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Das Phänomen der Menschlichkeit in Philip K. Dick's "Do Androids Dream Of Electric Sheep" (Blade Runner)

Seminararbeit, 2003, 21 Seiten
Autor: Johanna Lechner
Fach: Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Lit.wiss.

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 21
Note: gut
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V21643
ISBN (E-Book): 978-3-638-25211-9

Dateigröße: 160 KB


Textauszug (computergeneriert)

Das Phänomen der Menschlichkeit in Philip K. Dick′s
„Do Androids Dream Of Electric Sheep“

 


von: Johanna Lechner

GLIEDERUNG

I. Einleitung

II. Das Phänomen der „Menschlichkeit“ in Philip K. Dick′s „Do Androids Dream Of Electric Sheep“

1. Allgemeine Begrifflichkeit

1.1. Was ist „menschlich“?
1.2. Dick´s Definition des „Androiden“

2. Die Begrifflichkeit in „Do Androids Dream Of Electric Sheep“

2.1. „Menschen“
2.2. „Androiden“
2.3. Erkennungsmerkmale

2.3.1. Tiere
2.3.2. (Mit-)Gefühl - „empathy“
2.3.3. Mercer

2.4. Problematik der Unterscheidung Mensch-Android

2.4.1. Technisch
2.4.2. Die Schwachstelle des Voigt-Kampff-Test

3. „Menschlichkeit“

3.1. Der typische Mensch/Android

3.1.1. Iran Deckard
3.1.2. Pris Stratton

3.2. Auffällige Figuren

3.2.1. J. R. Isidore
3.2.2. Rick Deckard

a) Menschliche Beziehungen
b) Tiere
c) Androiden
d) Eigene Persönlichkeit

4. „Blade Runner“ - Verfilmung oder eigenständiger Film?

III. Schlussgedanke

 

 


 

 

I. Einleitung

Die Schaffung eines künstlichen Menschen gehört zu den Urbildern der westlichen Welt. Das Thema fand seine Ausarbeitung in verschiedenen antiken Mythen und Sagen, deren bekannteste Beispiel wohl Pygmalion und Prometheus sind. Erste deutliche Ausprägungen des Themas sind in E. T. A. Hoffmanns Erzählung der „Sandmann“(1817) in der Gestalt Olimpias und in dem ein Jahr später erschienenen Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley zu finden.1 Auch in der Literatur der Science Fiction sind künstliche Menschen, seien es Roboter, Androiden oder Replikanten, ein häufig verwendetes Bild. In „Do Androids Dream Of Elctric Sheep“ greift auch Philip K. Dick, mit über vierzig Romanen und einhundertzwanzig Kurzgeschichten einer der wohl angesehensten Science Fiction-Autoren, auf diese Motivik zurück.2 Die Menschen seines Romans konstruieren künstliche Menschen zu ihrem eigenen Komfort, perfektionieren jedoch die Technik dieser Nachbildungen derart, dass es irgendwann fast unmöglich wird, künstliche von echten Menschen zu unterscheiden. Wenn eine Maschine dem Menschen so ähnlich werden kann, dass nicht einmal der Schöpfer dieser Maschine zur Unterscheidung zwischen Original und Nachbildung fähig ist, stellt sich die Frage, inwiefern dann der Mensch noch eine Sonderolle in der Schöpfung einnehmen kann. Ziel dieser Arbeit ist es, Aspekte der „Menschlichkeit“ in „Do Androids Dream Of Electric Sheep“ zu diskutieren und anhand verschiedener Romanfiguren zu verdeutlichen. Zu diesem Zweck sollen vorerst die wichtigsten Grundstrukturen des Romans zusammengefasst werden.

1. Allgemeine Begrifflichkeit

1.1. Was ist „menschlich“?

Der zugrunde liegende Konflikt in „Do Androids Dream Of Electric Sheep“ besteht also in der Konkurrenz zwischen „echter“ und künstlich geschaffener Persönlichkeit, zwischen der biologischen Spezies Mensch und den von Menschen geschaffenen Androiden.3 Was aber gilt als „typisch“ menschlich, woran erkennt man einen Menschen? Schlägt man in verschiedenen Lexika die Begriffe „Mensch“ oder „Menschlichkeit“ nach, erscheinen meist die folgenden, stets ähnlich lautenden Erklärungen: „Menschlichkeit“

1. Eigenschaft des Menschen als Menschen, wie auch der Inbegriff all dessen, was ihn zum Menschen macht4
2. Menschliche Schwäche, Fehlhaltung „Mensch“

1. Verständnisvolles, gütiges, tolerantes Wesen 2. Mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung und Erkenntnis von Gut und Böse ausgestattetes höchstes Lebewesen.5 Basierend auf dieser allgemeinen Begrifflichkeit soll im Laufe der Arbeit Dick′s eigenes, darauf aufbauendes Konzept von „Mensch“ und „Menschlichkeit“, welches er im Roman darstellt, herausgearbeitet werden. Er geht in der Romanhandlung um einiges über obige Begrifflichkeit hinaus. Er stellt einen wahren „Katalog“ an Eigenschaften auf, die jeden Mensch von Natur aus als solche kennzeichnen.

1.2. Dick′s Definition des „Androiden“

[...]


1 Sievert, Johannes F.: Theoretische und filmanalytische Aspekte in Ridley Scotts Blade Runner. Aus der Reihe: Hoefer, Georg (Hrsg.): Aufsätze zu Film und Fernsehen, Band 73, Alfeld, 2000, S.48.
2 Uwe, Anton: Die seltsamen Welten des Mr. Dick. In: Anton, Uwe (Hrsg.): Die seltsamen Welten des Philip K. Dick, Edition Futurum Band 7, Meitingen, 1984,S.7.
3 Wheale, Nigel: Recognising a ´human-Thing´: cyborgs, robots and replicants in Philip K. Dick′s Do Androids Dream Of Electric Sheep? and Ridley Scott′s Blade Runner. In: Critical Survey. Herts England, 1991, 3 (3), S. 298
4 Campe, Heinrich Joachim: Wörterbuch der deutschen Sprache, III, L-R, Documenta Linguistica, Reprographischer Nachdruck der Ausgabe Braunschweig 180, S..
5 Campe, Heinrich Joachim: Wörterbuch der deutschen Sprache, S..


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