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Seminararbeit, 2003, 16 Seiten
Autor: Nora Pröfrock
Fach: Skandinavistik
Details
Institution/Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Germanistisches Institut)
Tags: Richard, Wagners, Mythensynthese, Ring, Nibelungen, Proseminar, Odin, Gandalf-, Rezeption, Nordens, Literaturen
Jahr: 2003
Seiten: 16
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-24214-1
ISBN (Buch): 978-3-638-75919-9
Dateigröße: 331 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Gegenstand dieser Arbeit ist Richard Wagners Rezeption des Nibelungenstoffes in Form seiner 1863 zum ersten Mal offiziell erschienenen Tetralogie Der Ring des Nibelungen. Bei der Schaffung dieses Werkes hat Wagner eine Technik verwendet, die Volker Mertens „Mythensynthese“ nennt und folgendermaßen beschreibt: „Er fügt eine Zahl unterschiedlicher, teils aus verschiedenen Traditionen stammender, teils selbsterfundener Mythen zusammen zu seinem neuen Mythos“. Im folgenden sollen zunächst die wichtigsten der mittelalterlichen Quellen, auf die Wagner bei der Schaffung dieses neuen Mythos zurückgegriffen hat, und die Art und Weise, wie er dabei mit diesen Quellen umgegangen ist, genauer betrachtet werden. Des weiteren werden Texte aus der wissenschaftlichen Literatur zu Wagners Zeit und die Art und Weise, wie diese Texte möglicherweise seine Schaffensweise beeinflusst haben, zu untersuchen sein.
Textauszug (computergeneriert)
Richard Wagners Mythensynthese im Ring des Nibelungen
von Nora Pröfrock
Inhaltsverzeichnis
Einleitung Seite 2
1. Wagners mittelalterlichen Quellen
1.1 Das Nibelungenlied Seite 3
1.2 Die Lieder-Edda und die Snorra-Edda Seite 5
1.3 Die Þiðreks Saga und die Völsunga Saga Seite 9
2. Wagners „Sekundärliteratur“ Seite 10
Zusammenfassung Seite 12
Literaturverzeichnis Seite 14
Einleitung
Gegenstand dieser Arbeit ist Richard Wagners Rezeption des Nibelungenstoffes in Form seiner 1863 zum ersten Mal offiziell erschienenen Tetralogie Der Ring des Nibelungen. Bei der Schaffung dieses Werkes hat Wagner eine Technik verwendet, die Volker Mertens „Mythensynthese“ nennt und folgendermaßen beschreibt: „Er fügt eine Zahl unterschiedlicher, teils aus verschiedenen Traditionen stammender, teils selbsterfundener Mythen zusammen zu seinem neuen Mythos“1. Im folgenden sollen zunächst die wichtigsten der mittelalterlichen Quellen, auf die Wagner bei der Schaffung dieses neuen Mythos zurückgegriffen hat, und die Art und Weise, wie er dabei mit diesen Quellen umgegangen ist, genauer betrachtet werden. Des weiteren werden Texte aus der wissenscha ftlichen Literatur zu Wagners Zeit und die Art und Weise, wie diese Texte möglicherweise seine Schaffensweise beeinflusst haben, zu untersuchen sein.
Eine Übersicht über die mittelalterlichen Quellen, die dem Ring zugrunde liegen, und über die wissenschaftlichen Texte, die bei der Entstehung dieses Werkes von Bedeutung waren, hat Wagner selbst in Form eines Briefes erstellt, den er am 9. Januar 1856 an den Weimarer Regierungsrat Franz Müller schrieb. Dieser hatte um Auskunft über die für den Ring von Wagner verwendete Literatur gebeten, und Wagner schickte ihm daraufhin folgende Liste:
1. „Der Nibelungen Noth u. die Klage“ herausgegeb. von Lachmann.
2. „Zu den Nibelungen etc.“ von Lachmann.
3. Grimm’s Mythologie.
4. „Edda“.
5. „Volsunga-Saga“ (übersetzt von Hagen-Breslau).
6. „Wilkinga- und Niflungasaga“. (ebenso.-)
7. Das deutsche Heldenbuch – alte Ausgabe. auch erneuert von Hagen. – Bearbeitet in
6 Bänden von Simrock.
8. „die Deutsche Heldensage“ von Wilh. Grimm.
9. „Untersuchungen zur deutschen Heldensage“ von Mone – (sehr wichtig.)
10. „Heimskringla“ – übersetzt von Mohnike. (glaub’ ich!) (nicht von Wachter –
schlecht!)2
1. Wagners mittelalterlichen Quellen
1.1 Das Nibelungenlied
[...]
1 Mertens, Volker, „Richard Wagner und das Mittelalter“, in: Richard-Wagner-Handbuch, hg. v. Ulrich Müller und Peter Wapnewski, Stuttgart: 1986, S. 19- 59, Zitat S. 39
2 Wapnewski, Peter, Weißt du wie das wird...? Richard Wagner. Der Ring des Nibelungen, 2. Auflage, München: 1996, S. 37
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