Apples iTunes Music Store - Ein Modell für eine Trendwende in Deutschland?

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Details
Autoren: Sven Koerbitz, Sönke Petersen
Fach: Wirtschaft - Sonstiges
Veranstaltung: Electronic Business - Interactive Services
Institut: Universität der Künste (Institut of Electronic Business)
Jahr: 2003
Seiten: 44
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 326 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-23210-4
ISBN (Buch): 978-3-638-70026-9
Zusammenfassung / Abstract
Eignet sich das Modell des iTunes Music Stores auch für eine Trendwende zugunsten von Online Music Stores in Deutschland? Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt? Was differenziert das Angebot von Apple von anderen Anbietern am Markt? Ist das Preismodell des iTunes Music Stores von 0,99 US-$ pro Song auf Deutschland übertragbar? Das Ziel dieser Arbeit ist es diese Fragen mit einem Fokus auf den deutschen Markt zu beantworten und die Entwicklung der nächsten zwei bis drei Jahre zu prognostizieren.
Textauszug (computergeneriert)
Universität der Künste
Fachbereich: Electronic Business
Interactive Services
Apples iTunes Music Store
-
Ein Modell für eine Trendwende in Deutschland ?
Sven Koerbitz / Sönke Petersen
24. September 2003
Gliederung
1 Einleitung 1
2 Marktentwicklung 3
2.1 Phonoindustrie 3
2.2 Filesharing 4
2.3 Online Vertrieb 7
3 Online Music Stores 9
3.1 Past 9
3.1.1 Music On Demand 9
3.1.2 musicdownload24 10
3.1.3 AOLmusik 10
3.2 Present 11
3.2.1 iTunes Music Store 11
3.2.2 Popfile 15
3.2.3 OD2/ Hotvision 16
3.2.4 Weblisten 17
3.2.5 EMusic 19
3.3 Future 20
3.3.1 PhonoLine 21
3.3.2 Napster 2.0 23
3.4 Fazit 24
4 Wirtschaftlichkeit 25
4.1 Wertschöpfungsstruktur 25
4.2 iTunes Music Store 27
4.3 99 Cent pro Song in Deutschland? 30
5 Phonomarkt 2005/2006 33
6 Fazit 35
7 Quellenverzeichnis 38
7.1 Literatur 38
7.2 Online Quellen 38
7.1 Literatur 38
7.2 Online Quellen 38
„Ihr alle entscheidet wie viel Musik wert ist – wenn
ihr glaubt, sie sollte umsonst sein, dann wird sie umsonst sein.“
Bob Mould (2003)1
„Das ist gigantisch, das ist wirklich cool!“
Steve Jobs (2003)2
1 Einleitung
Das Herunterladen von Musik über Filesharing-Netzwerke hat sich in den letzen Jahren zu einem Massenphänomen entwickelt. Während allein in den USA ca. 35 Millionen Internet-User virtuelle Tauschbörsen wie Kazaa oder Soulseek nutzen, gibt es nach Schätzungen von Marktanalysten weltweit gerade einmal 400.000 Nutzer kommerzieller Musikdownloadangebote.3 Seit Jahren klagt die Phonoindustrie beständig über sinkende Umsätze und macht hauptsächlich die Musiktauschbörsen für diese Entwicklung verantwortlich. Die Nutzer von Filesharing-Netzwerken argumentieren dagegen, daß es an einem entsprechenden Angebot von Seiten der Phonoindustrie mangeln würde, um Musik einfach, preiswert und legal aus dem Internet zu laden.
Dabei wurden in den letzten Jahren immer wieder Versuche unternommen, kommerzielle Musikdownloadangebote auf dem Markt zu etablieren. Kein Modell konnte bisher jedoch den Bedürfnissen der Kunden genügen und sich am Markt durchsetzten. Die, von Skepsis gegenüber dem neuen Medium geprägte, zögerliche Haltung der Phonoindustrie ist an dieser Situation nicht unschuldig. Obwohl in den Bereichen Produktion und Distribution beim Online Vertrieb bis zu 80 % der Kosten eingespart werden können, ist Kauf von Musik als MP3-Datei preislich häufig kaum attraktiver als der Kauf einer Audio-CD im Fachhandel.4 Neben dem hohen Verkaufspreis sind die angebotenen Dateien für den Kunden oftmals unhandlich, da sie sich, durch die Implementierung verschiedenster DRM-Maßnahmen (Digital Rights Management) zum Schutz der Musikdateien vor illegalen Kopien, nur an einem Computer mit einer Software Abspielen lassen und nicht auf CD-Rs oder portable Abspielgeräte übertragen werden können. Um gegen das Massenphänomen Filesharing vorzugehen, greift die Phonoindustrie zur Zeit zum letzten Mittel und geht mit juristischen Schritten nicht mehr nur gegen die Betreiber, sondern auch gegen einzelne Nutzer von Musiktauschbörsen vor.
Mitten in dieser Krise verbreitet sich plötzlich eine ungewohnte Euphorie in der Phonoindustrie und immer öfter wird von einer Trendwende geredet. Der Grund für diesen Stimmungswandel ist der unterwartete Erfolg des am 28. April 2003 eröffneten iTunes Music Store des Hard- und Softwareherstellers Apple. Innerhalb von nur einer Woche verkaufte Apple über den Online Music Store mehr als eine Million Songs zu einem pauschalen Stückpreis von 99 US-Cent. Obwohl der iTunes Music Store ausschließlich Macintosh Benutzer in den USA zugänglich ist, verkaufte Apple allein in den ersten drei Wochen „mehr als der Rest der Konkurrenz im gesamten ersten Betriebsjahr von [den Online Music Stores] Pressplay und MusicNet“.5 Nach diesem Erfolg setzt ein ungewohnter Aktionismus in der Branche ein und immer mehr Unternehmen intensivieren ihre Bemühungen an eigenen Konzepten, mit denen sie zum Teil planen, noch in diesem Jahr an den Markt zu kommen. Auch Apple plant, das Angebot des iTunes Music Store auf andere Phonomärkte und das Betriebssystem Windows zu erweitern.
Eignet sich das Modell des iTunes Music Stores auch für eine Trendwende zugunsten von Online Music Stores in Deutschland? Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt? Was differenziert das Angebot von Apple von anderen Anbietern? Ist das Preismodell des iTunes Music Stores von 0,99 US-$ pro Song auf Deutschland übertragbar? Das Ziel dieser Arbeit ist es diese Fragen mit einem Fokus auf den deutschen Markt zu beantworten und die Entwicklung der nächsten zwei bis drei Jahre zu prognostizieren.
Unter dem Begriff Online Music Stores werden im Rahmen dieser Arbeit Shopsysteme verstanden, die den Kauf und das Laden von Musik in Dateiformaten aus dem Internet ermöglichen. Portale wie mp3.com, die sich in erster Linie an die Nachwuchsmusiker wenden, und Streaming Dienste werden nicht in dieser Arbeit thematisiert.
[....]
1 Röttgers, Janko (2003), o.S..
2 Ebd.
3 Vgl. Rötzer, Florian (2003), o.S. und Patalong, Frank; Apple macht der Konkurrenz Druck (2003), o.S..
4 Vgl. Becker, Andreas; Ziegler, Marc (2000), S. 15.
5 Patalong, Frank; Apple macht der Konkurrenz Druck (2003), o.S..
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