Simmels Philosophie des Geldes hundert Jahre nach seinem Erscheinen

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Details
Autor: Claudia Deient
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen
Veranstaltung: KU: Grundkurs Soziologie II
Institution/Hochschule: Technische Universität Berlin (Institut für Soziologie)
Jahr: 2001
Seiten: 16
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 205 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-11229-1
Textauszug (computergeneriert)
KU: Grundkurs Soziologie II
SS 2001
Simmels ,,Philosophie des Geldes" hundert
Jahre nach seinem Erscheinen
Claudia Deient
2. Sem. MA,
Soziologie; Maschinenbau;
Germanistik
1. Einleitung S. 3
2. Das Geld und seine Entstehungsgeschichte S. 3
3. Geld als Auslöser für Rationalisierung und S. 5
Individualisierung
3.1 Rationalisierung S. 5
3.2 Individualisierung S. 7
4. Die Kultur und ihre Ausprägungen S. 11
4.1 Der allgemeine Kulturbegriff S. 11
4.2 Die objektive Kultur S. 12
4.3 Die subjektive Kultur S. 13
5. Schlussbetrachtung S. 15
6. Literaturangaben S. 16
1. Einleitung
Georg Simmels ,,Philosophie des Geldes" erschien im Jahre 1900. Es ist das Hauptwerk in einer Reihe von Untersuchungen zum Themenkreis Geld. Viele seiner Essays gingen in die ,,Philosophie des Geldes" ein.
Diese Arbeit behandelt das Thema, in wieweit Geld - nach Simmels Ansicht - das Leben der Menschen verändert hat und wie diese Veränderungen auch hundert Jahre nach Erscheinen seines Buches weiter fortschreiten. Das zweite Kapitel wird sich als Einführung in diesen Themenbereich mit der Entstehung und Entwicklung des Geldes befassen. Anschließend werde ich näher auf die Individualisierung und Rationalisierung eingehen, sowie deren Auswirkung auf das Leben der Menschen erläutern. Danach wird die Veränderung der menschlichen Kultur näher beleuchtet. Den Abschluss bildet eine Schlussbetrachtung dieser Veränderungen und Auswirkungen auf die Gesellschaft.
2. Das Geld und seine Entstehungsgeschichte
Geld nimmt in unserer heutigen Gesellschaft eine wichtige Rolle ein. Um sich näher mit diesem Thema auseinandersetzen zu können, ist eine Einführung in die Entstehungsgeschichte und die Entwicklung des Geldes als Zahlungsmittel unerlässlich.
Das Wort ,Geld′ kommt aus dem althochdeutschen und bedeutet so viel wie ,Vergütung′ oder ,Wert′. Die heutige Bedeutung des Wortes Geld taucht erstmals im 14. Jahrhundert auf. Das lateinische Wort pecunia (Geld) wird auf das Wort pecus (Vieh) zurückgeführt. Dies weist auf die eigentliche Bestimmung des Geldes hin. Es wurde in sakralen Riten als Ersatz für Opfervieh verwendet. Statt eines realen Tieres wurden jedoch Münzen geopfert, die allerdings ein Tiersymbol auf ihrer Vorderseite hatten.
Heute wird das Geld als Tauschmittel verwendet, mit der Möglichkeit, das Tauschbedürfnis zu erleichtern.
In seiner Entwicklung war das Geld einer ganzen Reihe von Veränderungen unterlegen. Sein Wesen wurde in der geschicht-lichen Entwicklung sehr unterschiedlich interpretiert. Der Begriff des Geldes wurde je nachdem, welche Funktion für seine Geltung als bestimmend angesehen wurde, unterschiedlich verstanden. Als erstes wurde das sog. Nutzgeld entwickelt. Diese Form des Zahlungsmittels beruhte auf Gütern, die getauscht wurden und denen individuell der ,Zahlungswert′ zugewiesen wurde. Das Nutzgeld wurde vom Metallgeld abgelöst, das aus Silber und Gold bestand und den Wert des jeweiligen Edelmetalls hatte. Schließlich entstand das Papiergeld, das aber in damaligen Zeiten nur auf Hinterlegung von Metallwerten (Gold oder Silber) ausgegeben wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg brach das System der Goldwährung zusammen und wurde von der Papierwährung vollständig übernommen. Aber auch heute muss zwecks Stabilität und Werterhalt einer Währung Gold hinterlegt werden. Dies geschieht jedoch nicht mehr durch Einzelpersonen, sondern durch den Staat. Diese Goldeinlagerung sichert den Wert des Geldes. 1
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1 Hrsg. Meyers Lexikonredaktion: Meyers großes Taschenlexikon in 25 Bänden. Band 8 Gef-Greu. S. 27f.
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