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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Pawel Broda
Subject: Romance Languages - Italian and Sardinian Studies
Details
Institution/College: Dresden Technical University (Institut für Romanistik)
Tags: Gerundium, romanistik, romanistische sprachwissenschaft, italienisch, italienische sprachwissenschaft, linguistik, sprachwissenschaft, gerundium italienisch
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-24782-5
File size: 341 KB
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Excerpt (computer-generated)
Das Gerundium und seine Umsetzung ins Deutsche
Pawel Broda
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 3
II Bildung des Gerundiums 4
III Gebrauch und Formen des Gerundiums 5
- temporale Beziehung 6
- instrumentale bzw. modale Beziehung 6
- konsekutive Beziehung 6
- kausale Beziehung 7
- konditionale Beziehung 7
- adversative Beziehung 7
- weitere Differenzierungen des Gerundiums 8
IV Gerundium Präsens und Perfekt (il gerundio presente und passato) 11
V Periphrastische Konstruktionen mit Gerundium 12
- stare + Gerundium 12
- andare + Gerundium 13
- venire + Gerundium 13
VI Ersetzbarkeit des Gerundiums durch andere Konstruktionen 13
VII Übersetzung der Beispielsätze 14
VIII Zusammenfassung 18
IX Literaturhinweise 19
I Einleitung
Unter dem Begriff Gerundium wird „die adverbiale Form des Verbs verstanden, die mit dem Verb die Valenzverhältnisse gemeinsam hat und mit dem Adverb die Tatsache, dass es indeklinabel ist und dass die Gerundialkonstruktionen im Satz in gleicher Weise Adjunkt sein können wie Adverbiale und Präpositionalphrasen und auch mit ihnen koordiniert werden können“.1 Schwarze2 gibt weiter an, dass sich das Gerundium semantisch auf einen Zustand bzw. Vorgang bezieht und bezeichnet ihn als mit einem anderen Sachverhalt eng verbunden. Bei Seranni wurde das Gerundium definiert als „un modo verbale di funzioni larghissime e non sempre definibili con precisione”3 (eine verbale Form mit umfangreichen Funktionen, die sich nicht immer präzis definieren lassen).4
Bei Krenn5 wird das Gerundium neben dem Infinitiv und dem Partizip als der dritte modo infinito im Italienischen definiert. Darunter wird eine unveränderliche Form auf –ndo verstanden, die inhaltlich in der Regel im Bezug auf das Subjekt des übergeordneten Satzes verständlich ist und kann sich auf alle Personen des Verbs beziehen. Erst durch das Verb des Hauptsatzes kann präzisiert werden, „auf welche Person bzw. Zahl und auf welche Tempus die Gerundiumform bezogen ist“6. Nur beim absoluten Gerundium, das ein eigenes Subjekt hat, muss nicht zu seinem Verständnis auf den Hauptsatz zurückgegriffen werden. Nach Regula/ Jernej7 wird durch das Gerundium die Ergänzung der Art und Weise, des Stils, der Gleichzeitigkeit und eine sekundäre Handlung, welche die Haupthandlung begleitet, ausgedrückt.
Das Gerundium, aus der Perspektive der deutschen Grammatik betrachtet, stellt ein interessantes Phänomen dar. Es existiert nicht als Kategorie in der deutschen Sprache sondern wird mit Hilfe anderer grammatischer Mittel umgeschrieben. Aus diesem Grund können auf dieser Ebene bei einer Übersetzung aus dem Italienischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Italienische gewisse Probleme auftreten. In der vorliegenden Auseinandersetzung wird auf die Bildung des Gerundiums, verschiedene Gerundiumstypen, Gerundiumsbeziehungen und die Wendungen mit dem Gerundium eingegangen.
Die meisten hier angegebenen Beispiele stammen aus den folgenden Grammatiken: Ch. Schwarze, „ Grammatik der italienischen Sprache“, W. Reumuth, O. Winkelmann, „Praktische Grammatik der italienischen Sprache“ und Luca Seranni „ Grammatica italiana“.
II Bildung des Gerundiums
[...]
1 Schwarze (1988), S.:189
2 Vgl., ebenda, S.: 190
3 Seranni (1991), S.: 484
4 eigene Übersetzung
5 Krenn (1996), S.: 564
6 Vgl. ebenda.
7 Vgl. Regula/ Jernej (1975), S.:234
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