Das Leben der Maria Montessori

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Details

Titel: Das Leben der Maria Montessori
Autor: Sandra Kaske
Fach: Pädagogik - Reformpädagogik
Veranstaltung: Seminar: Montessori-Pädagogik im Unterricht
Institution/Hochschule: Hochschule Vechta (Institut für Erziehungswissenschaften)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 22
Note: 1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 144 KB
Archivnummer: V1988
ISBN (E-Book): 978-3-638-11227-7
ISBN (Buch): 978-3-638-63762-6
Anmerkungen :
(*31.08.1870 Provinz Ancona – 06.05.1952 Noordwijk aan Zee).

Zusammenfassung / Abstract

Kindheit und Jugend der Maria Montessori Maria Montessori wird am 31. August 1870 in Chiaravalle in der Provinz Ancona geboren. Es ist das Jahr der staatlichen Einigung Italiens. Ihr Vater, Alessandro Montessori lebt von 1832 - 1915 und ist Finanzbeamter. Ihre Mutter Renilde Montessori, geborene Stoppani, lebt von 1840-1912 und stammt aus einer Gutsbesitzerfamilie. Sie ist die Nichte des Naturwissenschaftlers Antoni Stoppani, der sich durch liberale Äußerungen zu Zeitfragen einen Namen gemacht hat (vgl. Heiland S.9). Während ihr Vater eher der kleinbürgerlichen Schicht zuzuordnen ist und deutlich konservative Züge aufweist, ist die Mutter hochgebildet und vertritt liberale Ansichten, was zu dieser Zeit für Mädchen ungewöhnlich ist. Im Gegensatz zu anderen , die froh waren ihren eigenen Namen schreiben zu können, verschlang Renilde ganze Bücher (vgl. Kramer S. 26). Sie steht den zeitlichen Veränderungen aufgeschlossen gegenüber. Diese unterschiedlichen Lebenseinstellungen machen sich später bei der Berufswahl Marias deutlich bemerkbar. Alessandro Montessori studiert Arithmetik und Rhetorik. 1850 wird er Angestellter in der Finanzbürokratie des Vatikans und arbeitet dann als Inspektor in der Salz- und Tabakindustrie (vgl .Heiland S.11). Nachdem er 1859 Inspektor der Finanzverwaltung der Romagna wird, kontrolliert er vier Jahre später die Abgaben der Salz- und Tabakindustrie. Im Rahmen dieser Tätigkeit lernt er Renilde 1865 in Chiravalle kennen. Sie heiraten im Frühling 1866. 1873 wird Alessandro nach Florenz versetzt, zwei Jahre später ziehen die beiden, aus beruflichen Gründen, nach Rom, wo das Ehepaar Montessori bis zu seinem Tode leben wird. Der Umzug nach Rom brachte für die damals fünfjährige Maria viele Veränderungen mit sich. Die Hauptstadt bot ein Kulturzentrum mit Universität, Museum, Bibliothek und weiteren Einrichtungen, die es auf dem Land in Ancona nicht gab.

Textauszug (computergeneriert)

Hochschule Vechta

Seminar: Montessori-Pädagogik im Unterricht
Seminarleiter:
Referenten:
Sommersemester 2001

Das Leben der Maria Montessori
( *31.08.1870 Provinz Ancona - 
06.05.1952 Noordwijk aan Zee)

Inhaltsverzeichnis

Zeittafel des Lebens Maria Montessoris S.1

Kindheit und Jugend der Maria Montessori S.3

Die Studienzeit S.6

Die Zeit von 1896 - 1907 nach dem Studium S.8

Geburt des Sohnes S.10

Casa dei bambini S.10

Die Montessori Bewegung S.12

Die späten Jahre der Maria Montessori S.18

Literaturverzeichnis S.22

 

Kindheit und Jugend der Maria Montessori

Maria Montessori wird am 31. August 1870 in Chiaravalle in der Provinz Ancona geboren. Es ist das Jahr der staatlichen Einigung Italiens. Ihr Vater, Alessandro Montessori lebt von 1832 - 1915 und ist Finanzbeamter. Ihre Mutter Renilde Montessori, geborene Stoppani, lebt von 1840-1912 und stammt aus einer Gutsbesitzerfamilie. Sie ist die Nichte des Naturwissenschaftlers Antoni Stoppani, der sich durch liberale Äußerungen zu Zeitfragen einen Namen gemacht hat (vgl. Heiland S.9).

Während ihr Vater eher der kleinbürgerlichen Schicht zuzuordnen ist und deutlich konservative Züge aufweist, ist die Mutter hochgebildet und vertritt liberale Ansichten, was zu dieser Zeit für Mädchen ungewöhnlich ist. Im Gegensatz zu anderen , die froh waren ihren eigenen Namen schreiben zu können, verschlang Renilde ganze Bücher (vgl. Kramer S. 26). Sie steht den zeitlichen Veränderungen aufgeschlossen gegenüber. Diese unterschiedlichen Lebenseinstellungen machen sich später bei der Berufswahl Marias deutlich bemerkbar.

Alessandro Montessori studiert Arithmetik und Rhetorik. 1850 wird er Angestellter in der Finanzbürokratie des Vatikans und arbeitet dann als Inspektor in der Salz- und Tabakindustrie (vgl .Heiland S.11).
Nachdem er 1859 Inspektor der Finanzverwaltung der Romagna wird, kontrolliert er vier Jahre später die Abgaben der Salz- und Tabakindustrie. Im Rahmen dieser Tätigkeit lernt er Renilde 1865 in Chiravalle kennen. Sie heiraten im Frühling 1866. 1873 wird Alessandro nach Florenz versetzt, zwei Jahre später ziehen die beiden, aus beruflichen Gründen, nach Rom, wo das Ehepaar Montessori bis zu seinem Tode leben wird.

Der Umzug nach Rom brachte für die damals fünfjährige Maria viele Veränderungen mit sich. Die Hauptstadt bot ein Kulturzentrum mit Universität, Museum, Bibliothek und weiteren Einrichtungen, die es auf dem Land in Ancona nicht gab.
Mit sechs Jahren wurde Maria eingeschult. Sie ging an die öffentliche Schule Via di San Nicolo da Tolentino. Die Grundschulerziehung war zu dieser Zeit eine lokale Angelegenheit. Sie lag somit in den Händen der jeweiligen Gemeinden. In den meisten Grundschulen herrschten überfüllte Klassenzimmer und schlecht ausgebildete Lehrer vor. Im Gegensatz zu Grundschulen auf dem Land, an denen man nur oberflächlich Lesen, Schreiben, Rechnen und einige naturwissenschaftliche Fakten lernte, wurde Maria auch in Geschichte, Erdkunde, elementare Naturwissenschaft und etwas Geometrie unterrichtet. ,,Selbst in den Schulen einer Stadt wie Rom war das System nicht dazu angetan, den Verstand der Kinder zu entfalten oder ihre Phantasie anzuregen." (zitiert aus: Kramer, S. 32) Ziel diese autoritären Unterrichtes war es, Kinder dazu zu erziehen, dass sie den Stoff präzise wiedergeben können, aber keine eigenen Gedanken mit in den Unterricht einbringen dürfen. Der Unterricht konzentrierte sich somit auf die reine Reproduktion des gespeicherten Wissens, das Verständnis wurde nicht überprüft. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich Maria in diesem Milieu trotz ihrer hohen Intelligenz nicht auszeichnet. Im ersten Schuljahr wird sie wegen guten Betragens gelobt, im zweiten wegen guter Leistungen beim Anfertigen weiblicher Handarbeiten (Näh- und Strickarbeiten), ansonsten soll Maria zu dieser Zeit noch keinerlei Ehrgeiz entwickelt haben. Ein Beispiel hierfür wird von Kramer so beschrieben: Eine Klassenkameradin weint, da sie nicht versetzt worden war. Maria kann das Mädchen nicht verstehen, da für sie ein Klassenzimmer genauso sei wie das andere (vgl. Kramer, S.32).

Erst allmählich scheint Maria Freude am leichten Lernen Freude gefunden zu haben und sucht gezielt den schulischen Erfolg. Sicherlich spielt ihre Mutter eine wichtige Rolle bei dieser sich verstärkenden Einstellung. Renilde Montessori sah im zukünftigem Lebensweg ihrer Tochter Möglichkeiten, die sie selbst nicht verwirklichen konnte. Maria sollte eine hochqualifizierte Ausbildung erhalten und später berufstätig werden. Die damals übliche Verheiratung kam für ihre Tochter nicht in Frage. Maria beginnt sich insbesondere mit der Mathematik zu beschäftigen.

[...]

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