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Scholary Paper (Seminar), 2003, 13 Pages
Author: Katharina Best
Subject: French - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: Justus-Liebig-University Giessen (Romanistik)
Tags: Englisch, Französisch, Welche, Fremdsprache, Grundschule, Frühes, Fremdsprachenlernen, Französisch
Year: 2003
Pages: 13
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-23626-3
File size: 234 KB
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Excerpt (computer-generated)
Englisch oder Französisch? Welche Fremdsprache
sollte in der Grundschule gelehrt werden?
von Katharina Best
Inhalt
1. Einleitung 2
2. Historische Entwicklung 2
3. Bestimmungen laut Schulgesetz und Rahmenplan 3
4. Französisch 4
4.1 Gründe für Frühfranzösisch allgemein 4
4.2 Französischlernen in Grenzregionen: Lerne die Sprache des Nachbarn 6
5. Gründe für Englisch 6
6. Persönliche Stellungnahme 8
7. Quellenangabe 10
1. Einleitung
Das Fremdsprachenangebot in der Grundschule ist in den einzelnen Bundesländern Deutschlands sehr unterschiedlich und damit auch sehr vielfältig. Während einige Länder sich auf eine Sprache festlegen (z.B. Nordrhein-Westfalen (ab 2003) und Berlin (seit dem 01.08.2002) auf Englisch, das Saarland auf Französisch), ist u.a. in Hessen die Wahl der Sprache den Schulen selbst überlassen. Oft wird sich im Rahmen dieser Selbstbestimmung vorschnell für das Englische entschieden, ohne über Vor- und Nachteile dieser und anderer Sprachen überhaupt nachzudenken. Gerade in den grenznahen Gebieten Deutschlands böte es sich doch an, auch einmal über eine Begegnung mit den Nachbarsprachen, d.h. Polnisch, Tschechisch, Französisch, Niederländisch und Dänisch nachzudenken. Besonders da in der Grundschule ja auch die Möglichkeiten zur Begegnung eine zentrale Rolle spielen, sollte man diese Alternativen nicht vorschnell ausschließen. Ebenso wären als Fremdsprachen für die Primarstufe die Herkunftssprachen der ausländischen Kinder einer Schule denkbar, da die erworbenen Kenntnisse direkt und spontan angewendet werden könnten. Das Problem hierbei ist jedoch, unter den oft sehr zahlreichen Migrationssprachen auszuwählen. Hinzu kommt, dass entsprechende Lehrkräfte, ähnlich wie auch bei den meisten Nachbarsprachen fehlen und dass die Kinder nicht immer die Standartsprache, sondern oft eine regionale Varietät sprechen. In diesem Referat werde ich mich darauf beschränken, die Vor- und Nachteile von Frühenglisch bzw. –französisch herauszuarbeiten, da diese beiden Sprachen derzeit die am häufigsten unterrichteten in Deutschland sind und auch vom hessischen Rahmenplan für die Grundschule empfohlen werden.
2. Historische Entwicklung
Von allen Ländern der BRD kann Hessen auf die längste Geschichte des Fremdsprachenlernens in der Grundschule zurückblicken. Bereits 1961 wurde zum ersten Mal der Versuch gestartet, Englisch in einer dritten Klasse zu einzuführen. Von da an wurden in ganz Deutschland Versuchsschulen für den frühen Englischunterricht bekannt. Nachdem sich 1970 die Kultusministerkonferenz für die Erprobung des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule ausgesprochen hatte, wuchs das Interesse von Seiten der Schulen ständig und die punktuellen Versuche wurden mehr und mehr zu flächendeckenden ausgeweitet. Durch die größere Unterstützung der Kultusbehörden war es nun auch eher möglich diese Probeläufe wissenschaftlich zu begleiten.
Ebenfalls 1970 wurde per Erlass den Lehrern die Möglichkeit eingeräumt, eine Erweiterungsprüfung im Fach Englisch mit dem Schwerpunkt Grundschul-Englisch abzulegen. Ein Jahr später wurde daraufhin zunächst an der Universität Frankfurt/Main und später auch in Gießen und Kassel ein entsprechender Studiengang eingerichtet. Das Ziel des frühen Fremdsprachenunterrichts war in den 60er und 70er Jahren jedoch noch ein etwas anderes als heute. Die Versuche sollten vor allem Erkenntnisse darüber bringen, ob mit der Vorverlegung in die Primarstufe die Endleistungen fremdsprachlichen Könnens verbessert werden1. Fächerübergreifende Ziele, wie die Erziehung zu Toleranz und Völkerverständigung, Relativierung und Erweiterung des muttersprachlich begrenzten Weltbildes galten auch, waren aber sekundär. Trotz der eindrucksvollen Ergebnisse, die diese Schulversuche vorweisen konnten2, wurde der Frühbeginn derzeit nicht institutionalisiert. Erst 1989 ermöglichte Hessen als erstes Bundesland den Beginn des englischen oder französischen Sprachunterrichts ab der dritten Klasse, sofern die personellen und materiellen Voraussetzungen dafür an der jeweiligen Schule gegeben waren.
3. Bestimmungen laut Schulgesetz und Rahmenplan
[...]
1 vgl. Sauer, 1993 in Gisela Schmidt-Schönbein, 2001
2 vgl. Doyé, 1990 in dgl.,2001
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