Modellierung von Informationssystemen nach dem ARIS-Konzept inkl. Fallstudie

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Details
Autor: Ralf Oestereich
Fach: Informatik - Wirtschaftsinformatik
Veranstaltung: Master of Science in Information Systems
Institution/Hochschule: Universität des Saarlandes (Wirtschaftsinformatik)
Jahr: 2003
Seiten: 27
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 272 KB
ISBN: 978-3-638-22889-3
Die vorliegende Arbeit diskutiert die Hintergründe der Modellierung von Informationssystemen nach dem ARIS-Konzept, am Beispiel eines Informationssystems für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.
Zusammenfassung / Abstract
Mit der steigenden Verbreitung von Informationstechnologie in Unternehmen einerseits und den immer komplexer werdenden Geschäftsprozessen von Unternehmen in globalen Märkten andererseits, steigt der Bedarf an ganzheitlich unterstützenden integrierenden Konzepten. Die Wirtschaftsinformatik liefert einen solchen Ansatz und untersucht Beziehungen zwischen betriebswirtschaftlichen Abläufen und der Informations- und Kommunikationstechnik. Damit die Konzepte dieser wechselseitigen Wirkung umgesetzt werden können, müssen sie durch Informationssysteme in die betrieblichen Abläufe integriert werden. Die Realisierung dieser Informationssysteme kann entweder durch Eigenentwicklung oder Kauf von Standardsoftware bzw. einzelner Softwarekomponenten erfolgen. Beide Vorgehensweisen unterscheiden sich zwar hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen, ihnen gemein ist jedoch die hohe Komplexität der Modellierung. Der Entwurf und die erfolgreiche Umsetzung eines betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozesses, wie etwa die Optimierung eines Herstellungsprozesses, bedingt die Berücksichtigung der Tätigkeiten, der Ablauf- und Aufbauorganisation, der Umfelddaten, der Kommunikation im Rahmen der Tätig-keiten, der Sicht auf die materiellen und immateriellen Leistungen und letztendlich der Integration all dieser Komponenten. Die vorliegende Arbeit diskutiert die Hintergründe der Modellierung von Informationssystemen nach dem ARIS-Konzept, am Beispiel eines Informationssystems für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Im Anschluss an die Einleitung werden zunächst die theoretischen Grundlagen diskutiert. Hierzu wird das Basis-Geschäftsmodell für ARIS vorgestellt und entlang des ARIS Vorgehensmodells die Modellierung der einzelnen Schichten dargestellt. Das Phasenmodell und schließlich das Konzept des Geschäftspro-zessmanagements (House of Business Engineering (HOBE)) wird skizziert. Im dritten Teil werden dann die theoretisch beschriebenen Konzepte durch eine Fallstudie, der Entwicklung eines Informationssystems für die Fußball-WM 2006, verdeutlicht. Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und einem Ausblick auf weiterführende Entwicklungen.
Textauszug
Hausarbeit
gemäß §7 der Prüfungsordnung für den Weiterbildungsstudiengang WINFOLine
Master of Science in Information Systems
an der Georg-August-Universität-Göttingen,
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät in der Fassung vom 26.09.2002
im Fach: Wirtschaftsinformatik
Generalthema: ARIS - Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem
Modellierung von Informationssystemen nach dem ARIS-Konzept
vorgelegt am 06.10.2003
Ralf Oestereich
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1 EINLEITUNG, ZIELSETZUNG UND METHODIK 1
1.1 EINLEITUNG 1
1.2 ZIELSETZUNG UND METHODIK 2
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN 2
2.1 ANWENDUNGSNUTZEN 2
2.2 DAS ARIS-MODELL 3
2.3 KONZEPT DER ARIS-SICHTEN 4
2.4 PHASEN- UND VORGEHENSMODELL NACH ARIS 5
2.5 MODELLIERUNGSPRINZIPIEN 7
2.6 GESCHÄFTSPROZESSMANAGEMENT (HOUSE OF BUSINESS ENGINEERING) 8
3 FALLBEISPIEL "INFORMATIONSSYSTEM FÜR DIE FUßBALL-WM 2006" 10
3.1 MODELLIERUNG DER FUNKTIONSSICHT 10
3.2 MODELLIERUNG DER ORGANISATIONSSICHT 13
3.3 MODELLIERUNG DER DATENSICHT 15
3.4 MODELLIERUNG DER STEUERUNGSSICHT 19
4 RESÜMEE UND AUSBLICK 21
LITERATURVERZEICHNIS V
EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG VI
Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: DAS ARIS-HAUS MIT PHASENMODELL 7
ABB. 2: GESCHÄFTSPROZESSMANAGEMENT NACH DEM HOBE-KONZEPT 9
ABB. 3: ZIEL- UND OBERSTE FUNKTIONSSTRUKTUR 11
ABB. 4: VOLLSTÄNDIGE DARSTELLUNG DER FUNKTIONSEBENE 12
ABB. 5: EXEMPLARISCHE DETAILLIERUNG AUF ELEMENTARFUNKTIONSEBENE 13
ABB. 6: ORGANIGRAMM DER FUßBALL AG 15
ABB. 7: BEISPIEL AUS DEM ROLLENKONZEPT 15
ABB. 8: AUSSCHNITT DER NETZTOPOLOGIE (DV-SICHT DER ORGANISATIONSSCHICHT) 16
ABB. 9: ER-DIAGRAMM ZUM SPIELE-MANAGEMENT 17
ABB. 10: EEPK DES TEILPROZESSES AKQUISITION VON SPONSOREN 20
Abkürzungsverzeichnis
ARIS Architektur integrierter Informationssysteme
BPO Business Process Owner / Geschäftsprozessverantwortlicher
BPR Business Process Reengineering
bzw. beziehungsweise
CPI Continous Process Improvement
d.h. das heißt
Def. Definition
DV Datenverarbeitung
eEPK erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette
EPK Ereignisgesteuerte Prozesskette
ERM Entity Relationship Model
f. folgende
ff. fortfolgende
FIFA Fédération Internationale de Football Association
HOBE House of Business Engineering
ISO International Standardization Organization
IT Informations-Technologie /-Technik
KPI Key Performance Indicator
KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
MIS Management Information System
S. Seite
TCO Total Cost of Ownership
u.a. unter anderem/anderen
vgl. vergleiche
WM (Fußball-) Weltmeisterschaft
z.B. zum Beispiel
1 Einleitung, Zielsetzung und Methodik
1.1 Einleitung
Mit der steigenden Verbreitung von Informationstechnologie in Unternehmen einerseits und den immer komplexer werdenden Geschäftsprozessen von Unternehmen in globalen Märkten andererseits, steigt der Bedarf an ganzheitlich unterstützenden integrierenden Konzepten. Die Wirtschaftsinformatik liefert einen solchen Ansatz und untersucht Beziehungen zwischen betriebswirtschaftlichen Abläufen und der Informations- und Kommunikationstechnik. Damit die Konzepte dieser wechselseitigen Wirkung umgesetzt werden können, müssen sie durch Informationssysteme in die betrieblichen Abläufe integriert werden. Die Realisierung dieser Informationssysteme kann entweder durch Eigenentwicklung oder Kauf von Standardsoftware bzw. einzelner Softwarekompone nten erfolgen. Beide Vorgehensweisen unterscheiden sich zwar hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen, ihnen gemein ist jedoch die hohe Komplexität der Modellierung. Der Entwurf und die erfolgreiche Umsetzung eines betriebswirtschaftlichen Geschäftsprozesses, wie etwa die Optimierung eines Herstellungsprozesses, bedingt die Berücksichtigung der Tätigkeiten, der Ablauf- und Aufbauorganisation, der Umfelddaten, der Kommunikation im Rahmen der Tätigkeiten, der Sicht auf die materiellen und immateriellen Leistungen und letztendlich der Integration all dieser Komponenten. Wie schon durch diese kurze Aufzählung ersichtlich, ist die Struktur eines solches Informationssystems komplex.1
Vor diesem Hintergrund sind eine Vielzahl von Methoden zur Unterstützung der Entwicklung von Informationssystemen geschaffen worden. Einen vertiefenden Einblick in diese Vielfalt liefert Balzert.2 Um eine Zusammenarbeit mehrerer Parteien mit unterschiedlichen Konzepten, wie es bei großen Softwareentwicklungsprojekten üblich ist, zu ermöglichen und um eine Vereinheitlichung der Konzepte zu erreichen, haben sich ferner so genannte Methoden- Rahmenwerke (Frameworks) verbreitet. Eine heute stark verbreitete und anerkannte Methode ist das ARIS Rahmenkonzept das seit 1990 von Scheer über die IDS Scheer AG entwickelt und vermarktet wird. Die Abkürzung ARIS steht dabei für "Architektur integrierter Informationssysteme". Es bietet einen Konzept zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und ein Modell für deren Management.
1.2 Zielsetzung und Methodik
Die vorliegende Arbeit diskutiert die Hintergründe der Modellierung von Informationssystemen nach dem ARIS-Konzept, am Beispiel eines Informationssystems für die Fußballweltmeisterschaft 2006. Einen Vergleich alternativer Ansätze findet sich z.B. bei Scheer.3
Im Anschluss an die Einleitung werden zunächst die theoretischen Grundlagen diskutiert. Hierzu wird das Basis-Geschäftsmodell für ARIS vorgestellt und entlang des ARIS Vorgehensmodells die Modellierung der einzelnen Schichten dargestellt. Das Phasenmodell und schließlich das Konzept des Geschäftsprozessmanagements (House of Business Engineering (HOBE)) wird skizziert.
Im dritten Teil werden dann die theoretisch beschriebenen Konzepte durch eine Fallstudie, der Entwicklung eines Informationssystems für die Fußball-WM 2006, verdeutlicht. Hierbei werden auf Basis der gegebenen Kurzbeschreibung, der organisatorischen Rahmenbedingungen, sowie der Aufgaben und Ziele bei der Ausrichtung der Fußball-WM, die einzelnen Sichten beispielhaft modelliert und diskutiert.
Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und einem Ausblick auf weiterführende Entwicklungen.
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Anwendungsnutzen
Die Modellierung von Geschäftsprozessen hat sich als Ergänzung zu betriebswirtschaftlichen Vorgehensweisen der Vergangenheit etabliert. Sie bietet den Vorteil einer halbformalen Beschreibung für betriebliche Problemstellungen, die einerseits sprachlich nachvollziehbar, anderseits auch exakt genug für eine Implementierung in Informationssystemen ist. Das ARIS-Konzept bietet eine umfassende Methodik, die von der Beschreibung betrieblicher Funktionen, über Organisationsstrukturen bis hin zum Wissensmanagement reicht. Die Bedeutung der Modellierung von Geschäftsprozessen ist in der Vergangenheit ausgiebig untersucht worden. Ihre Haupteinsatzmöglichkeiten sind:4
(a) Optimierung betrieblicher Organisationen im Rahmen eines Business Process Reengineering (BPR),
[....]
1 Scheer, A.-W.: ARIS – Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 5.
2 Balzert, H.: Lehrbuch der Software-Technik: Software -Entwicklung. 1. Aufl., Spektrum, Heidelberg et al. 1996.
3 Scheer, A.-W.: ARIS – Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 132.
4 Scheer, A.-W.: ARIS – Vom Geschäftsprozess zum Anwendungssystem. 4. Aufl., Springer, Berlin et al. 2002, S. 3.
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