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Futureperformance für die Praxis

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 76 Pages
Authors: Patrick Lobis, Christoph Hermann, Christian Kaiser, Peter Sichrowsky
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 76
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V18146
ISBN (E-book): 978-3-638-22549-6

File size: 547 KB


Excerpt (computer-generated)

Futuresperformance für die Praxis

Praxisseminar in Kooperation mit
BAWAG P.S.K. Invest KAG und COPS GmbH

Christoph Hermann
Christian Kaiser
Patrick Lobis
Peter Sichrowsky

Wirtschaftsuniversität Wien
Institut für Finanzierung und Finanzmärkte
Ordinariat für Investmentbanking und Kapitalmarktkommunikation
Sommersemester 2003

 

Inhaltsverzeichnis

1. Überblick
1.1. Futures allgemein
Financial Futures
1.2. Anwendungsbereiche
1.2.1. Spekulation
1.2.2. Hedging
1.3. Kritische Betrachtung von derivativen Finanzierungsinstrumenten – Warum ist Vorsicht angebracht?

2. Bilanzierung
2.1. Einführung
2.2. International Accounting Standards (IAS)
2.2.1 Anwendungsbereich
2.2.2. Definitionen
2.2.3. Ansatz:
2.2.4. Ausbuchung:
2.2.5. Bewertung:
2.2.6. Folgebewertung:
2.2.7. Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
2.2.9. Bilanzierung von Sicherungsgeschäften:
2.2.10. Absicherung des beizulegenden Zeitwerts
2.2.11. Angaben:
2.3. United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP)
2.4. Versicherungsaufsichtsgesetz Deutschland
2.4.1. Vorkäufe
2.4.2. Einsatz derivativer Finanzinstrumente
2.4.2.1. Allgemeines
2.4.2.2. Definition: Derivative Finanzinstrumente
2.4.2.3. Zulässige derivative Geschäfte gemäß § 7 Abs. 2 Satz 2 VAG
2.4.2.4. Kombinierte Strategien
2.4.2.5. Indexgeschäfte
2.4.2.6. Glattstellung von offenen Positionen

3. Performance-Messung
3.1. Renditedefinition
3.1.1. Basisformel zur Berechnung der Rendite
3.1.2. Verknüpfung von Renditewerten
3.1.3. Annualisierte Rendite
3.1.4. Interner Zinssatz (money weighted Rate of Return)
3.1.5. Zeitgewichtete Rendite (time weighted rate of Return)
3.1.6. Vergleich zwischen internem Zinssatz und zeitgewichteter Rendite
3.2. Futuresbewertung
3.2.1. Cost of Carry Modell
3.2.2. Zinsfutures
3.2.3. Aktienindexfutures
3.2.3.1. Kursindex
3.2.3.2. Performance Index
3.3. Performancemessung je nach Funktion
3.3.1. Spekulation
3.3.1.1. Trading
3.3.1.2. Spreading
3.3.2. Hedging
3.3.2.1. Cross Hedging
3.3.2.2. Hedge Ratio
3.4. Risiko
3.4.2. VAR – Value-at-risk
3.4.2.1. VAR für einen Titel
3.4.2.2. VAR für zwei Titel
3.4.2.3. VAR für n Titel
3.4.2.4. Kritische Anmerkungen zu VAR
3.5. Marginberechnung an der EUREX
3.5.1. Grundlagen des Risk-Based-Margining
3.5.2. Margin-Arten:
3.5.2.1. Premium-Margin:
3.5.2.2. Current Liquidating Margin:
3.5.2.3. Variation-Margin:
3.5.2.4. Additional Margin:
3.5.2.5. Futures-Spread-Margin:
3.5.3. Margin-Berechnung für Futures
3.5.3.1. Variation-Margin:
3.5.3.2. Spread-Margin:
3.5.3.3. Spot-Month-Spread-Margin und Back-Month-Spread-Margin:
3.5.3.4. Additional Margin bei Non-Spread-Future-Positionen:
3.5.3.5. Beispiel für die Margin-Berechnung von Futures:
3.5.4. Abwicklung:
3.5.4.1. Hinterlegung der Margin-Leistung:
3.5.4.2. Intraday-Margin:
3.5.4.3. Verzugsprozedere:
3.6. Problemstellung der BAWAG P.S.K. Invest KAG

4. Performance Presentation
4.1. Zielsetzung
4.2. GIPS – Global Investment Performance Standards
4.2.1. Vorschläge im Rahmen des discussion papers über Derivative und Leverage

Anhang 1: Beispiel einer GIPS-konformen Performance Presentation unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Sonderregeln für Derivate

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Internationaler Kapitalverkehr, Welthandel und Produktion (Quelle: Wirtschaftsbericht 2002)
Abbildung 2: Short Hedge bei positiver Basis
Abbildung 3: Long Hedge bei positiver Basis
Abbildung 4: Short Hedge bei negativer Basis
Abbildung 5: Long Hedge bei negativer Basis
Abbildung 6 entnommen aus. Choudhry (2001), S. 665.
Abbildung 7: Preisentwicklung bis zum Ende der Kontraktlaufzeit (Quelle: Eurex (2003), S. 15)
Abbildung 8: Tägliche Margin-Anpassung (Quelle: Eurex (2003), S. 16)
Abbildung 9: Kursverläufe mit unterschiedlicher Volatilität (Quelle: Eurex (2003), S. 17)
Abbildung 10: Eurex: Margin-Arten für Futures (Quelle: Risk Based Margining (2003), S. 21)
Abbildung 11: Beispielrechnung Variation-Margin (Quelle: Eurex (2003), S. 27)
Abbildung 12: Spread-Margining im Liefermonat (Quelle: Eurex (2003), S. 29)
Abbildung 13: Beispielrechnung bei Futures (Quelle: Eurex (2003), S. 30)
Abbildung 14: Daten BOBL Future, Screenshot
Abbildung 15: Rendite Gesamtbetrag, Screenshot
Abbildung 16: Margin-Berechnung, Screenshot
Abbildung 17: Rendite Margin, Screenshot
Abbildung 18: gesamte Berechnung der Renditen

 

1. Überblick

1.1. Futures allgemein

Financial Futures 1

Futures sind standardisierte Verträge, die an einer Börse handelbar sind. Financial Futures beinhalten die vertragliche Vereinbarung, eine standardisierte Menge bzw. einen standardisierten Preis an einem in der Zukunft liegenden standardisierten Erfüllungstermin zu liefern bzw. abzunehmen. Futures sind im Gegensatz zu Forwards nicht auf die Erfüllung des Vertrages angelegt. Die Marktteilnehmer beabsichtigen vielmehr, ihre Verpflichtung vor Fristablauf durch ein Gegengeschäft aufzuheben (Glattstellen).

Zu Beginn einer Futuretransaktion wird ein Ersteinschuss verlangt (Initial Margin). Diese Margin ist von der Variation Margin zu unterscheiden, die aufgrund des so genannten Marking-to-Market berechnet wird. Darüber hinaus wird bei einigen Terminbörsen ein Nachschuss dann fällig, wenn die Maintenance Margin unterschritten wird.

Als Kontraktarten lassen sich – je nach Handelsobjekt – Finanzterminkontrakte auf Zinstitel, Aktienindizes und Fremdwährungen unterscheiden:

• Zinsfutures
Futures auf festverzinsliche Wertpapiere. Hinsichtlich der Fristigkeit (bestimmt durch die Kontraktspezifikation) der Basispapiere ist zwischen Kurzläufern und Langläufern zu unterscheiden.

• Aktienindexfutures
“Bei dem Underlying handelt es sich jeweils um einen spezifizierten Aktienindex, also um einen abstrakten, nicht lieferbaren Basiswert. Ein Aktienindex basiert auf einem hypothetischen Portfolio und bildet zum Berichtszeitpunkt die Kursbewegung dieses Aktienportfolios bezogen auf einen Basiszeitpunkt anhand eines einzigen Wertes ab.“2 

„Die im Index enthaltenen Werte gehen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Berechnung ein, das Verfahren der Gewichtung stellt ein weiteres Differenzierungskriterium dar:“3

• Durchschnittskurse (MMI, Dow Jones Industrial Average)
• Kapitalgewichtete Indizes (S&P 500, FTSE 100, DAX)
• Ungewichtete geometrische Indizes (Value Line Index)

Neben der statistischen Indexkonstruktion ist die Behandlung von Dividendenzahlungen ein weiteres Differenzierungskriterium. Man unterscheidet:

• Kursindex
• Performanceindex
Dieses Konzept impliziert eine Bereinigung des Indizes um Dividenden- und Bezugsrechtszahlungen, dh diese Erträge werden wieder in die jeweilige Aktie des Indexportfolios angelegt.4 Somit bewirken die Ausschüttungen im Gegensatz zum Kursindex keinen Rückgang des Indizes. Die Wiederanlage kann entweder durch Investition der Dividendenerträge in festverzinsliche Wertpapiere oder durch Reinvestition der Dividenden nach der Operation Blanche durchgeführt werden.5

1.2. Anwendungsbereiche

1.2.1. Spekulation

„Liegt immer dann vor, wenn entweder nur in Instrumenten des Kassamarktes oder nur in Instrumenten des Terminmarktes gehandelt wird oder wenn auf beiden Märkten Positionen gehandelt werden, die in der Wertentwicklung (hoch) korreliert sind.“6

1.2.2. Hedging 7

Unter Hedging mit Futures wird die Absicherung einer bestehenden oder noch aufzubauenden Position gegen unerwünschte Marktentwicklungen durch das Eingehen einer adäquaten Gegenposition verstanden. Dabei besteht das Ziel, die Gewinne der einen Position durch die Verluste der anderen Position zu kompensieren. Diese als traditionell bezeichnete Sichtweise des Hedging ist durch die Zielsetzung charakterisiert, das Risiko einer Kassaposition zu minimieren.

[....]


1 folgende Ausführungen sind entnommen aus Bruns/Meyer-Bullerdiek (2000), S. 323
2 Bruns/Meyer-Bullerdiek (2000), S. 331
3 Loistl (1996), S. 437ff.
4 vgl. Bruns/Meyer-Bullerdiek (2000), S. 331
5 vgl. Loistl (1996), S. 440f.
6 Loistl (1996), S. 467
7 die folgenden Ausführungen sind angelehnt an Bruns/Meyer-Bullerdiek (2000), S. 366ff.


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