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Presentation (Elaboration), 2003, 29 Pages
Authors: Isabelle Greibich, Sarah Amsoree
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Details
Institution/College: University of Trier (Fachbereich 1)
Tags: Zukunft, Bildung, Seminar, Bildung, Kulturpolitik
Year: 2003
Pages: 29
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-22991-3
File size: 349 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Trier
Pädagogik
Seminar: Bildung und Kulturpolitik
Die Zukunft der Bildung
Isabelle Greibich Sarah / Ansaree-Motlagh
1. Die Zukunft der Bildung 1
2. Bildung und ethische Maße 2
3. Manifest 9
3.1. Neurobiologische Grundlagen des Wissenserwerbs 9
3.2. Werte brauchen Erfahrungen 11
3.3. Lernen durch stellvertretende Erfahrungen 12
3.4. Konkurrenz beschleunigt Wissen 14
4. Fazit: 16
5. Die Universität in der Krise! 17
6. Die Bedeutung der Universität heute oder Kann die Universität gegenwärtig noch zur Bildung beitragen? 19
6.1. Fachstudium vs. studium generale 19
6.2. Die akademische Bildung 20
6.3. Die Didaktisierung der Hochschulen 20
6.4. Die Aufgabe von Bildung 22
7. Die Situation der Universitäten heute – eine kurze Bestandsaufnahme 24
Literaturverzeichnis 28
1. Die Zukunft der Bildung
Nicht erst durch die Pisa - Studie ist die deutsche Bildungspolitik ins Gerede geraten, daher kommt leicht die Frage auf, was Bildung überhaupt ist.
Unter den Aspekten, wie sieht unser Wissen vom Wissen und von der Grundlage der Bildung aus, und was ist gemeint, wenn von Bildung die Rede ist haben sich die Wissenschaftler: Johannes Ried; Klaus Rajewsky; Zygmunt Bauman, Hans Joas; Wolf Singer; Jürgern Baumert und Jürgen Mittelstraß, die aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen stammen dem Thema Bildung angenommen. Sie haben den Begriff „Bildung“ auf den Prüfstand genommen und anhand von verschiedenen Fragestellungen, Betrachtungsweisen und Thesen diskutiert.
Die Initiative McKinsey bildet. geht seit Juni 2001 den Fragen nach, wie ein Bildungssystem Menschen frühzeitig darin unterstützen kann, ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit zu erreichen, und sie darauf vorbereitet, ihren Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Diese Frage war nie gewichtiger als heute. Der Bildungsstandort Deutschland hat seine ehemals führende Stellung, die er bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte, verloren. Dieses gilt für die Bereiche der frühkindlichen Bildung, der Schulsysteme, den Hochschulen und der betrieblichen Weiterbildung. Führend in diesen Bereichen sind mittlerweile Länder wie Skandinavien, Asien, oder die USA. Laut den eben erwähnten Wissenschaftlern Ried, Rajewsky, Bauman, Joas, Singer, Baumert, und Mittelstraß, ist die Bildung in Deutschland ist schlecht und das deutsche Bildungswesen ist regelrecht verfallen.
Dabei ist besonders Bildung in der heutigen Informationsgesellschaft geradezu unabdingbar und gerade Deutschland, als rohstoffarmes Land, müsste seine wirtschaftliche Existenz über immaterielle Güter, wie Wissen, sichern.
Bildung lehrt den vernünftigen Umgang mit der Welt. Deshalb muss Bildung die zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft werden. Untersuchungen, in denen die Bildungssituation in Deutschland, mit der Bildungssituation von anderen Industrienationen verglichen wurden, haben verdeutlicht, dass wir über ein unzureichendes Bildungssystem verfügen. Bildung zählt als das Grundfest der menschlichen Kultur und Bildung ist erworbenes, verarbeitetes und weitergegebenes Wissen, das zu eigenverantwortlichem, kompetentem und vorausschauenden Handeln befähigt. Wissen ist aktualisierbare Erfahrung und aktualisierbar ist sie, wenn sie, auf irgendeine Weise, gespeichert wurde.
2. Bildung und ethische Maße
Von Bildung wird unter anderem auch geredet, wenn das Intellektuelle auf das Moralische trifft; und Maße, die das Leben bestimmen sollen, bleiben ohne ein intellektuelles Bewußtsein, das sie denkt und in eine Lebensform überführt, etwas rein äußerliches, ohne von ethischen oder moralischen Belang zu sein.
Wir wissen, daß Bildung nicht nur eine intellektuelle, sondern auch eine moralische Lebensform indizieren kann.
In den folgenden Thesen werden Bildung und Ethik in einem wissenschaftlichen Kontext in Bezug auf die ethische Dimension der Wissenschaft und der wissenschaftlichen Ausbildung betrachtet.
Eine über den Tagesbedarf und das berufliche Kerngeschäft hinausreichenden Bildung war noch nie so unentbehrlich wie in einer Gesellschaft, die sich nicht nur als offene, sondern auch als beschleunigende Gesellschaft versteht und zu deren Credo Innovation um jeden Preis, Mobilität ohne Ende und chamäleongleiche Flexibilität gehören. Ohne Bildungselemente geht eine offene Gesellschaft an ihrer eigenen Wandelbarkeit – vor allem, wenn diese zur Pflicht gemacht wird und keinen Aufschub duldet – zugrunde. Innerhalb der modernen Welt nimmt der Zwang zur Spezialisierung des Wissens und Könnens und zur ständigen Veränderung ständig zu. Die moderne Welt kann auch als Expertenwelt bezeichnet werden, die nur von Spezialisten beherrscht werden kann. Wer aber, wie der Spezialist, immer mehr von immer weniger weiß, ist auf die Rückseite der Universalität geraten. Er sucht diese im Detail, das nun das ganze für ihn ist. In einer Expertenwelt wird aber das alte Ideal einer gebildeten Einheit des Wissens, zumindest gesellschaftlich funktionslos. Die momentane Beschwörung der Wissensgesellschaft als Informationsgesellschaft, droht daher auch ins Leere zu gehen, wenn damit eine informierte und orientierte Gesellschaft angesprochen sein sollte.
Die Informationsgesellschaft, in die wir heute alle, willig oder unwillig gezogen werden, ist keine Orientierungswelt, auch wenn in rationalen Kulturen jede Orientierungswelt zunehmend Elemente eines Informationswissens enthalten muss.
Je reicher wir an Information und Wissen sind, desto ärmer scheinen wir an Orientierungskompetenz zu werden. Für diese Kompetenz stand aber ehemals der Begriff der Bildung.
Wo sich Wissen, Information und Orientierung auseinander bewegen, wo der Markt das Maß aller Dinge zu werden und der Mensch hinter seinen ökonomischen Werken zu verschwinden beginnt, wird Bildung zu einer konkreten Utopie und zur Zukunft einer Wissensgesellschaft, die wieder über einen intakten Wissensbegriff verfügt.
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