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Coco Chanel - Das Kleine Schwarze und das typische Chanel-Kostüm - Zwei Kreationen, die nicht nur in den Zwanzigern und Fünzigern Geschichte schrieben

Seminararbeit, 2003, 22 Seiten
Autor: Britta Heidel
Fach: Design (Industrie, Grafik, Mode)

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 22
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V20403
ISBN (E-Book): 978-3-638-24284-4
ISBN (Buch): 978-3-638-64672-7
Dateigröße: 520 KB
Anmerkungen :
Detaillierter Bildnachweis Literaturverzeichnis


Zusammenfassung / Abstract

Es gibt viele Biographien über die Frau, die wie keine andere die Mode des 20. Jahrhunderts prägte, aber die meisten sind mit Vorsicht zu genießen. Denn Mademoiselle, wie sie sich am liebsten nennen ließ, war nicht nur eine geniale Stilistin, sondern auch eine begnadete Märchenerzählerin. Je älter sie wurde, je weiter sie sich von ihren Anfängen entfernte, desto mehr neigte sie zur persönlichen Legendenbildung. Die Chanel strich ihre beiden Brüder, die sie für ihr Schweigen sogar bezahlte, aus ihrer Biographie. Sie verleugnete ihren ersten Liebhaber, der ihr den Zugang zu höheren Gesell-schaftsschichten eröffnet hatte. Sie frisierte die Geschichte ihrer Geburt und ihrer Kindheit. Als ihre Lebensgeschichte als Musical am Brodway inszeniert wurde, wünschte sie sich, es solle mit einer Szene beginnen, in der ihr Vater sich liebevoll über ihre Wiege beugt und ihr den Spitznamen „Coco“ gibt. Die Wirklichkeit sah anders aus. Coco Chanel revolutionierte nach dem Ersten Weltkrieg die Damenmode: Sie ließ die Taillen herunterrutschen, brachte sportliche Sweater in Umlauf, machte den 'Bubikopf' berühmt und das 'Kleine Schwarze'. Ihr Stil war schlicht, einfach und unspektakulär. Selbst in den 50er Jahren hielt sie an ihrem Stil fest.


Textauszug (computergeneriert)

Coco Chanel - Das Kleine Schwarze
und das typische Chanel-Kostüm - Zwei Kreationen,
die nicht nur in den Zwanzigern und Fünzigern Geschichte schrieben

 

 

von Britta Heidel

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Das "Kleine Schwarze 3

3. Haute Couture 7

4. Chanels Come Back in den 50er Jahren 10

5. Coco Chanel - Geniale Modedesignerin oder eher clevere Geschäftsfrau? 16

6. Literaturverzeichnis 18

7. Internetseitenverzeichnis 18

8. Abbildungsverzeichnis 19



 



 

1. Einleitung

Es gibt viele Biographien über die Frau, die wie keine andere die Mode des 20. Jahrhunderts prägte, aber die meisten sind mit Vorsicht zu genießen. Denn Mademoiselle, wie sie sich am liebsten nennen ließ, war nicht nur eine geniale Stilistin, sondern auch eine begnadete Märchenerzählerin. Je älter sie wurde, je weiter sie sich von ihren Anfängen entfernte, desto mehr neigte sie zur persönlichen Legendenbildung. Die Chanel strich ihre beiden Brüder, die sie für ihr Schweigen sogar bezahlte, aus ihrer Biographie. Sie verleugnete ihren ersten Liebhaber, der ihr den Zugang zu höheren Gesellschaftsschichten eröffnet hatte. Sie frisierte die Geschichte ihrer Geburt und ihrer Kindheit. Als ihre Lebensgeschichte als Musical am Brodway inszeniert wurde, wünschte sie sich, es solle mit einer Szene beginnen, in der ihr Vater sich liebevoll über ihre Wiege beugt und ihr den Spitznamen "Coco" gibt. Die Wirklichkeit sah anders aus.
Coco Chanel revolutionierte nach dem Ersten Weltkrieg die Damenmode: Sie ließ die Taillen herunterrutschen, brachte sportliche Sweater in Umlauf, machte den ′Bubikopf′ berühmt und das ′Kleine Schwarze′. Ihr Stil war schlicht, einfach und unspektakulär. Selbst in den 50er Jahren hielt sie an ihrem Stil fest.

2. Das "Kleine Schwarze

Schwarz ist nicht nur irgendeine Farbe. Schwarz ist sensibel und dramatisch, anmutig und eigen. Schwarz spiegelt die Demut der Frommen und Trauernden genauso wie die dunklen Seiten der sündiger Zauberei. Als Nicht-Farbe ist Schwarz eigentlich Zeichen für das Böse, Symbol für Trauer und Witwenschaft.
Obwohl schon vor Coco Chanel Modedesigner "Kleine Schwarze" kreierten, wird die eigentliche "Erfindung" ihr zugeschrieben. In der Maiausgabe der amerikanischen Vogue des Jahres 1926 tauchte eine schlichte Modezeichnung dieses Kleidungsstückes auf (Abb. 1). Das Kleid sollte tagsüber getragen werden und durch seine Schlichtheit bestechen.
Bei der Kreation handelte es sich um einen Zweiteiler, bestehend aus einem Pullover und Rock. Der Schnitt des Oberteils ist gerade und weist lediglich eine leichte Taillierung vor. Im Gegensatz zu heutigen Pullovern, die lediglich bis zur Hüfte der Trägerin reichen, sind diese bis zum Oberschenkelansatz verlängert. So war es der Trägerin freigestellt, ob sie als Accessoire wahlweise auf einen Gürtel, eine Schärpe zurückgreift oder auf beides verzichtet. Ganz wie es ihr beliebte.
Der Rock ist schmal geschnitten und endet ca. fünf Zentimeter unterhalb des Knies. Diese Länge gehörte zu einer Sensation in der Modebranche, da es bis Anfang der zwanziger Jahre einer Frau nicht gestattet war bzw. es nicht schicklich war, ihre Beine zu zeigen.
Während des ersten Weltkrieges waren viele Frauen gezwungen, ihren Lebensunterhalt selber zu verdienen. Durch diese notgedrungene Selbständigkeit sind sie selbstbewußter geworden und waren nicht mehr nur als "schöne, nette Anhängsel" der Männer in der Öffentlichkeit sichtbar, sondern in aller Selbstverständlichkeit als eigenständige Persönlichkeiten. Sie strebten nicht nur typische weibliche Berufe, wie z. B. als Haushälterinen, Kindermädchen etc. an, sondern auch hochqualifizierte und gut bezahlte Beschäftigungen, für die Hochschulabschluß Voraussetzung war. Doch dieses Phänomen blieb doch eher noch eine Seltenheit, obwohl die Anzahl der Akademikerinnen anstieg.

[...]


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