(Un-)traute Zweisamkeit: D. Charms´ Doppelfiguren in der Tradition Gogol´s (Bobcinskij und Dobcinskij bzw. Ivan Ivanovic und Ivan Nikiforovic)

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Details

Titel: (Un-)traute Zweisamkeit: D. Charms´ Doppelfiguren in der Tradition Gogol´s (Bobcinskij und Dobcinskij bzw. Ivan Ivanovic und Ivan Nikiforovic)
Autor: Barbara Eigner
Fach: Russistik / Slavistik
Institution/Hochschule: Universität Wien (Institut für Slawistik)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 24
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 255 KB
Archivnummer: V20340
ISBN (E-Book): 978-3-638-24240-0

Textauszug (computergeneriert)

(Un-)traute Zweisamkeit: D. Charms´ Doppelfiguren in der Tradition
Gogol´s (Bobcinskij und Dobcinskij bzw.
Ivan Ivanovic und Ivan Nikiforovic)




Eigner Barbara

Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG 2

1.1. ABSURDE ELEMENTE BEI GOGOL´ 3
1.2 DAS SUJET 5
1.3 DIE FIGUREN 5
1.4 INHALTE 6

1.4.1 Inhalt des "Revizor" 6
1.4.2 Inhalt "Wie sich Ivan Ivanovic mit Ivan Nikiforovic verfeindete" 7

2. DIE PERSONENDARSTELLUNG BEI GOGOL´ UND CHARMS 8

2.1 GOGOL´ 8

2.1.1 Vertep 9
2.1.2 Porträthafte Beschreibung 9
2.1.3 Zufall und Absurdität 10
2.1.4 Die Figuren 10

2.1.4.1 Ivan Ivanovic und Ivan Nikiforovic 10
2.1.4.2 Bobcinskij und Dobcinskij 12

2.2 CHARMS 13

2.2.1 Personendarstellung 13
2.2.2 Gewalt 13
2.2.3 Marionettenhaftigkeit 14

2.2.3.1 "Pu(?)kin und Gogol´" 15

3. DAS SPIEL MIT DEN NAMEN DER DOPPELFIGUREN 16

3.1. CHARMS 16

3.1.1. "Ma(?)kin hat Ko(?)kin erschlagen" 16
3.1.2. Formale Gegenüberstellung 17

3.2. GOGOL 17

3.2.1. Bobcinskij-Dobcinskij 18
3.2.2. Ivan Ivanovic und Ivan Nikiforovic 18

4. DIE GESTÖRTE KOMMUNIKATION 18

5. RESÜMEE 22

6. LITERATURVERZEICHNIS 23

 

 

 

 


1. Einleitung

In dieser Arbeit möchte ich die Doppelfiguren Charms mit denen Gogol´s in Verbindung setzen und versuchen, Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede in der Personendarstellung der beiden Autoren aufzuzeigen. Charms war ein großer Bewunderer Gogol´s. Sein Werk ist so innerhalb einer Tradition von zweischneidigem Humor in der russischen Literatur über den Vermittler Dostoevskij mit dessen Werk verbunden. Wie ich im Verlauf der Arbeit zeigen möchte, führt Charms die Verfahren der Personendarstellung Gogol´s weiter zu einer extremen Form. Die ansatzweise vorhandene Absurdität bei Gogol´ wird hier dominant. Die den Texten zugrundeliegende Wirklichkeit ähnelt sich.

Die Wirklichkeit Gogol´s zeigt sich unter dem Aspekt des Gemeinen und Banalen. In seiner Darstellung verzichtet Gogol´ auf das noch nie Dagewesene und richtet sich auf Kleinigkeiten, auf Gewöhnliches und scheinbar Nebensächliches Das Ideale und Schöne bleibt aus, es geschieht nur Triviales und Niedriges. Der Mensch unterliegt einer zunehmenden Entfremdung von sich selbst und seiner Umwelt. (vgl. Zelinsky, S. 314f) Diese Entfremdung lässt eine Sinnlosigkeit entstehen. Auch in den Slucai kommt diese Sinnlosigkeit und Absurdität des Lebens zum Ausdruck. Die Figuren entbehren einer Identität, ihre Handlungen erscheinen oft sinnlos und völlig unmotiviert.

Der Humor, die Karnevalisierung können sowohl bei Gogol´ als auch bei Charms leicht ins Ernste kippen. Charms war fasziniert vom Bösen, von der Wurzel des Bösen in den Menschen, von Rohheit und Lasterhaftigkeit. Manchmal ist sein Lachen ebenso schrecklich wie Gogol´s Lachen. Viele Figuren Charms stammen von Akakij Akakievic aus dem "Mantel" ab. Den Charakteren fehlen moralische Werte, sie sind selbstgefällige niedrige "Halbmenschen" (nedocelovek). Die Umwelt, in der sie leben, ist feindlich und abweisend. Von der geringen Substanz der Personen bleibt in dieser feindlichen Umwelt nicht mehr viel übrig. Bei beiden Autoren kann man eine Konfrontation von Schönem und Hässlichem finden, die zwischenmenschliche Kommunikation ist oft gestört. Das Ziel ist es, auf die Schrecklichkeit des Lebens selbst, dessen Sinnlosigkeit und Unlogik zu verweisen ( vgl. Druskin, S 26 u. Jaccard, S. 52).

1.1. Absurde Elemente bei Gogol´

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