Ritter und Damen am Hof des Mittelalters

Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.
Install Flash Player
Details
Autor: Stephan Holm
Fach: Geschichte - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Veranstaltung: Einführung in das Studium der Geschichte 1 : MA
Institution/Hochschule: Universität Flensburg (Geschichte)
Jahr: 2001
Seiten: 13
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 189 KB
ISBN: 978-3-638-23125-1
Textauszug
Ritter und Damen am Hof des Mittelalters
Stephan Holm
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Der Ritter 4
Der religiöse Ritterbegriff 4
Das ritterliche Tugendsystem 5
Adlige Erziehung 6
3. Die höfische Dame 6
Erziehung und Bildung der adligen Frauen 7
Die Rolle der Dame auf Hoffesten 9
Das höfische Frauenbild der Dichter 10
Die Frauengemächer auf den Burgen 11
4. Höfische Liebe 11
5. Fazit 13
6. Literatur 13
1. Einleitung
Der höfische Ritter und die höfische Dame wurden gesellschaftliche Leitbilder, die jahrhundertelang gültig geblieben sind. Sie repräsentierten höfische Vollkommenheit. Das höfische Gesellschaftsideal in Deutschland ist offenbar nicht allmählich gewachsen, sondern zum großen Teil als literarischer Import aus Frankreich übernommen worden. Den negativen Erscheinungen der mittelalterlichen Wirklichkeit haben die höfischen Dichter ein Gesellschaftsbild entgegengesetzt, in dem alles fehlte, was das Leben damals beschwerlich machte: wirtschaftliche und soziale Zwänge, politische Konflikte etc... Dieses extrem unrealistische Bild der Gesellschaft ist offensichtlich als Gegenentwurf zur Realität konzipiert worden. In sozialgeschichtlichen Handbüchern ist kaum etwas über die höfische Gesellschaft zu erfahren. Im wesentlichen ist man auf poetische Texte in deutscher Sprache und bildliche Darstellungen angewiesen. Die höfischen Dichter bauten auf das „Lob der vergangenen Zeit“, da ihnen die eigenen Zeit als Epoche des Verfalls und Abstiegs erschien. Im Mittelalter wurden alle Neuerungen als Wiederherstellung der alten Ordnung aufgefasst. Das Lob der Vergangenheit war für die höfischen Dichter ein Mittel, den Abstand zwischen der rauen Wirklichkeit des adligen Lebens und dem neuen Ideal höfischer Vollkommenheit sichtbar zu machen. Man sollte sich König Artus und die Ritter der Tafelrunde zum Vorbild nehmen.
Wie sah das Leben der Ritter wirklich aus? War die Dame am Hof wirklich ein höhergestelltes Wesen? Was war die höfische Liebe, und wie unterschied sie sich von der Ehe?
2. Der Ritter
Der Schwerpunkt der ritterlich-höfischen Kultur hat immer im Westen und Süden des Reichs gelegen. Der Rhein war ihre Achse. Im 13. Jahrhundert galt es für einen Hochadligen und König als Makel, die Ritterwürde nicht zu besitzen. Zur Vorstellung von einem Ritter gehört auch der Besitz einer höfischen Bildung, die über das Kriegshandwerk weit hinausgeht. Neben Kleidung waren auch Gesten, die Sprache und Tischsitten von nicht unbeträchtlicher Bedeutung. Der christliche Ritter schafft Frieden, nicht Unfrieden. Turniere fanden selten isoliert statt, sondern in der Regel als Teil eines größeren Festes, zu dem auch Gottesdienst, Mahlzeit und Tanz gehörten. Anlass war oft eine Hochzeit, ein Friedensschluss, ein Bündnis, oder die Fastnacht. Dort wurden unter anderem auch politische Pläne geschmiedet. Die Turnierfähigkeit war auch Kriterium zur Zugehörigkeit zum Adel.1
Der religiöse Ritterbegriff
[...]
1 Vgl. Bumke, 1986, S. 120-143
Kommentare
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: