Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Der Reiseführer als Gebrauchstext - Aufbau, Funktion, Ausblicke close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Der Reiseführer als Gebrauchstext - Aufbau, Funktion, Ausblicke

Scholary Paper (Seminar), 2000, 22 Pages
Author: Melanie Kehr
Subject: Library Science, Information- / Documentation Science

Details

Event: Proseminar: Gattungen der zeitgenössischen Printmedien
Institution/College: Humboldt-University of Berlin (Institut für Bibliothekswissenschaft)
Tags: Reiseführer, Gebrauchstext, Aufbau, Funktion, Ausblicke, Proseminar, Gattungen, Printmedien
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 22
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V18928
ISBN (E-book): 978-3-638-23176-3

File size: 234 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Reiseführer als Gebrauchstext –
Aufbau, Funktion, Ausblicke

 

 


von Melanie Maase

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung 3

1. Begriffsklärung 4

2. Unterscheidung von Reiseführern und Reiseberichten 5

3. Die Gebrauchsfunktion  7

3.1. Der Reiseführer als Gebrauchstext 7
3.2. Ansprüche in Bezug auf formale Aspekte 9

3.2.1. Die äußere Gestaltung 9
3.2.2. Die innere Gestaltung 10

4. Erscheinungsformen und Konzeptionen 11

5. Die Ausrichtung auf das Lesepublikum 12

6. Die Verlagslandschaft 15

7. Bedeutung für den Buchhandel und Bibliotheken 17

8. Ausblicke 19

Literaturverzeichnis 21

 


 


Vorbemerkung

Das Reisen genießt einen hohen Wert in der bundesdeutschen Gesellschaft. Die deutsche Bevölkerung gilt als einer der `Weltmeister im Reisen´, und der sich immer mehr ver- breitende Individual- und der sogenannte Abenteuertourismus läßt kein noch so exotisches Land unentdeckt. In diesem Zusammenhang spielt auch der Reiseführer als eine Gattung der zeitgenössischen Printmedien eine nicht unbedeutende Rolle, und er ist ebenso geprägt von der Reisebewegung und ihren Trends. Das Merkmal der Aktualität zeichnet den Reiseführer in allen Bereichen aus und ermöglicht so dem Reisenden Orientierung. Der Reisende muß sich die Kenntnisse über die Kultur, die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten eines Landes schaffen, und dies geschieht „entweder durch professionelle Reiseleiter, oder auf eigene Faust, mit dem Reiseführer in der Hand“1. Dieser letztgenannten Möglichkeit möchte sich diese Arbeit widmen. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, die Gattung des Reiseführers zu definieren und sie unter inhaltlichen und formalen Aspekten darzustellen. Die Abgrenzung zum oft verwechselten Begriff des `Reiseberichts´ wird unternommen, auch die Abgrenzung des Reiseführers von fiktionaler Literatur und die Hervorhebung seiner Eigenschaften als gebrauchs- und anwendungsbezogener Text. Vorteile formaler Art werden gleichfalls aufgezeigt.

Die Verlagslandschaft der Reiseführer lässt sich hier nicht umfassend darstellen, sondern es soll nur ein allgemeiner Überblick gegeben werden, da diese ständigen Veränderungen unterworfen ist. In diesem Zusammenhang erhebt die vorliegende Arbeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Am Ende werden mögliche Perspektiven der Gattung des Reiseführers erwähnt, der ständigen Veränderungen in Bezug auf Reisemode und Zielgruppe unterworfen ist, ebenso wie seine mögliche Zukunftsentwicklung in Bezug auf die `Neuen Medien´.

1. Begriffsklärung

Reiseführer unterliegen dem generellen Anspruch, „den Reisenden durch ein ihm unbekanntes Gebiet [zu] führen“2, ermöglichen ihm also Orientierung. Allerdings geschieht dies besonders im Hinblick auf Informationen, die den Reisenden interessieren, d.h. unter „touristischen Gesichtspunkten“3. Der Text und die Informationen eines Reiseführers werden den Bedürfnissen des Touristen gerecht, unnötige Informationen werden gemieden, um ein schnelles Zurechtfinden zu ermöglichen. So definiert auch Sabine Gorsemann den Charakter einer touristischen Reise als den „ [...] einer zeitlich begrenzten Erholungs- und Vergnügungsreise, in deren Verlauf selbst ein Tourist mit großem theoretischen Interesse für sein Reiseziel kaum ein Pensum zahlreicher Fachbücher zu den verschiedenen Themenbereichen absolvieren könnte, die in einem Reiseführer behandelt werden.“4 Die Informationen werden zu einer für den Touristen adäquaten Form zusammengefasst und konzentrieren sich auf Aspekte wie Sehenswürdigkeiten und Unterkunftsmöglichkeiten. Ebenso ermöglichen Reiseführer dem Reisenden, seine Reise im voraus zu planen und nehmen nicht selten Einfluss auf deren Gestaltung. Sie weisen auf „mögliche Routen ...und die praktische Organisation der Reise“5 hin. Mit der ihm beinhalteten Auswahl könnte er die Reiseplanung begrenzen , sollte aber eine große Bandbreite von Reisemöglichkeiten aufzeigen, aus denen der Tourist auswählt.6 Der Reiseführer als Untergattung der Ratgeber gehört dem Sachgebiet der Geographie7 an. Er zählt gleichfalls zur nichtfiktionalen Literatur. Er zeichnet nicht ein mögliches Abbild der Realität, wie es der fiktionalen Literatur zu eigen ist8, sondern versucht, für den Benutzer ein möglichst genaues, bestehendes Bild der Wirklichkeit zu vermitteln. Er zeigt nicht ein mögliches Modell der wirklichen Welt, sondern die wirkliche Welt selbst.

Es läßt sich also zusammenfassend feststellen:

„Reiseführer sind insofern Sach- und Gebrauchstexte, als sie ihren Gegenstand der Realität entnehmen und ihn literarisch reproduzieren.“9 Dies bedeutet jedoch nicht, daß Reiseführer keine Elemente enthalten können, die normalerweise fiktionale Texte auszeichnen. Die gelegentliche Abwechslung des sachlich- deskriptiven Stils durch einen narrativen Stil mit einer Verwendung epischer Stilmittel dient vielmehr der Unterhaltung des Lesenden. Diesem wird durch „solche strukturelle Abwechslung ein[...] Leseanreiz [ge]schaffen“10, der bei sachorientierten Texten oftmals verloren gehen könnte. So kann ein Reiseführer sowohl die Funktion der Information vor und während einer Reise übernehmen, als auch der Unterhaltung des Benutzers dienen.

2. Unterscheidung von Reiseführern und Reiseberichten

[...]


1 Pretzel, Ulrike: Die Literaturform Reiseführer im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main 1995, S.9.
2 Hiller, Helmut: Wörterbuch des Buches. Frankfurt am Main 51991, S.253.
3 Umlauf, Konrad: Moderne Buchkunde. Wiesbaden 1996, S.83.
4 Gorsemann, Sabine: Bildungsgut und touristische Gebrauchsanweisung. Münster 1995, S.41.
5 Umlauf, Konrad: a.a.O., S.83.
6 „Es liegt nahe, daß der Reiseführer damit auch in gewissem Maße Einfluß auf das Reiseverhalten, die angestrebten Reiseziele des Benutzers hat.“ Pretzel, Ulrike: Die Literaturform Reiseführer im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main 1995, S.24.
7 Vgl. Umlauf, Konrad: a.a.O., S.83
8 Vgl. zur Defintion fiktionaler Texte: Vogt, Jürgen: Aspekte erzählender Prosa. Opladen 71990, S.13-40.
9 Gorsemann, Sabine: Bildungsgut, S.109.
10 Ebd., S.138.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Länderstudie des Beitrittslandes Malta

Author: Daniel Keuper
Politics - International Politics - Topic: European Union, 2003 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Vergleich des E-Recruiting mit dem klassischen Recruiting

Author: Markus Renze
Psychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology, 2002 Download as PDF-file for 3,49 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/18928/der-reisefuehrer-als-gebrauchstext-aufbau-funktion-ausblicke
please wait Please wait