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Analyse des Leistungsspektrums ausgesuchter Spezialbanken für Existenzgründer und junge Unternehmen

Diploma Thesis, 2003, 75 Pages
Author: Manfred Schick
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2003
Pages: 75
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V18292
ISBN (E-book): 978-3-638-22672-1
ISBN (Book): 978-3-638-94447-2
File size: 278 KB
Notes :
In der vorliegenden Arbeit sollen die Stärken und Schwächen bestimmter Spezialbanken, deren Leistungsprogramm sich zu einem großen Teil an Existenzgründer und junge Unternehmen richtet, aufgedeckt werden. Die Banken werden daher aus der Sicht des Gründers und Jungunternehmers hinsichtlich ihres Finanzierungsleistungsprogramms und des finanzierungsübergreifenden Leistungsprogramms analysiert.


Abstract

In der vorliegenden Arbeit sollen die Stärken und Schwächen bestimmter Spezialbanken, deren Leistungsprogramm sich zu einem großen Teil an Existenzgründer und junge Unternehmen richtet, aufgedeckt werden. Die Banken werden daher aus der Sicht des Gründers und Jungunternehmers hinsichtlich ihres Finanzierungsleistungsprogramms und des finanzierungsübergreifenden Leistungsprogramms analysiert.


Excerpt (computer-generated)

Diplomarabeit
zur Erlangung des Grades Diplom-Kaufmann

Analyse des Leistungsspektrums ausgesuchter Spezialbanken
für Existenzgründer und junge Unternehmen

vorgelegt an der
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen

von

Manfred Schick

Abgabetermin: 24.07.2003

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis ... 4
Abkürzungsverzeichnis ... 5

1 Einleitung ... 6
1.1 Problemstellung ... 6
1.2 Vorgehensweise ... 7

2 Grundlagen ... 9
2.1 Unternehmensgründung ... 9
2.1.1 Unternehmenskonzept und Gründungsplanung ... 10
2.1.2 Zur ökonomischen Bedeutung von Gründungsaktivitäten ... 11
2.2 Unternehmensfinanzierung ... 13
2.2.1 Formen und Quellen der externen Finanzierung ... 13
2.2.2 Bonitätsprüfung und die Auswirkungen von Basel II ... 15

3 Die nationale Bankenlandschaft ... 17
3.1 Universalbanken ... 18
3.2 Spezialbanken ... 18
3.3 Banknahe Finanzinstitute und Nichtbanken ... 20

4 Attribute von Bankleistungsprogrammen ... 21
4.1 Attribute von Finanzierungsleistungsprogrammen ... 21
4.1.1 Risiko- und Haftungseigenschaften ... 21
4.1.2 Finanzierungskonditionen ... 23
4.1.3 Komplexität und Abwicklungsformalitäten ... 25
4.2 Attribute von finanzierungsübergreifenden Leistungsprogrammen ... 26
4.2.1 Beratungsangebot ... 26
4.2.2 Vermittlungsleistungen ... 27
4.2.3 Online-Angebot ... 28

5 Die Leistungsprogramme ausgesuchter Spezialbanken ... 30
5.1 Die Mittelstandsbank des Bundes: DtA und KfW ... 30
5.1.1 Finanzierungsleistungsprogramm ... 31
5.1.2 Finanzierungsübergreifendes Leistungsprogramm ... 35
5.2 Landesbank NRW ... 37
5.2.1 Finanzierungsleistungsprogramm ... 38
5.2.2 Finanzierungsübergreifendes Leistungsprogramm ... 40
5.3 IKB Deutsche Industriebank AG ... 41
5.3.1 Finanzierungsleistungsprogramm ... 41
5.3.2 Finanzierungsübergreifendes Leistungsprogramm ... 43
5.4 Bürgschaftsbank NRW GmbH ... 44
5.4.1 Finanzierungsleistungsprogramm ... 45
5.4.2 Finanzierungsübergreifendes Leistungsprogramm ... 46

6 Aggregierte Stärken- und Schwächenanalyse ... 47
6.1 Finanzierungsleistungsprogramm ... 47
6.1.1 Risiko- und Haftungseigenschaften ... 47
6.1.2 Finanzierungskonditionen ... 51
6.1.3 Komplexität und Abwicklungsformalitäten ... 54
6.2 Finanzierungsübergreifendes Leistungsprogramm ... 57
6.2.1 Beratungsangebot ... 57
6.2.2 Vermittlungsleistungen ... 59
6.2.3 Online-Angebot ... 62

7 Zusammenfassung und Ausblick ... 64

Quellenverzeichnis ... 68

 

1 Einleitung
In jüngster Vergangenheit waren die Finanzierungsschwierigkeiten kleiner und mittlerer Unternehmen sowie von Existenzgründern immer wieder Gegenstand der öffentlichen Diskussion. So ist z.B. davon zu hören, dass sich die großen Kreditinstitute in einer ernsthaften Krise befinden sich immer mehr aus dem Geschäft mit dem Mittelstand zurückziehen. Die Last der Betreuung kleiner und mittlerer Betriebe muss somit hauptsächlich von Sparkassen und Genossenschaftsbanken getragen werden. Forderungen nach einer Mittelstandsbank sind ebenfalls immer wieder zu vernehmen. Darüber hinaus wird die Finanzierung junger Unternehmen durch das bevorstehende Kreditrating nach Basel II zusätzlich erschwert.1 Tatsächlich hat die derzeitige Bundesregierung auf die Probleme bereits reagiert. Seit dem 01.01.2003 befindet sich die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) formal unter dem Dach der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und bündelt dort die mittelstands- und existenzgründungsspezifischen Aktivitäten beider Institute. Bis zum 31.08.2003 soll der Zusammenschluss der beiden Banken zur neuen Mittelstandsbank endgültig vollzogen sein. 2

1.1 Problemstellung
In der vorliegenden Arbeit sollen die Stärken und Schwächen bestimmter Spezialbanken, deren Leistungsprogramm3 sich zu einem großen Teil an Existenzgründer und junge Unternehmen richtet, aufgedeckt werden. Die Banken werden daher aus der Sicht des Gründers und Jungunternehmers hinsichtlich ihres Finanzierungsleistungsprogramms und des finanzierungsübergreifenden Leistungsprogramms analysiert. Dabei werden zwei Schwerpunkte gesetzt. Zum einen wird aufgrund der Aktualität insbesondere auf die Mittelstandsbank des Bundes eingegangen, zum anderen wird dem Finanzierungsleistungsprogramm der Banken ein größeres Gewicht beigemessen. Die Analyse erfolgt anhand bestimmter Attribute, deren mögliche und wünschenswerte Ausprägungen zunächst erörtert werden. Nach der Vorstellung der institutseigenen Leistungsprogramme erfolgt eine aggregierte Stärken- und Schwächenanalyse der Banken. Darüber hinaus werden in einer anschließenden Zusammenfassung auch Überlegungen dahingehend angestellt, ob und wie mögliche Defizite der Mittelstandsbank in einer realistischen Weise zu beheben sind.

Das Ziel dieser Arbeit ist somit eine Untersuchung der Stärken und Schwächen von Leistungsprogrammen ausgesuchter gründerorientierter Spezialbanken aus dem Blickwinkel der anvisierten Zielgruppe.

1.2 Vorgehensweise
Zur Bewältigung der Aufgabenstellung müssen zunächst Grundlagen gelegt werden, die im Zusammenhang mit der Unternehmensgründung und -finanzierung stehen. Dies geschieht in Kapitel 2. In 2.1 wird dazu zunächst der Weg von der Geschäftsidee zum Unternehmenskonzept skizziert. Ziel dieser Erörterungen ist es, die Komplexität der verschiedenen Einzelplanungen und Entscheidungssituationen darzustellen, mit denen der Gründer konfrontiert wird. Darüber hinaus ist die ökonomische Bedeutung von Gründungen Gegenstand dieses Teilabschnitts. Dazu werden die Zusammenhänge zwischen Gründungsaktivitäten und gesamtwirtschaftlichem Wachstum offengelegt, um die Sinnhaftigkeit von Fördermaßnahmen zu unterstreichen. In 2.2 erfolgt eine kurze Vorstellung verschiedener Formen und Quellen der externen Finanzierung. Ein weiteres Themenfeld ist die Vorgehensweise von Banken bei der Bonitätsbeurteilung von Unternehmen sowie die Auswirkungen des bevorstehenden Kredit- ratings nach Basel II.

Im 3. Kapitel wird ein Überblick über das deutsche Bankensystem gegeben. Nach einer kurzen wirtschaftswissenschaftlichen Definition der Bank erfolgt eine Darstellung der ve rschiedenen Formen, in denen Kreditinstitute in Erscheinung treten können. Das Ziel dieser Ausführungen ist es, sowohl die untersuchten Banken als auch andere Institute zu typologisieren und in ein System von Banken einzuordnen.

In Abschnitt 4 werden schließlich Attribute festgelegt, die zur Untersuchung der Bankleistungsprogramme herangezogen werden können. Dazu werden sowohl Attribute zur Beurteilung der Finanzierungs- als auch der finanzierungsübergreifenden Leistungen definiert. In einem weiteren Schritt werden mögliche und wünsche nswerte Attributsausprägungen aus den Anforderungen von Existenzgründern und jungen Unternehmen hergeleitet. Folgende Frage steht somit im Mittelpunkt: Welche Attributsausprägungen können die Bankprogramme annehmen und welche Ausprägungen sind aus der Sic ht des betrachteten Unternehmenskreises wünschenswert?

Im 5. Kapitel erfolgt eine Darstellung der Leistungen ausgesuchter Banken. Gegenstand der Betrachtung sind die schon erwähnte neue Mittelstandsbank des Bundes, die Landesbank NRW, die IKB Deutsche Industriebank AG und die Bürgschaftsbank NRW. Um die Untersuchungsergebnisse nicht vorwegzunehmen, erfolgt hier eine weitgehend wertungsfreie Erläuterung der verschiedenen Programme. Da bei einigen Banken sehr viele standardisierte Teilprogramme in Erscheinung treten, werden dort nur exemplarische Erklärungen angeführt, um tendenzielle Aussagen über die Leistungprogramme zu erhalten.

Eine tiefergehende Untersuchung der Leistungsprogramme erfolgt in Abschnitt 6. Dies geschieht in Form einer Stärken- und Schwächenanalyse der Banken hinsichtlich der in Kapitel 4 festgelegten Attribute. Dazu werden die gewünschten mit den tatsächlichen Attributsausprägungen der betrachteten Bankleistungsprogramme verglichen. Da alle Institute zusammen in Bezug auf jeweils ein Attribut betrachtet werden, ist eine vergleichende Beurteilung der Banken möglich. Die Hauptfragestellung dieses Abschnitts lautet: Welche Attributsausprägungen nehmen die verschiedenen Leistungsprogramme an und wie sind diese zu bewerten?

Im letzten Kapitel wird schließlich eine Zusammenfassung der Ergebnisse geliefert. Im Rahmen eines Ausblicks wird ferner diskutiert, ob und inwieweit eine Beseitigung der herausgefilterten Schwächen der Mittelstandsbank möglich ist.

2 Grundlagen
In diesem Abschnitt erfolgt eine Erläuterung von grundlegenden Sachverhalten, die im Zusammenhang mit der Unternehmensgründung und -finanzierung stehen. Diese Grundlagenlegung ist notwendig, weil die Analyse der Bankleistungsprogramme aus dem Blickwinkel von Existenzgründern und jungen Unternehmen erfolgt und deren Aufgaben- und Problembewältigung von den betrachteten Kreditinstituten unterstützt werden sollte.

[...]


1 Siehe zur Problematik einer möglichen Banken-Krise und den damit einhergehenden Problemen des Mittelstands Pauly; Reuter (2002), S. 94 ff. sowie o.V. (2003), S. 12.

2 http://www.kfw.de, KfW - Die Mittelstandsbank startet, 14.01.2003.

3 Der Begriff Leistungsprogramm ist angelehnt an Büschgen (1998), S. 78.


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