Wirtschaft in Indien

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Details
Autor: Carolin Holzmann
Fach: Politik - Int. Politik - Region: Südasien
Veranstaltung: Entwicklungspolitik
Institution/Hochschule: Universität Duisburg-Essen (Institut für Politikwissenschaft)
Jahr: 2003
Seiten: 12
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 149 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-23419-1
spezifisches Thema zum Schlagwort "Asien - die größte Demokratie Indien", auch aus wirtschaftspolitischer Sicht interessant
Textauszug (computergeneriert)
Wirtschaft in Indien
von Carolin Holzmann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 2
2. Wirtschaftliche Entwicklung Indiens
2.1. britische Kolonialherrschaft Seite 2
2.2.“mixed economy“ – Marktwirtschaft und Planwirtschaft Seite 3
2.3.Indien nach der Liberalisierung Seite 5
4. Indien in der Weltwirtschaft
4.1. Welthandelsorganisation Seite 7
4.2. Indien Rolle in der Weltwirtschaft Seite 8
5. Fazit Seite 9
6. Literaturverzeichnis Seite 11
1. Einleitung
Die Bedeutung Indiens ist vor allem durch die Größe des Landes und seiner Einwohnerzahl signifikant. Indien stellt mit rund einem Sechstel der Weltbevölkerung nicht nur die größte Demokratie der Erde dar, es ist neben China auch das größte Entwicklungsland. Und so zeigt sich gerade hier die Komplexität der Entwicklungsproblematik in besonderer Weise, betrachtet man zum Beispiel die Notwendigkeit, Verwaltungsstrukturen und ausreichende Infrastruktur auf dem Subkontinent zu errichten, aber auch religiöse, kulturelle und sprachliche Traditionen in einem Land größter regionaler Vielfalt bei der Entwicklung nicht außer Acht zu lassen. Die Armut von Millionen und die Schwierigkeit, die Energieversorgung für über eine Milliarde Menschen zu gewährleisten, stellen Indien vor ein nicht zu übersehendes ökologisches Problem: die Abholzung der Wälder zur Brennstoffgewinnung. Doch auch die Umsetzung der Bildungsmaßnahmen für die gesamte Bevölkerung sowie die Bereitstellung der medizinischen Versorgung stellen gewaltige Anforderungen für einen Staat dieser Größenordnung dar. Auch wenn letztere sich also auf viele Bereiche der Entwicklung mit einen Mehr an Aufwand und damit erschwerend auswirkt, könnte doch gerade in der Größe Indiens ein enormes Potential in ökonomischer Hinsicht liegen. Deshalb möchte ich nun die wirtschaftliche Situation Indiens näher behandeln:
2. Die wirtschaftliche Entwicklung Indiens 2.1. Britische Kolonialherrschaft Ich möchte zunächst auf die wirtschaftliche Entwicklung in Indien eingehen, die vor allem unter dem Aspekt der beinahe 200 Jahre andauernden Kolonialherrschaft Großbritanniens auf dem Subkontinent zu betrachten ist. Diese band Indien zwar ab dem 19. Jahrhundert durch Textilhandel und den Export von Agrarprodukten an den Weltmarkt, bewirkte jedoch keine positive Marktintegration. Es entstand eine “parasitäre Symbiose“ die gekennzeichnet war durch die Ausbeutung Indiens. 1 “Der Parasit nistete sich in seinem Wirt ein, ohne dessen Grundstruktur zu verändern und sorgte dafür, dass der agrarfiskalische Kreislauf ihn nun miternährte, ohne dass er seinerseits etwas zum Lebensunterhalt des Wirts beitrug.“ 2 Indien war unter britischer Herrschaft ein abhängiges Agrarland, gebeutelt von Hungerkrisen während wiederkehrender Dürreperioden und hatte kaum industrielles Wachstum zu verzeichnen. “Die Briten hatten ein ungleichgewichtiges Wirtschaftssystem, ausgerichtet an den Interessen der Metropole, … hinterlassen.“ 3 Während des zweiten Weltkrieges, der in der Zeit einer weltweiten Wirtschaftskrise stattfand, kaufte die Kolonialmacht einen Großteil der indischen Produktion durch Schuldverschreibungen und bewirkte damit eine Umkehrung des bisherigen wirtschaftlichen Verhältnisses der beiden Staaten: Indien war nun Gläubiger der einstmals größten Handelsnation Europas.
2.2. „mixed economy“ – Marktwirtschaft und Planwirtschaft
[...]
1vgl. Rothermund, Dietmar: Indiens wirtschaftliche Entwicklung. Von der Kolonialherrschaft bis zur Gegenwart, Paderborn u.a., 1985, S. 31 ff
2 ebd., S. 32
3 Schwerin, Kerrin Gräfin von: Indien, München 1988, S. 147
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