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Die nationalbibliographische Situation in Norwegen

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Melanie Kehr
Subject: Library Science, Information- / Documentation Science

Details

Event: HS: Literaturdienste und Auskunftsmittel
Institution/College: Humboldt-University of Berlin (Institut für Bibliothekswissenschaft)
Tags: Situation, Norwegen, Literaturdienste, Auskunftsmittel
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 24
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V18926
ISBN (E-book): 978-3-638-23174-9

File size: 248 KB


Excerpt (computer-generated)

Die nationalbibliographische Situation in Norwegen

 


von Melanie Maase

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung 3

1) Das Buchwesen in Norwegen 4

1.1) Allgemeines 4
1.2) Bibliotheken 5
1.3) Pflichtexemplarregelung 7

2) Die Norwegische Nationalbibliothek - Organisation, Bestände und Aufgaben 9

3) Die Nationalbibliographie 14

3.1) Geschichte und Entwicklung 14
3.2) Die laufende Nationalbibliographie – Norsk Bokfortegnelse 15
3.3) Auswahl retrospektiver Bibliographien 17

4) Die norwegische Nationalbibliothek auf dem Weg zur „Digitalen Bibliothek“ – Neuerungen, Projekte und Pläne 18

5) Schlussbetrachtung 21

Literaturverzeichnis 22

 

 


 

Vorbemerkung

Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten ist Norwegen zwar nicht flächenmäßig, aber aufgrund seiner geringen Einwohnerzahl von derzeit 4,3 Millionen ein eher kleines Land. Die Aufgabe, sich mit der nationalbibliographischen Situation in Norwegen zu beschäftigen, erweist sich dennoch als interessant und vielschichtig. In Norwegen, das bis zum Jahr 1905 jahrhundertlang unter zuerst dänischer und dann schwedischer Herrschaft stand, war Kultur stets ein Mittel zur Prägung und Bewahrung einer nationalen Identität, und sie genießt auch heute einen hohen Stellenwert. Kultur jeglicher Art wird in hohem Maße staatlich gefördert. Dies zeigt sich z.B. in der völligen Gleichstellung der beiden Schriftsprachen Norwegens, denn obwohl das Neu-Norwegische (Nynorsk), welches auf den Dialekten basiert, nur von einem geringen Teil der Bevölkerung benutzt wird, ist es dem (Alt-) Norwegischen, das auf der dänischen Sprache beruht (Bokmål), nicht untergeordnet. Auch im Rahmen der Nationalbibliographie, in der Medien beider Sprachen in einem gemeinsamen Verzeichnis zu finden sind, gilt dieses Prinzip. Die Sammlung nationalen Schrifttums ist besonders in einem Land, dessen jährliche Buchproduktion nicht sonderlich groß ist, von Bedeutung, und so wird z.B. „in den skandinavischen Ländern traditionell großes Gewicht auf die Sammlung von Bagatelldrucken und grauer Literatur gelegt“1.

Die nationalbibliographische Erfassung der norwegischen Literaturproduktion vollzog sich aufgrund der lange fehlenden Unabhängigkeit nicht durchgehend und lückenhaft, da z.B. Pflichtexemplarregelungen unter solchen Unständen schwierig umzusetzen waren. Hier, und auch z.B. in der Bildung einer verteilten Nationalbibliothek in Norwegen, zeigen sich durchaus Parallelen zur nationalbibliographischen Situation in Deutschland, dennoch soll ein solcher Vergleich nur marginal Thema dieser Arbeit sein. Diese Arbeit unternimmt den Versuch, einen generellen Überblick über die nationalbibliographische Situation in Norwegen zu vermitteln, erhebt hierbei aber aufgrund der Vielseitigkeit dieser Aufgabe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einleitend wird zunächst die Situation in Norwegen im Hinblick auf das Bibliothekswesen allgemeinen und auf die Pflichtexemplarregelung Gegenstand der Betrachtung sein. Es folgt eine Beschreibung der Norwegischen Nationalbibliothek in ihrer Organisation, ihren Beständen und Aufgaben. Im dritten Kapitel wird die Nationalbibliographie näher betrachtet, allerdings soll nur das Hauptverzeichnis, die Norsk bokfortegnelse, berücksichtigt werden. Laufende Bibliographien außerhalb der Nationalbibliographie können nur am Rande erwähnt werden, und so wird z.B. die Aufteilung der Nationalbibliographie nach Medienformen desgleichen nicht detailliert und vollständig beschrieben, da dies den Rahmen der Arbeit überschreiten würde. Selbiges gilt für die selektive Behandlung retrospektiver Bibliographien. Abschließend sollen Projekte und Pläne der Nationalbibliothek aufgezeigt werden, während die Schlussbetrachtung eine allgemeine Bewertung der nationalbibliographischen Situation in Europas nördlichstem Land gibt. Als Grundlage dienen dieser Arbeit nur wenige Monographien, die zudem bereits als relativ veraltet und daher kaum mehr als zitabel zu bezeichnen sind. Daher stützt sich die Arbeit häufig auf Internetquellen, besonders auf die Homepage der Norwegischen Nationalbibliothek2.

1) Das Buchwesen in Norwegen

Im folgenden dient eine Übersicht über das Buchwesen in Norwegen als generelle Einführung in das Thema dieser Arbeit.

1.1) Allgemeines

[...]


1 Fitschen, Annegret: Das Pflichtexemplarrecht in Dänemark, Norwegen und Schweden. Hamburg/Augsburg 1983, S. 77 (künftig zitiert als: Fitschen: Pflichtexemplarrecht).
2 http://www.nb.no.


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