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Seminararbeit, 2003, 38 Seiten
Autor: Katja Leonhardt
Fach: Pädagogik - Allgemein
Details
Tags: Hochbegabung, Kindes-, Jugendalter, Förderungsmöglichkeit, Beratung
Jahr: 2003
Seiten: 38
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 23 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-22705-6
Dateigröße: 352 KB
Als Beispiel der Fördermöglichkeiten wird sich primär auf Hochbegabtenberatung bezogen. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand. Entspricht bei normaler Formatierung etwa 55 Seiten.
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Textauszug (computergeneriert)
HOCHBEGABUNG
- im Kindes- und Jugendalter -
Förderungsmöglichkeit: Beratung
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Begabung und Intelligenz – Was ist das? 4
2.1 Intelligenz 4
2.2 Hochbegabung 5
2.3 Modelle der Hochbegabung 7
2.3.1 Drei-Ringe-Modell 7
2.3.2 Triadisches Interdependenz-Modell 9
2.3.3 Differenziertes Begabungs-Talent-Modell 10
2.3.4 Münchener Modell 11
2.3.5 Implizites pentagonales Modell 11
3. Anlage-Umwelt-Frage 12
4. Eigenschaften/Merkmale hochbegabter Kinder und Jugendlicher 13
5. Identifizierung Hochbegabter 15
5.1 Bedeutung und Notwendigkeit einer Diagnose 15
5.2 Diagnoseververfahren 16
5.2.1 Formelle bzw. objektive Verfahren 17
5.2.2 Informelle bzw. subjektive Verfahren 18
5.2.3 Identifizierung hochbegabter Underachiever 19
5.2.4 Identifizierung körper- oder sinnesbehinderter Hochbegabter 19
6. Förderung Hochbegabter 19
6.1 Probleme hochbegabter Kinder und Jugendlicher 20
6.1.1 Asychrone Entwicklung 20
6.1.2 Falsche Typisierung 20
6.1.3 Schwierigkeiten im Sozialleben/Isolation 20
6.1.4 Underachievement 20
6.1.5 Familiäre Konflikte 20
6.2 Entstehung von Verhaltensauffälligkeiten 20
6.3 Was dem entgegenzusetzen ist Beispiel: Beratung 23
6.3.1 Notwendigkeit von Beratung 23
6.3.2 Schwerpunkte der Beratungsanlässe 24
6.3.3 Aufgaben der Beratung 25
[Einschub: Schule und Hochbegabung 28]
6.3.4 Ablauf einer Hochbegabtenberatung bzw. Beratungsstrategien 31
7. Appell 32
8. Für und Wider 34
9. Fazit 34
10. Literaturverzeichnis 36
1. Einleitung
Sie sind mitten unter uns – die Hochbegabten. Insofern sie auffallen, dann doch nur weil sie „immer ganz oben sind“ oder Probleme haben. Wie auch immer: Sie sind keine homogene Gruppe, auch wenn sie häufig als solche bezeichnet werden – etwa als „die Streber“, „die Elite“ oder „die Sonntagskinder“. Sie sind nicht ausnahmslos „kleine Einsteins“, „verrückt Genies“, „hochbegabte Schulversager“, „arrogante Besserwisser“ oder „Überflieger“. Und sie sind auch nicht, wie uns manche einreden wollen, die „verkannte Minderheit“.1 Einige dieser Stereotype oder Etikettierungen halten sich hartnäckig, obwohl in den vergangenen Jahren viel geschehen ist und inzwischen vielfältige Informationen zur Verfügung stehen. Dennoch wirft bereits der Begriff „hochbegabt“ Schwierigkeiten auf. Die einen sprechen von hochintelligenten, manche von hochbegabten und wiederum andere von besonders talentierten und befähigten Kindern und Jugendlichen. Sie alle meinen jedoch Kinder und Jugendliche, die über früh entwickelte, weit überdurchschnittliche Fähigkeiten und Interessen z.B. im sprachlichen, musisch-künstlerischen, logisch-mathematisch-naturwissenschaftlichen, sportlichen oder handwerklichen Bereich verfügen und sich darin beträchtlich von Gleichaltrigen unterscheiden und zwar in Bezug auf ihre Höhe und Ausprägungsrichtung. Umgangssprachlich häufig mit „Genie“ assoziiert, stellt dies bereits „eine Anerkennung schon gezeigter, gesellschaftlich relevanter und akzeptierter, weit herausragender und extrem seltener Spitzenleistungen dar“2. Hochbegabung umschließt aber insbesondere auch das (noch nicht gezeigte) Potential zu außergewöhnlicher Leistung. Nicht eine bereichsspezifische Leistungsfähigkeit (Musik, Sport etc.), sondern die breit angelegte intellektuelle Potenz bezeichnet Hochbegabung. Geprägt wurden dabei die Begriffe der „Höheren Begabung“ und „Hochbegabung“ im deutschen Sprachraum vor allem von Stern (1928), Busemann (1949), Juda (1953) und Mönks (1963), wobei deren Verwendung und „Blickwinkel“ nicht unterschiedlicher sein kann. Sowohl die
- generelle vs. spezifische Leistungsfähigkeit, wie auch die
- intellektuelle vs. nicht-intellektuelle Begabung, als auch das
- in überragenden Leistungen realisierte vs. noch nicht umgesetzte Begabungspotential
können mit ihnen angesprochen werden3, wobei Begabung in der deutschen Psychologie zunächst nichts anderes als ein endogenes Personmerkmal meint, das sich durch eine bestimmte Qualität von Handlungen in bestimmten Bereichen ausweist.4 Wie wichtig einer Gesellschaft dabei intellektuelle Leistungen sind, lässt sich u.a. im Umgang mit solchen Personen ablesen, die zu außergewöhnlichen geistigen Leistungen in der Lage sind. Dabei geht es jedoch nicht um das „Theater“, welches um erfolgreiche erwachsene Begabte wie z.B. Nobelpreisträger gemacht wird, sondern um die Behandlung der hochbegabten Kinder und Jugendlichen, die in Deutschland wenig gesellschaftliches Ansehen und Unterstützung genießen. [Ausgenommen davon sind lediglich die musisch Hochbegabten und sportlich hochleistenden Kinder, für die es auch in Deutschland schon lange eigene Schulen und Fördereinrichtungen gibt. Die Tatsache, dass die Einrichtung eines Sportgymnasiums ohne weiteres akzeptiert, ein Mathematikgymnasium jedoch als elitär verleumdet wird, kann rational kaum begründet werden.]5
2. Begabung und Intelligenz – Was ist das?
Man braucht nicht sehr tief in die Materie einzudringen, um festzustellen, dass es unterschiedliche Ansätze zur Definition von Hochbegabung gibt, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Vielzahl der Definitionen, Konzeptionen und Modelle der Begabung lassen sich unter sehr vielen verschiedenen Gesichtspunkten einordnen und klassifizieren. Die Spannweite reicht von „[…] hochbegabt ist, wer Einmaliges vollbracht hat […] bis hin zu jeder ist hochbegabt, denn jeder hat seine Stärken“.6
2.1 Intelligenz
[...]
1 vgl. Feger/Prado, 1998, S. 1
2 Albrecht/Rost in: Asanger/Wenninger, 1994, S. 294
3 vgl. Albrecht/Rost in: Asanger/Wenninger, 1994, S. 294
4 vgl. Seel, 2000, S. 66
5 vgl. Küster, 1995
6 Fels, 1999, S. 38
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