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Informationelle Funktionen für Browsing, Orientierung und Navigation nach Rainer Kuhlen in dem Hypertext SELFHTML

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 18 Pages
Author: Heiko Witt
Subject: German Studies - Miscellaneous

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 18
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V20331
ISBN (E-book): 978-3-638-24234-9

File size: 235 KB


Excerpt (computer-generated)

Informationelle Funktionen für Browsing, Orientierung und
Navigation nach Rainer Kuhlen in dem Hypertext SELFHTML

 

 


von Heiko Witt

Inhalt:

- Theoretische Grundlage, Gegenstand und Fragestellung

- Problematisierung

- Theoretische Grundlagen dieser Arbeit nach Rainer Kuhlen Konventionelle Metainformationen als nicht-lineare Orientierungs-bzw. Navigationsmittel

Hypertextspezifische Orientierungs- und Navigationsmittel

- Anwendung der theoretischen Grundlagen auf den Untersuchungsgegenstand

Allgemeine Beobachtungen
Struktur und ihre Kenntlichmachung
Navigationsmöglichkeiten und ihre Kenntlichmachung

- Bewertung

- Verwendete Literatur

 

 

 

 


Theoretische Grundlage, Gegenstand und Fragestellung

Unter Verwendung der Ausführungen und Definitionen Rainer Kuhlens zu Browsing, Orientierung und Navigation in Hypertexten1 als theoretische Grundlage, soll in der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen werden, Stärken und Schwächen eines Beispiel-Hypertextes hinsichtlich bestimmter informationeller Funktionen herauszuarbeiten. Untersuchungsgegenstand soll hier sein das in der Netzwelt überaus renommierte Hypertextprojekt SELFHTML des Autors Stefan Münz2 in der Online-Version. Hierbei handelt es sich um eine umfassende Informationsressource rund um das Thema Website- Programmierung.

Es wird in diesem Sinne vor allem zu klären sein, wie a) in dem genannten Hypertext der Gefahr des Orientierungsverlustes entgegengewirkt wird, und b) die für ein kreatives Informationsverhalten erwünschten Browsing- und Serendipity-Effekte begünstigt werden.

Problematisierung

Wissen und Informationen gelten heute mehr denn je als ein Rohstoff, deren effektiver Einsatz von entscheidender ökonomischer wie individueller Bedeutung sein kann. Man spricht schon von wissensbasierten Unternehmen, deren Haupt-Produktionskosten die Gehälter ihrer Kopfarbeiter sind. Gleichzeitig stehen jedem Interessierten unüberschaubare Mengen an Informationen zur Verfügung, insbesondere auch durch das Internet, genauer: World Wide Web. Die Menge zugänglicher Informationen wird zudem immer größer. Insofern wird immer wichtiger und zugleich schwieriger, aus ganzen Informationsbergen das für den eigenen Bedarf Relevante herauszufiltern. Hier scheint die Hypertext-Idee mit ihrem Grundprinzip der selektiven Informationsauswahl ein geeigneter Ansatz für effektives Informationsmanagement und adäquates Mittel zum zeitgemäßen Lernen zu sein; entscheidender Vorteil von Hypertexten ist ihr großer Informationsspeicher. Theoretisch können durch den interaktiv dialogischen Charakter für den jeweiligen Bedarf unwichtige Informationen leichter außer Acht gelassen werden als im konventionellen, gedruckten Text, riesige Ressourcen können mit digitalen Suchfunktionen konsultiert werden. Vielfach ist eine Schwerpunktsetzung durch den Benutzer leichter möglich als in gedrucktem Text. Weiterhin bietet der multimediale Aspekt vielfältige Darstellungsmöglichkeiten der Informationen, was sicherlich im Interesse des Lernenden ist.

Wesentliche Kennzeichen eines Hypertextes3 sind, neben den vorstehend skizzierten und anderen, typischerweise die Fragmentierung und überwiegend nicht-lineare Verknüpfung der Informationseinheiten, wobei die Hypertext-Basis zumeist sehr große Informations - bzw. Datenmengen umfasst. Eine inhaltliche Linearität und Kohärenz existiert in der Regel zunächst nur innerhalb einer einzelnen Informationseinheit. Ein Hypertext ist mithin darauf ausgelegt, nicht vollständig und auch nicht, bzw. nicht zwingend, von einem Anfang bis zu einem Ende rezipiert zu werden, wie dies vom Autor eines klassischen Drucktextes zumeist vorgesehen ist.

Theoretische Grundlagen dieser Arbeit nach Rainer Kuhlen

[...]


1 Kuhlen, Rainer: Hypertext. Ein nichtlineares Medium zwischen Buch und Wissensbank. Berlin etc. 1991, S. 124 - 150
2 Im Internet : http://selfhtml.teamone.de/ (19.07.2002)
3 Kuhlen unternimmt eine Differenzierung des Begriffs Hypertext in Hypertext-Basis für die Darstellung des "einschlägigen Objektbereich[s] über informationelle Einheiten und deren Verknüpfungen", das "Hypertext-Management-System, das die Hypertextbasis verwaltet", die "Autoren-/Analysekomponente als Werkzeug zur Erstellung einer Hypertextbasis", und schließlich die "Navigations-/Suchkomponente als Mittel zur Navigation und Suche in der Hypertextbasis" (Kuhlen S.12ff.).


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