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Schreibkonferenzen in der Grundschule

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 22 Pages
Author: Katharina Best
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Event: Hauptseminar: Prozessorientierter Schreibunterricht
Institution/College: Justus-Liebig-University Giessen (Germanistik)
Tags: Schreibkonferenzen, Grundschule, Hauptseminar, Prozessorientierter, Schreibunterricht
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 22
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V19526
ISBN (E-book): 978-3-638-23625-6
ISBN (Book): 978-3-638-64617-8
File size: 261 KB

Abstract

Schreibkonferenzen - Schon der Begriff macht neugierig, wenn man bedenkt, dass sich diese Form von Aufsatzunterricht vor allem in der Grundschule etabliert hat. Sich acht- bis zehnjährige Kinder als Mitarbeiter einer Konferenz vorzustellen ist in der Tat zunächst etwas befremdlich. Manch einer mag vielleicht auch behaupten, dass „Schreibkonferenz“ zwar ein imposanter Begriff ist, letztendlich jedoch nicht viel dahinter steckt. Schließlich geht es im Deutschunterricht der Grundschule doch nur darum, ein bisschen lesen und schreiben zu lernen. Oder etwa nicht? Nach der Klärung des Begriffes "Schreibkonferenz" sollen Möglichkeiten aber auch Schwachstellen dieses Aufsatzunterrichts aufgezeigt werden.


Excerpt (computer-generated)

Schreibkonferenzen in der Grundschule

 


von Katharina Best

Inhalt

1. Einleitung 2

2. Schreibkonferenz – Begriffsklärung, Ablauf und Organisation. 3

2.1 Schreibkonferenz – Was ist das?  3
2.2 Wichtige Regeln für den Ablauf von Schreibkonferenzen 3
2.3 Ablaufdiagramm für Schreibkonferenzen  6
2.4 Organisation von Schreibkonferenzen und ihre Einbettung in den Unterricht  6
2.7 Wann und wie führe ich in das Arbeiten mit Schreibkonferenzen ein?  7

3. Welche Vorteile bieten Schreibkonferenzen?  9

3.1 Schreibkonferenzen statt Aufsatzschreiben  9
3.2 „Writing is rewriting“  9
3.3 Warum freies Schreiben 11

4. Schwierigkeiten auch mit Schreibkonferenzen  14

5. Schlusswort 18

6. Quellenverzeichnis  20

 

 

 

 


1. Einleitung

Im Rahmen des Seminars „Prozessorientierter Schreibunterricht“ interessierte mich besonders das Thema „Schreibkonferenzen.“ Schon der Begriff macht neugierig, wenn man bedenkt, dass sich diese Form von Aufsatzunterricht vor allem in der Grundschule etabliert hat. Sich acht- bis zehnjährige Kinder als Mitarbeiter einer Konferenz vorzustellen ist in der Tat zunächst etwas befremdlich. Manch einer mag vielleicht auch behaupten, dass „Schreibkonferenz“ zwar ein imposanter Begriff ist, letztendlich jedoch nicht viel dahinter steckt. Schließlich geht es im Deutschunterricht der Grundschule doch nur darum, ein bisschen lesen und schreiben zu lernen. Oder etwa nicht? In dieser Arbeit möchte ich zunächst klären, was man unter dem Begriff „Schreibkonferenz“ überhaupt versteht. Des Weiteren werde ich Möglichkeiten aufzeigen, die dieser Aufsatzunterricht Grundschulkindern bietet, aber auch seine Schwachstellen darlegen.

Hauptsächlich beziehe ich mich in meinen Ausführungen auf Gudrun Spitta. Gemeinsam mit anderen Lehrer/innen arbeitete sie mit zahlreichen Berliner Grundschulklassen der Jahrgangsstufen drei und vier und hielt ihre Beobachtungen in dem wohl bisher umfassendsten Aufsatz in deutscher Sprache über Schreibkonferenzen „Schreibkonferenzen in Klasse 3 und 4“ fest. Da mein zukünftiger Tätigkeitsbereich die Primarstufe sein wird, werde ich mich in dieser Hausarbeit auf Schreibkonferenzen in der Grundschule konzentrieren. Vieles ist jedoch (gegebenenfalls in abgewandelter Form) auf die Sekundarstufe zu übertragen.

2. Schreibkonferenz – Begriffsklärung, Ablauf und Organisation

2.1 Schreibkonferenz – Was ist das?

Sonja (3. Schuljahr) beschreibt für einen Elternabend, was man unter einer Schreibkonferenz versteht: „[...] Dann machst du eine Schreibkonferenz mit ein bis zwei Kindern, manchmal sogar noch mit der Lehrerin. Aber nun will ich erst mal richtig erklären, was eine Schreibkonferenz ist. Man setzt sich mit zwei Kindern in eine ruhige Ecke. Derjenige, dem der Entwurf gehört, liest seinen Entwurf vor, und die anderen Mitarbeiter sagen eben, was derjenige vielleicht besser schreiben könnte. Zum Beispiel auf den Punkt am Satzende achten, auf Satzanfänge, auf wörtliche Rede usw. [...]1“

Der Begriff Schreibkonferenz (auch Schreibwerkstatt oder Schreibgespräch) bezeichnet demnach ein Verfahren, einen selbstverfassten Text einer kleinen kritischen Öffentlichkeit zu präsentieren, welche dem Verfasser daraufhin Rückmeldung über sein Werk gibt. Aus den Reaktionen der Konferenzteilnehmer erhält der Autor Hinweise für eine eventuelle Überarbeitung des Textes. Bei professionellen Schreibern sind solche Schreibkonferenzen üblich, um die Qualität ihrer Texte zu überprüfen und gegebenenfalls Veränderungen vorzunehmen. In der Grundschuldidaktik taucht der Begriff erstmals Anfang der achtziger Jahre in England bei Donald H. Graves auf. Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept zur Arbeit mit Schreibkonferenzen insbesondere von Gudrun Spitta aufgenommen und weiterentwickelt.

2.2 Wichtige Regeln für den Ablauf von Schreibkonferenzen2

[...]


1 Sonja; zit. n. Gudrun Spitta (1992)
2 vgl. Elisabeth Simon (1997), Gudrun Spitta (1992), Inge Sukopp (1996)


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