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Die Einrichtung und Beseitigung der Sullanischen Gesetze

Scholary Paper (Seminar), 1997, 23 Pages
Author: Annett Rohde
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1997
Pages: 23
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V20658
ISBN (E-book): 978-3-638-24479-4

File size: 141 KB


Excerpt (computer-generated)

„Krise und Untergang des römischen Reiches“
Sommersemester 1996

„Die Einrichtung und Beseitigung der Sullanischen Gesetze“

Wolff Annett
25.11. 1997

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Die Machtergreifung und die Restauration Sullas 3
2.1 Die Schwächung des Volkstribunats 5
2.2 Die Neuordnung der Rechtsprechung 9

3. Das Konsulat des Pompeius und Crassus und die Beseitigung der Sullanischen Gesetze 12
3.1 Lex Pompeia Licinia - Wiederherstellung der tribunicia potestas 15
3.2 Lex Aurelia iudicaria - Umbildung der Geschworenengerichte 17

4. Zusammenfassung / Schlußbetrachtung 19

5. Bibliographie 21

 

1. Einleitung

In der folgenden Abhandlung werde ich einerseits die Machtergreifung sowie die Restauration Sullas und andererseits die Beseitigung der Sullanischen Gesetze durch Pompeius darstellen.

Zu Kapitel zwei ist zu sagen, daß ich auf dem Basiswissen des Buches „Krise und Untergang des römischen Volkes“ von Karl Christ1 den historischen Kontext zu erläutern versuche. In den Unterkapiteln dazu gehe ich auf zwei Punkte in Sullas Verfassung der Jahre 82 - 79 v. Chr. näher ein. Erstens die Rolle des Volkstribunats und zweitens die Neuordnung der Rechtsprechung. In der Erläuterung dieser Einzelaspekte bildet das Buch „Res publica constituta - Die Verfassung des Dictators Sulla“ von Theodora Hantos2 die Grundlage. Ergänzend dazu habe ich Quellen von Appian3 und Cicero4 benutzt.

In Kapitel drei schildere ich zunächst wieder die geschichtliche Situation und die Bedingungen unter denen Pompeius und Crassus das Konsulat des Jahres70 v. Chr. übernehmen, wobei ich mich wieder auf die Erläuterungen Karl Christs beziehe. Für die zwei Unterkapitel habe ich hauptsächlich Matthias Gelzers Biographie „Pompeius“ 5 und seine Schrift „Das erste Konsulat des Pompeius und die Übertragung der großen Imperien“6 verwendet. Als Quellengrundlage dienten hier Plutarchs „Pompeius“7, aus Sallusts „historia “8 die „oratio C. Cottae ad populum Romanum“ und die „oratio Macri trib. pleb. ad plebem“ und Ciceros „in Verrem “9. Die Arbeit soll die Entwicklung des Volkstribunats und der Rechtsprechung durch die Restauration Sullas und die Revision im Konsulatsjahr des Pompeius und Crassus verdeutlichen. Um den geschichtlichen Verlauf in den Jahren 82 - 79 v. Chr. und dem Jahr 70 v. Chr. zu erläutern, habe ich jeweils an den Anfang der Kapitel einen kurzen historischen Einblick gestellt.
Am Ende der Arbeit habe ich noch einmal die wichtigsten Aspekte zusammengefaßt und einen kurzen Ausblick auf die Wirkungen dieser Maßnahmen angeschlossen. 

2. Die Machtergreifung und die Restauration Sullas

Seit der Gracchenzeit herrschten in Italien Bürgerkriege. Marius machte aus dem Milizheer Roms eine Berufsarmee, die mehr ihrem Feldherrn gehorchte als der Republik. Marius ließ die Anhänger Sullas hinrichten, während dieser die Provinz Asia gegen Mithridates schützte. Im Frühjahr 83 v. Chr. marschierte Sulla in Italien ein und es begann ein Bürgerkrieg zwischen Sulla und den Marianern, Samniten und Lukanern. Die letzte große Schlacht dieses Krieges am 2. November 82 v. Chr. am Collinischen Tor endete mit dem Sieg Sullas. Karl Christ10 sieht Sulla nun vor drei große Aufgabenkreise gestellt, erstens die Legalisierung seiner Macht, zweitens die Systematisierung seiner Rache und drittens die Neuordnung der Staatsverfassung.

Die Legalisierung seiner Macht erreichte er durch eine Senatssitzung, in der die Senatsmitglieder ihn als Prokonsul anerkannten und seine Maßnahmen billigten.11 Der zum interrex12 ernannte Valerius Flaccus (princeps senatus) ließ Sullas Anordnungen nun auch vom Volk rückwirkend bestätigen und sorgte auf Anraten Sullas dafür, daß dieser zum dictator legibus scribundis et rei publicae constituendae ernannt wurde13. Sulla erhielt als Diktator das Recht, Gesetze ohne Mitwirkung von Volk und Senat zu erlassen, was er jedoch nicht nutzte.14 Die zeitliche Befristung der Diktatur lag in seiner Hand.

Sulla besetzte das Konsulat und die übrigen Magistraturen für das Jahr 81 v. Chr. ordnungsgemäß. Danach erst feierte er seinen Triumph mit den vor Cinna ins Exil geflohenen Aristokraten, die dank Sulla zurückkehren konnten.15 Eine seiner ersten Amtshandlungen jedoch galt dem zweiten großen Aufgabenkreis, nämlich der Systematisierung der Rache durch die lex Cornelia de proscriptione. Das Gesetz beinhaltete die Aufforderung an das Volk, die Geächteten anzuzeigen und ihren Aufenthaltsort bekanntzugeben.

[....]


1 Christ, Karl, Krise und Untergang der römischen Republik, Darmstadt 1984.
2 Hantos, Theodora, Res publica constituta - Die Verfassung des Diktators Sulla“, Stuttgart 1988.
3 Appian, Die Bürgerkriege, Stuttgart 1989.
4 Cicero, Über die Gesetze, Paris 1959.
5 Gelzer, Matthias, Pompeius, Stuttgart 1984.
6 Gelzer, Matthias, Das erste Konsulat des Pompeius und die Übertragung der großen Imperien, 1943.
7 Plutarch, Römische Heldenleben - Pompeius, Leipzig.
8 Sallust, Heidelberg 1964.
9 Cicero, In Verrem, Oxford 1948.
10 Christ, Karl, Krise und Untergang der römischen Republik, Darmstadt 1984.
11 App. 1,97,451.
12 App. 1,98,457.
13 App. 1,99,462; Plut. Sull. 33,2.
14 App. 1,99,462.
15 Plut. Sull. 34.


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