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Ausgewählte Geschlechtsunterschiede und ihre Ursachen

Scholary Paper (Seminar), 2003, 26 Pages
Author: Tobias Mühlberg
Subject: Psychology - Personality Psychology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 26
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V21504
ISBN (E-book): 978-3-638-25106-8

File size: 419 KB
Notes :
Mann oder Frau - wer ist intelligenter? Dieser und anderen spannenden Fragen wird in der vorliegenden Arbeit nachgegangen. Welche Geschlechtsunterschiede existieren? Woher kommen sie? Sind die Ursachen hormonell, genetisch oder doch durch Umwelt bedingt?



Excerpt (computer-generated)

Ausgewählte Geschlechtsunterschiede und ihre Ursachen

 


von: Tobias Mühlberg

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Geschlechtsrollen – Stereotypen 4

3. Vergleich Intellektueller Fähigkeiten 5

3.1. Sprachliche Fähigkeiten 6
3.2. Mathematische Fähigkeiten 7
3.3. Räumliche Fähigkeiten 8

4. Vergleich der Aggressivität 10

5. Biologische Erklärungsansätze für Geschlechtsunterschiede 11

5.1. Genetische Modelle 11
5.2. Hormonelle Einflüsse 12

5.2.1. Postnatale hormonelle Einflüsse 12
5.2.2. Pränatale hormonelle Einflüsse 13

5.3. Theorien zur Gehirnhemisphärenspezialisierung 15

5.3.1. Frühentwicklung der linken Gehirnhälfte bei Mädchen 15
5.3.2. Schwächere Spezialisierung der Gehirnhälften bei Mädchen 16

6. Erklärung der Geschlechtsunterschiede mit Sozialisationseinflüssen 17

6.1. Entwicklungspsychologische Modelle 18

6.1.1. Die lerntheoretische Sichtweise 18
6.1.2. Theorie vom Geschlechtsschema 20

6.2. Trainingsstudien 21

7. Zusammenfassung unter Würdigung der praktischen Bedeutung der Ergebnisse 22

8. Literaturverzeichnis 26

 

 

 



1. Einleitung

Die Schlagworte „Geschlechtsrolle“, „Stereotyp“ und „Geschlechtsunterschiede“ sind vor allem aus der Diskussion um die Gleichberechtigung von Mann und Frau bekannt. Diese Debatte muss als Konsequenz der in der Vergangenheit erfolgten und bis heute anhaltenden Beurteilung der Geschlechter gesehen werden, bei welcher Frauen und feminine Eigenschaften oft negativ beurteilt wurden und immer noch werden: „Die Männer sind den Frauen überlegen aufgrund der Eigenschaften, in welchen Gott sie überlegen ausgestattet hat.“ (Der Koran)

„Warum kann die Frau nicht etwas ähnlicher sein dem Mann?“ (My Fair Lady)1 Aus diesem Grund überrascht es nicht, wenn in der Forderung nach Gleichberechtigung oft genauso Übertreibung zu finden ist, wie in den traditionellen gesellschaftlichen Ansichten über Geschlechtsrollen. Zwar scheint es offen auf der Hand zu liegen, dass sich Männer und Frauen voneinander unterscheiden, nur welche Unterschiede, von den bekannten körperlichen Merkmalen2 einmal abgesehen, gibt es tatsächlich? Außerdem stellt sich die Frage, ob Geschlechtsunterschiede wirklich bedeuten, dass manche Dinge nur bei Männern vorkommen bzw. ob es Fähigkeiten gibt, die nur Frauen besitzen? 3 Bereits am Anfang dieser Arbeit muss die Aussage getroffen werden, dass außer den bereits angeführten körperlichen Unterschieden keine weiteren geschlechtsspezifischen Unterschiede, also Merkmale, die nur eines der beiden Geschlechter besitzt, existent sind. Aus diesem Grund wird in der Differentiellen Psychologie bei der Untersuchung von Geschlechtsunterschieden auf folgende Fragen Wert gelegt: 1. Bei welchen psychischen Merkmalen, wie Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften lassen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen? In welchem Ausmaß sind diese Unterschiede existent? 2. Auf welche Faktoren (chromosomale, hormonelle, soziokulturelle) gehen diese Unterschiede zurück?4

2. Geschlechtsrollen - Stereotypen

[...]


1 Greenglass, 1982, S. 11
2 Die Geschlechtsmerkmale werden in primäre, sekundäre und tertiäre Geschlechtsmerkmale unterschieden: Die äußeren und inneren Geschlechtsorgane, z.B. Penis, Hoden und Scheide, sowie deren Anhangdrüsen sind primäre Geschlechtsmerkmale. Schamhaare, Bart, Stimmlage und Milchdrüsen werden zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen gezählt. Tertiäre Geschlechtsmerkmale sind z.B. Unterschiede in der Körperhöhe, beim Knochenbau, im Verhalten und im Empfindungsbereich.
3 In diesem Zusammenhang ist die Unterscheidung zwischen geschlechtsspezifischem und geschlechts - typischem Verhalten bzw. Fähigkeiten zu klären. Von einem „geschlechtsspezifischen“ Merkmal spricht man, wenn dieses ausschließlich bei einem der beiden Geschlechter vorkommt. Ein „geschlechtstypisches“ Merkmal ist dann vorhanden, wenn dieses zwar nicht ausschließlich, aber häufiger oder intensiver bei einem Geschlecht vorkommt.; Vgl. Trautner, 1991, S. 326.; Danach wäre z.B. das Herzzeitvolumen, das Volumen, welches pro Zeiteinheit vom Herzen ausgeworfen wird, und das zu den tertiären Geschlechtsmerkmalen gezählt wird, als „geschlechtstypisch“ zu charakterisieren, da es im Durchschnitt beim Mann bei 5,5 l/min und bei Frauen bei 4,5 l/min liegt, jedoch im Einzelfall stark abweichen bzw. sogar entgegengesetzt sein kann.; Vgl. Silbernagel, 1991, S. 154
4 Trautner, 1991, S. 326


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