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Energiemanagement

Termpaper, 2003, 26 Pages
Author: Volker Schauerhammer
Subject: Industrial Engineering and Management

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 26
Grade: bestanden
Language: German
Archive No.: V19875
ISBN (E-book): 978-3-638-23907-3

File size: 510 KB
Notes :
Die vorliegende Studienarbeit wurde im Rahmen der o. g. Veranstaltung als Prüfungsvorleistung erbracht.



Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule Hildesheim / Holzminden / Göttingen
Fachbereich Bauingenieurwesen
Studiengang Immobilienwirtschaft und –management
Wintersemester 2003 / 2004

Prüfungsvorleistung Facilities Management (PVL)

Energiemanagement

Volker Schauerhammer

 

 

INHALTSVERZEICHNIS  2

ABBILDUNGSVERZEICHNIS  3

1. PRÄAMBEL  4

2. ENERGIEMANAGEMENT IM GEBÄUDELEBENSZYKLUS  7

2.1. ENERGIEMANAGEMENT IN DER BAULEITPLANUNG  10
2.1.1. Die Positionierung  10
2.1.2. Die Ausrichtung  10
2.1.3. Die Gebäudeform  11

2.2. ENERGIEMANAGEMENT IN DER GEBÄUDEPLANUNG  11
2.2.1. Die Gebäudekonzeption  12
2.2.1.1. Technische Möglichkeiten – Ein Überblick  13
2.2.1.1.1. Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) und deren Automation  14
2.2.1.1.2. Raumlufttechnische Anlagen (RLT) und Wärmerückgewinnung  14
2.2.1.1.3. Die Wärmedämmung  15
2.2.2. Die Gebäudeplanung  16
2.2.3. Die Betriebsphase  16

2.3. ENERGIEMANAGEMENT IM GEBÄUDEBETRIEB  17
2.3.1. Durch Controlling zum Ziel   17
2.3.1.1. Benchmarking als Unterstützung des Controllings  19
2.3.2. Durch Management von Lasten und Spitzenverbräuchen zum Ziel  20
2.3.3. Instandhaltungsstrategien als Aufgabe des Energiemanagements  22
2.3.4. Innovative Energietechniken ohne eigene Investitionen  22

3. FAZIT  24

LITERATURVERZEICHNIS  26

 

Abbildungsverzeichnis
ABB. 1: ENERGIEFLUSS-SCHEMA (QUELLE: U.S. DEPARTMENT OF ENERGY - ENERGY INFORMATION ADMINISTRATION, ENERGY OVERVIW - ANNUAL ENERGY REVIEW 2000, S. 2)  4

ABB. 2: GLIEDERUNG DES ENERGIEMANAGEMENTS IM RAHMEN DES FACILITY MANAGEMENTS NACH DER GEFMA-RICHTLINIE 100 (QUELLE; GEFMA, RICHTLINIE 100 - FACILITY MANAGEMENT - BEGRIFFE, STRUKTUREN, INHALTE, 1996)  8

ABB. 3: EINFLUSSFAKTOREN AUF DEN GEBÄUDEBETRIEB UND DEN ENERGIEVERBRAUCH EINES GEBÄUDES
(QUELLE: BECKER, PROF. DR. MARTIN, INFORMATIONSMANAGEMENT UND GEBÄUDEAUTOMATION ALS HILFSMITTEL FÜR EFFIZIENTES ENERGIEMANAGEMENT IN ÖFFENTLICHEN LIEGENSCHAFTEN, S. 3)  9

ABB. 4: PHASEN DER GEBÄUDEPLANUNG (QUELLE: HENZELMANN, DR. TORSTEN, A. A. O., S. 177)  12

ABB. 5: MÖGLICHE LEISTUNGSSTUFEN EINES ENERGIEKONZEPTES (QUELLE: HENZELMANN, DR. TORSTEN, A. A. O., S. 178)  13

ABB. 6: SCHEMATISCHE DARSTELLUNG - LÜFTUNG (QUELLE: EIGENE DARSTELLUNG)  15

ABB. 7: KREISLAUF EINES ENERGIECONTROLLING (QUELLE: EIGENE DARSTELLUNG, IN ANLEHNUNG AN TEXTLICHE ERLÄUTERUNGEN VON HENZELMANN, DR. TORSTEN, A. A. O., S. 179)  17

ABB. 8: EINFLUSSMÖGLICHKEITEN AUF DEN ENERGIEBEZUG (QUELLE: HENZELMANN, DR. TORSTEN, A. A. O., S. 182)  21

 

1. Präambel

Bis vor kurzem wurden Immobilien, trotz enormer Vermögens- und daraus resultierender Kostenwirksamkeit1, nur als Bestand verwaltet; es ist aber immer mehr zu erkennen, gerade der sich verstärkenden Wettbewerbssituation und dem immer stärker wachsenden Kostendruck, dass sie sowohl von Eigentümern als auch von Nutzern immer öfter als Produktionsmittel gesehen werden, welches es gilt effektiv und kostenminimiert zu nutzen. Zunehmend wird dieses Bestreben durch ein professionelles Facilities Management, dies kann sowohl eine interne Einheit als auch ein externer Dienstleister oder eine Kombination von beiden sein, unterstützt.

Einen wesentlichen Teil zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten des Gebäudebetriebes kann ein gut funktionierendes Energiemanagement leisten. Seine Aufgabe „ist es, dafür zur sorgen, dass Energiebedarf und Schadstoffemissionen der Gebäude im Rahmen vereinbarter Zielsetzungen minimiert werden. Diese Aufgabe umfasst sowohl die Planung und die Entstehung des Gebäudes als auch dessen Betrieb.“2 Diese Aufgabenbereiche zielen, aufgrund des erhöhten Energieverbrauchs in Industrie- und Bürogebäuden, insbesondere auf diese Kategorien von Immobilien ab. Folgende Grafik stellt den Energiefluss (der USA), also die Herkunft der Primärenergie (Kernenergie, Kohle, Erdöl, Erdgas, regenerative Energien) und deren Konsumenten dar und verdeutlicht den hohen Verbrauchsanteil durch industrielle und gewerbliche Nutzer. Der Verbrauch setzt sich hier allerdings nicht nur aus den gebäudespezifischen, sondern auch aus den nutzungsspezifischen Energieverbäuchen zusammen, da diese ebenfalls Gegenstand des Energiemanagements sind.


[Abb. 1 in Downloaddatei enthalten]
Abb. 1: Energiefluss-Schema (Quelle: U.S. Department of Energy - Energy Information Administration, Energy Overview - Annual Energy Review 2000, S. 2)

Besonders in technisch hoch ausgerüsteten Immobilien, was Industrie- und Gewerbeimmobilien i. d. R. sind, kommt dem Energiemanagement diese Rolle zu, um Synergien und die Verknüpfung verschiedener Anlagen zu nutzen und den Betriebsprozess zu optimieren, um so letztendlich die Bewirtschaftungskosten zu senken bzw. bereits in der Bauphase der Überdimensionierung von Anlagen vorzubeugen und für niedrige zukünftige Kosten zu sorgen. Die Verwirklichung solcher Optimierungspotentiale senkt nicht nur die Bewirtschaftungskosten, sondern ermöglicht durch die gesunkene Belastung auch eine Reinvestition im Bereich des Kerngeschäftes. Neben der Kostenreduktion sind selbstverständlich auch die Aspekte der reduzierten Umweltbelastung und der reduzierten Ressourcennutzung anzuführen, die so langfristig zu einem nachhaltigen Umgang mit der Natur führen. Denn Uran, Gas, Öl und Kohle sind endliche Ressourcen. Mit ihnen sparsam umzugehen, ist ein Gebot gegenüber künftigen Generationen. Um einen grundlegenden Wandel zu schaffen, ist ein Umdenken in Gesellschaft und Wirtschaft notwendig, damit Klimaschutz garantiert, Risiken für Umwelt und Gesundheit vermieden und nachhaltig in erneuerbare Energien investiert wird.

2. Energiemanagement im Gebäudelebenszyklus

Eine Immobilie, mit gewerblicher, industrieller oder Wohnnutzung, wird ihren Funktionen i. d. R. nur dann gerecht, wenn eine entsprechende Energieversorgung die notwendigen Nutzenergie3 (z. B. als Lichtenergie zur Herstellung und Aufrechterhaltung der benötigen Arbeitsplatzhelligkeit4, als mechanischen Energie zum Betrieb von Lastenhebe- oder Belüftungsanlagen, als Wärme oder Kälte zum Erhalt bzw. zur Herstellung von Behaglichkeit, als elektrischen Energie zum Betrieb von EDV etc.)5 zur Verfügung stellt.

Sowohl im kommunalen als auch im gewerblich-industriellen Sektor bestehen sehr große Energieeinsparpotentiale. Diese sollen aber nicht (nur) über Konsumverzicht, der unter Umständen mit Einschränkungen in der Nutzung bzw. deren Qualität verbunden wäre, sondern vielmehr über die effiziente Versorgung mit Energie ausgeschöpft werden. Eine effiziente Versorgung meint hier nicht nur technische und wirtschaftliche Effizienz, sondern auch die Einsparung knapper Ressourcen, z. B fossiler Brennstoffe, und den Schutz der Umwelt.6

Um dieser ganzheitlichen und nachhaltigen Aufgabe gerecht zu werden, muss ergo eine entsprechende Strategie, unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren und Unternehmensbereiche, entwickelt werden.7

Die GEFMA8 definiert in der Richtlinie 1009 den Begriff des Energiemanagements jedoch weniger umfassend, wie die nachfolgende Grafik verdeutlicht:

[....]


1 vgl. Oeljeschlager, Prof. Dr. Jens, Skriptum Strategisches Facility Management SS 2002, Studiengang Immobilienwirtschaft und –management, FH Holzminden, 2002

2 Henzelmann, Dr. Torsten, Energiemanagement in Schulte, Prof. Dr. Karl-Werner (Hrsg.) / Pierschke, Barbara (Hrsg.), Facilities Management, Köln 2000, S.170

3 Nutzenergie – Durch Produktions- und Optimierungsprozesse bei den Verbrauchern umgewandelte Endenergie. (Quelle: Henzelmann, Dr. Torsten, a. a. O., S. 171)

4 ausführlich hierzu: Schlimm, Roger, Grundlagen der Büroeinrichtung, Stuttgart / München 2000; U.S. General Services Administration, (Office of Governmentwide Policy / Office of Real Property), The integrated workplace, 1998

5 in Anlehnung an Braun, Prof. Dr. Rainer, Energiemanagement, Aufgaben im Rahmen des Facility Managements, S. 1, in Facility Management – Gablonska, Jürgen (Hrsg.) / Erbslöh, Fritz Dieter (Hrsg.), Praxishandbuch integriertes Immobilienmanagement, Köln 2000

6 ausführlich hierzu: Braun, Prof. Dr. Rainer, Energiemanagement, Aufgaben im Rahmen des Facility Managements, S. 1, a. a. O.

7 vgl. Henzelmann, Dr. Torsten, a. a. O., S. 175

8 GErman Facility Management Association e. V.


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