Hausarbeit 

in dem Proseminar ,,Platon ,,Phaidon""

Thema: 

Elemente der ,,Ideenlehre" im ,,Phaidon"

Verfasser: 

Soeren Neuperti

 

Inhalt

1. Einleitung

2. Elemente der ,,Ideenlehre" im ,,Phaidon"

a) ,,Als wir nun hineintraten, fanden wir den Sokrates eben entfesselt" / Zur Begründung der Themenwahl
b) ,,Dem Nichtreinen aber mag Reines zu berühren nicht vergönnt sein" / Die Ungenauigkeit sinnlicher Wahrnehmung (65a - 68bc)
c) Wiedererinnerung als Beweis für eine Praeexistenz der Seele und für eine Existenz der Ideen (72a - 77a)
d) Das Eine und das Viele / Unwandelbarkeit und stetiges Werden
e) Metexis (95e-107a)

1. Die Verknüpfung beider ,,Welten"
2. Teilhabe
3. Die Rechtfertigung der Grundsetzungen des Denkens
4. Die allgemeine Möglichkeit der Verbindung kontradiktorischer Prädikate mit dem Subjekt
5. Die Unvergänglichkeit und Unveränderlichkeit der Ideen
6. Die enge Verknüpfung verschiedener Denkbestimmungen im selben Subjekt

3. Vereinfachte Zusammenfassung

4. Schlußwort

 

 

1. Einleitung

Im Rahmen meiner Hausarbeit möchte ich die Elemente der platonischen ,,Ideenlehre" im ,,Phaidon" aufzeigen. Dabei werde ich auch auf andere Dialoge eingehen, wenn diese für die Erläuterung zur Hilfe genommen werden müssen. Ich werde mich dabei teilweise sehr nah am Primärtext bewegen, zum Teil aber auch, wenn es nötig ist, mir Abstand verschaffen und mit einem dem Dialog übergeordneten Blick auch auf die nicht explizit geäußerten, aber durchaus mit zu denkenden Bestimmungen Platons eingehen.

Ich habe den zweiten Teil meiner Hausarbeit in vier Abschnitte eingeteilt, die entweder die für die ,,Ideenlehre" wichtigen Voraussetzungen schaffen, bzw. Elemente der ,,Ideenlehre" beinhalten.

Als eine wichtige Voraussetzung werde ich in Punkt 1 die Ungenauigkeit der sinnlichen Wahrnehmung und den daraus folgenden Schluß, daß Wahrheit in der sinnlichen Wahrnehmung allein nicht zu suchen ist, betrachten. Ferner werde ich beleuchten, auf welche Weise Platon die zwei Gattungen des Seins bestimmt und wie er sich die notwendige Verbindung beider ,,Welten" im Rahmen seiner ,,Ideenlehre" vorstellt.

Unter den ziemlich offen dargelegten Elementen der ,,Ideenlehre" befinden sich unter anderem die Lehre der Wiedererinnerung (Anamnesis), die ich vor allem in Punkt 2b behandeln werde und die Lehre der Teilhabe (Metexis), die hauptsächlich in Punkt 2d ihren Platz findet.
In Punkt 3 werde ich die komplexen Betrachtungen noch einmal vereinfacht darstellen und so versuchen, ein anschauliches Gesamtbild der ,,Ideenlehre" zu skizzieren.

In Punkt vier werde ich die Probleme beleuchten, die sich während meiner Arbeit an der Hausarbeit ergaben und versuchen scheinbare Widersprüche der Ausarbeitung zu begründen.

2. Elemente der „Ideenlehre“ im „Phaidon“

a) „Als wir nun hineintraten, fanden wir den Sokrates eben entfesselt“ / Zur Begründung der Themenwahl

Thema des Dialoges „Phaidon“ ist eigentlich die „Unsterblichkeit der Seele“. Wie jedoch in den meisten Dialogen Platons, findet sich auch und vor allem in diesem seine „Ideenlehre“ impliziert. Das zeigt sich schon auf den ersten Seiten, in denen man wohl beabsichtigte Assoziativen zum siebenten Buch der „Politeia“ findet. Die Bemerkung „Als wir nun hineintraten fanden wir den Sokrates eben entfesselt.“1 erinnert sofort an das Höhlengleichnis und man könnte daraus schließen, daß es Platon im „Phaidon“ gerade um die Behandlung der „Ideenlehre“ geht. Zumindest ist durch diesen Satz gesichert, daß es darum gehen wird, über Wahres zu reden. Und wenn es darum geht, über Wahres zu reden, liegt die Vermutung nicht fern, daß Platons „Ideenlehre“ zumindest in Teilen enthalten sein wird.

[...]


1 Platon „Phaidon“ Philipp Reclam Jun. Stuttgart 1987 / 60a


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