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Jeff Wall: Die Inszenierung fotografischer Arbeiten im Horizont der Kunstgeschichte

Scholary Paper (Seminar), 2002, 19 Pages
Author: Annika Höppner
Subject: Art - Photography / Film

Details

Event: Wechselwirkungen zwischen Malerei und Fotografie im 19. und 20. Jahrhundert
Institution/College: University of Marburg (Institut für Kunstgeschichte)
Tags: Jeff, Wall, Inszenierung, Arbeiten, Horizont, Kunstgeschichte, Wechselwirkungen, Malerei, Fotografie, Jahrhundert
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 19
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V18240
ISBN (E-book): 978-3-638-22629-5

File size: 2600 KB


Excerpt (computer-generated)

JEFF WALL
DIE INSZENIERUNG FOTOGRAFISCHER
BILDER IM HORIZONT DER KUNSTGESCHICHTE

 


Referentin Annika Höppner

Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG 2

2 HAUPTTEIL 3

2.1 BEZÜGE ZUR MALEREI 3
Die „Remakes“ 3

2.1.2 Strukturelle Bezüge 5
2.1.3 Entstehungstechnische Bezüge und Gattung (Inszenierung und digitale Bearbeitung) 7
2.1.4 Der Bruch mit kunsthistorischen Regeln 9

3 ZUSAMMENFASSUNG 10

3.1 WALL UND DIE KUNSTGESCHICHTE 10
3.2 WARUM WILL SICH WALL AUF DIE KUNSTGESCHICHTE BEZIEHEN? 11
3.3 SIND DIE BESCHRIEBENEN BEZIEHUNGEN ZUR MALEREI ÜBERINERPRETATIONEN UND GEZIELTE AUSSAGEN WALLS ZU EINEM BESTIMMTEN ZWECK? 12

4 ANHANG 13

 

 


 

1 Einleitung

Das Thema meiner Hausarbeit ist die Inszenierung fotografischer Bilder im Horizont der Kunstgeschichte am Beispiel Jeff Walls. Seit 1978 macht Jeff Wall riesige Fotografien. Er präsentiert sie in Leuchtkästen, die wir aus der Reklame kennen. Dieses Medium nennt er Cibachrom. Schon ihre Größe, teilweise bis zu 230 x 430 cm, erinnert an ein Format, das traditionell der Historienmalerei vorbehalten war. Fotografie war bisher aus technischen Gründen auf eher kleinere Formate festgelegt.

In der Literatur werden die Fotografien Walls fast ausschließlich nach Berührungspunkten mit der Malerei untersucht. Kunsthistoriker sind hier gerade zu auf die Jagd nach Zitaten aus der Malerei gegangen. Aber auch kompositionelle und mit dem Arbeitsprozeß verbundene Parallelen werden in der Literatur beschrieben. Jeff Wall selber bekräftigt diese Interpretation seiner Fotografien. An anderer Stelle negiert er dann wieder jede Bezugnahme auf die Malerei, indem er sagt, er mache bloß Kunst1. Im Zuge dieser Hausarbeit werde ich untersuchen, wie weit man die von der Literatur gefundenen Beziehungen zur Malerei an Hand der Bilder Walls nachvollziehen kann. Die Frage ist, ob es sich bei den gefundenen Parallelen zwischen seinen Fotografien und der Malerei um Überinterpretationen kunstgeschichtlich gebildeter Rezepienten handelt oder ob der Künstler diese gefundenen Rückgriffe auf die Malerei intendierte hat. Vielleicht geht es Jeff Wall aber auch nur um eine immerwährende Diskussion um seine Werke, die er in Gang hält, indem er einmal der Literatur zustimmt und ihr ein anderes Mal widerspricht. Weiter werde ich danach fragen, wie Wall sich von der traditionellen Fotografie abgrenzt.

Die in der Literatur beschriebenen Bezüge zur Malerei teile ich in vier Kategorien ein: Explizite Remakes, Neuinszenierungen von kunsthistorischen Vorstellungen, strukturelle und enstehungstechnische Bezüge. An Hand von vier Beispielen werde ich dieses nun erläutern. Diese Fotografien stehen exemplarisch für eine ganze Reihe anderer Bilder aus Jeff Walls Werk, die ich hier aber nicht weiter betrachte, da das den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde. Außerdem werde ich aus dem selben Grund nur auf die Bezüge zur Malerei eingehen, obwohl es bei Wall natürlich auch Bezüge zum Film und zur Literatur gibt.

2 Hauptteil

2.1 Bezüge zur Malerei

Die „Remakes“ Die wohl nachvollziehbarsten Bezüge zur Malerei lassen sich an den von Wall explizit als Remakes von Gemälden bezeichneten Fotografien aufzeigen. An „Picture for women“, eines seiner ersten Cibachrome, werde ich zeigen, wie er die malerische Tradition neu inszeniert und nach den Gründen für diesen eindeutigen Bezug fragen.

2.1.1.1 Picture for Women ( 1979)

[...]


1 Jeff Wall in Frankfurt bei seiner Ausstellung Figures & Places vom September 2000 bis März 2001 im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt/Main


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