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Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Göttingen und ihr historisches Umfeld close

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Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Göttingen und ihr historisches Umfeld

Termpaper, 2002, 12 Pages
Author: Christian Spieß
Subject: History - Middle Ages, Early Modern

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 12
Grade: 1
Language: German
Archive No.: V21082
ISBN (E-book): 978-3-638-24787-0

File size: 203 KB


Excerpt (computer-generated)

Die urkundliche Ersterwähnung der
Stadt Göttingen und ihr historisches Umfeld


Verfasser: Christian Spieß

Inhalt

1. Einleitung

2. Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Göttingen und ihr

2.1 historisches Umfeld

2.1.1 Beschreibung der Urkunde
2.1.2 Äußeres

2.2 Urkundentext

2.2.1 Interpretation
2.2.2 Die Tauschgeschäfte Billings mit Otto I.
2.2.3 Die Bedeutung Gutingis für das Moritzkloster zu Magdeburg
2.2.3 Das Moritzkloster zu Magdeburg
2.2.4 Magdeburg zur Zeit Ottos I.

3. Ausblick – Die nächste urkundliche Erwähnung Göttingens

4. Literaturverzeichnis

 

 


1. Einleitung

Die älteste erhaltene Erwähnung der Stadt Göttingen findet sich in einer Schenkungsurkunde Ottos I. (des Großen) aus dem Jahre 953. Darin wird neben anderen Orten, die der Ritter Billing zuvor mit Otto gegen Güter in Thüringen und im Slawenland eingetauscht hatte, dem Kloster des Heiligen Mauritius zu Magdeburg auch das Dorf „Gutingi“ geschenkt. Die Ersterwähnung befindet sich, wie im folgenden gezeigt werden soll, im historischen Kontext mit der großen Politik des ausgehenden 10. Jahrhunderts.

Der Name Gutingi geht auf das altsächsische „guta“ für Wasserrinne zurück und kann demnach etwa mit „Dorf am Wasserlauf“ übersetzt werden1. Außer Göttingen werden noch sieben weitere Ortschaften dem Moritzkloster vermacht: Hiddeshusi (Hiddesen, nordwestlich von Kassel2), Helisungun (Elsungen, nordwestlich von Kassel), Heristi (Ehrsten, bei Hofgeismar), Dasingarod (Desingerode), Gelithi (Gittelde), Vuillienhusun (Willensen, südwestlicher Harzrand) und Agestorp (Eisdorf bei Osterode, südwestlicher Harzrand). Auch für die Mehrzahl dieser Orte handelt es sich um die urkundliche Ersterwähnung.

Diese Arbeit beschäftigt sich neben äußeren und inhaltlichen Aspekten der im Original erhaltenen Schenkungsurkunde auch mit ihrem historischen Kontext, insbesondere mit dem 937 gegründeten Moritzkloster zu Magdeburg, das aus den Göttinger Besitzungen aller Wahrscheinlichkeit nach landwirtschaftliche Erzeugnisse geliefert bekam. Stifter des Klosters und Aussteller der Schenkungsurkunde von 953 war Otto I., König von Sachsen und ab 962 deutscher Kaiser, der es zu einer Hauptaufgabe seiner Regentschaft gemacht hatte, sie Slawen in den Gebieten östlich der Elbe zu missionieren. Zu diesem Zweck gründete er 937 das Moritzkloster zu Magdeburg und erhob die Stadt im Jahre 968 zum Erzbistum. Ottos Werdegang wird in dieser Arbeit jedoch nicht gesondert, sondern ausschließlich im Zusammenhang mit dem Moritzkloster und dem Aufblühen der Stadt Magdeburg behandelt werden. Außerdem ergeben sich Fragen nach der Person Billings, aus dessen Besitz das Dorf Gutingi an Otto vertauscht wurde, und an dessen Frau sie wenige Jahre später zurückfielen. Als Grundlage für diese Arbeit dienen die von Th. Sickel herausgegebene kritische Edition der Quelle3 und eine Fotographie des Faksimile des Originals.

2. Die urkundliche Ersterwähnung der Stadt Göttingen und ihr historisches Umfeld

2.1 Beschreibung der Urkunde

2.1.1 Äußeres

[...]


1 vgl. W. Nissen, Göttingen gestern und heute, Göttingen 1972, S. 11 Ältere Veröffentlichungen (z.B. bei Saathoff 1937, s.u.) nennen als Übersetzung fälschlicherweise „Platz der Gottesverehrung“ oder „Stadt der Götter“.
2 vgl. MGH diplomata Nr. 165, editorische Vorbemerkung (Th. Sickel geht von „Hiddeshusi“ als Ildehausen im Kr. Gandersheim aus. Nach neueren Erkenntnissen handelt es sich jedoch wie oben gennant um Hiddesen)
3 MGH Diplomata, Die Urkunden Ottos I. hg. von Th. Sickel 1879-84


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