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Hauptseminararbeit, 2002, 27 Seiten
Autor: Bozena Esskali
Fach: Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Details
Institution/Hochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Seminar für deutsche Literatur und Sprachwissenschaft)
Tags: Methodik, Didaktik, Zweitsprachenunterrichts, Deutsch, Hauptseminar
Jahr: 2002
Seiten: 27
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-25490-8
ISBN (Buch): 978-3-638-71738-0
Dateigröße: 322 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Sprache ist eine, nur Menschen vorbehaltene, Ausdrucksform, daß sich von allen anderen Verständigungsmöglichkeiten (Tiersprachen, künstliche Programmiersprachen) durch ihre Kreativität und Fähigkeit zur begrifflicher Abstraktion unterscheidet. Sie dient dem Austausch von Gedanken, Vorstellungen und Informationen. Sie ermöglicht das Erfassen und Verstehen der Welt und die Herausbildung der individuellen Identität, so wie die Aufnahe und Mitteilung wichtiger Erfahrungen. Die Erforschung des Spracherwerbs fing mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an und wurde in den vierziger Jahren intensiviert. Die Untersuchungen haben ergeben, daß menschliche Sprache ein sehr komplexes Zeichensystem ist. Ihr Erwerb verläuft nicht durch Erlernen einzelner Vokabeln und Sätze, sondern ganzer Strukturen. Heute konzentriert sich die Forschung auf zwei Bereiche: auf der Untersuchung der natürlichen Erstsprachigkeit (Kindersprache) und der gesteuerten Zweit- oder Mehrsprachigkeit ( v. a. Entwicklung von Lehrverfahren). In der vorliegenden Arbeit möchten wir uns mit dem Erwerb des Deutschen als Zweitsprache befassen. Nach dem Überblick über die Forschungslage und die Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung werden wir auf die Situation des Zweitsprachenunterrichts in Deutschland näher eingehen (Unterricht für unterschiedliche Altersgruppen). Mit praktischen Hinweisen versuchen wir einen Verlauf der Unterrichtsstunde zu gestalten. Anschließend stellen wir Ausbildungsmöglichkeiten im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache dar. Zum Schluss befassen wir uns anhand einiger Beispiele mit der Lage des Zweitsprachenunterrichts Deutsch für Kinder und Jugendliche in Hannover.
Textauszug (computergeneriert)
Methodik und Didaktik des DaZ-Unterrichts
mit praktischen Beispielen
von: Bozena Slowik
Inhaltsverzeichnis
Einführung
I. Theoretische Grundlagen 4
1. Forschungslage der Zweitsprachenerwerbsforschung 4
1. 1. Die wichtigsten Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung 5
1. 1. 1. Die Kontrastivhypothese 6
1. 1. 2.. Die Identitätshypothese 7
1. 1. 3. Die Interlanguale- Hypothese 7
2. Deutsch als Zweitsprache 8
3. Die Entwicklung des Zweitsprachenunterrichts Deutsch 9
3. 1. Der Erwachsenenunterricht 9
3. 2. Zweitsprachenunterricht Deutsch für Kinder und Jugendliche 10
4. Lehrerausbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache 11
II. Praktische Beispiele für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache 14
1. Didaktisch- methodische Aspekte für den Unterricht mit Sprachanfängern in Deutsch als Zweitsprache 14
2.Didaktitisch - methodische Aspekte für den Unterricht mit Erwachsenen in Deutsch als Zweitsprache 19
3. Situation des Zweitsprachenunterrichts Deutsch in Hannover anhand einiger Beispiele 21
3. 1. Zweitsprachenunterricht Deutsch in der Grundschule 21
3. 2. Zweitsprachenunterricht für Jugendliche 24
Schlussbemerkung 25
Literaturangabe
Einführung
Sprache ist eine, nur Menschen vorbehaltene, Ausdrucksform, daß sich von allen anderen Verständigungsmöglichkeiten (Tiersprachen, künstliche Programmiersprachen) durch ihre Kreativität und Fähigkeit zur begrifflicher Abstraktion unterscheidet. Sie dient dem Austausch von Gedanken, Vorstellungen und Informationen. Sie ermöglicht das Erfassen und Verstehen der Welt und die Herausbildung der individuellen Identität, so wie die Aufnahe und Mitteilung wichtiger Erfahrungen. Die Erforschung des Spracherwerbs fing mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts an und wurde in den vierziger Jahren intensiviert. Die Untersuchungen haben ergeben, daß menschliche Sprache ein sehr komplexes Zeichensystem ist. Ihr Erwerb verläuft nicht durch Erlernen einzelner Vokabeln und Sätze, sondern ganzer Strukturen. Heute konzentriert sich die Forschung auf zwei Bereiche: auf der Untersuchung der natürlichen Erstsprachigkeit (Kindersprache) und der gesteuerten Zweit- oder Mehrsprachigkeit ( v. a. Entwicklung von Lehrverfahren).
In der vorliegenden Arbeit möchten wir uns mit dem Erwerb des Deutschen als Zweitsprache befassen. Nach dem Überblick über die Forschungslage und die Hypothesen der Zweitsprachenerwerbsforschung werden wir auf die Situation des Zweitsprachenunterrichts in Deutschland näher eingehen (Unterricht für unterschiedliche Altersgruppen). Mit praktischen Hinweisen versuchen wir einen Verlauf der Unterrichtsstunde zu gestalten. Anschließend stellen wir Ausbildungsmöglichkeiten im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache dar. Zum Schluss befassen wir uns anhand einiger Beispiele mit der Lage des Zweitsprachenunterrichts Deutsch für Kinder und Jugendliche in Hannover.
I.Theoretische Grundlagen
1. Forschungslage der Zweitsprachenerwerbsforschung
In den sechziger und siebziger Jahren wurde die Spracherwerbsforschung, eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit solchen Fragen wie z. B. wann die Spracherwerbsprozesse beginnen, unter welchen Voraussetzungen sie verlaufen und wie lange sie dauern beschäftigt, sehr intensiviert. Die Gründe für die rasche Entwicklung waren: die Arbeitsmigration und die Flüchtlingsbewegungen, die in diesen Jahren aus wirtschaftlichen und politischen Gründen in Europa und in den USA stark zugenommen haben. Beobachtung der Erwachsenen und der Kinder von Gastarbeitern, Immigranten, die die Sprache des Ziellandes oft ohne der schulischen Maßnahmen erworben haben, hat die Untersuchung der Prozesse, die zum Erwerb der Mutter- und Zweitsprache führten, beschleunigt (Zweitsprachenerwerbsforschung). Zu den wichtigsten Sprachforschern gehört unter anderen S. D. Krashen, der die Unterscheidung zwischen Lernen und Erwerb einer Sprache eingeführt hat. Der Erwerb bezeichnet naturgegebene Sprachentwicklung, ohne Regelkenntnis und Regelbewußtsein. Das Lernen dagegen ist an formale Lehrverfahren gebunden, an den Unterricht1. Die Zweitsprachenerwerbsforschung hat zahlreiche Begriffe herausgebildet, um die unterschiedlichen Spracherwerbstypen zu definieren. Zu den bedeutsamen Begriffen gehören: Erstsprache, Zweitsprache, Bilingualismus und Fremdsprache. Unter dem Begriff der Erstsprache, auch Muttersprache genannt, versteht man den frühkindlichen Erwerb der Sprache, der bald nach der Geburt einsetzt, wobei der zeitliche Aspekt eine entscheidende Rolle spielt. Als Zweitsprache wird dagegen die Sprache bezeichnet, die erworben wird, nachdem die Muttersprache bereits ganz oder teilweise erlernt wurde. Es ist die Sprache der Immigranten in ihrem Einwanderungsland, die sie im Kontakt mit der dominierenden Bevölkerung lernen. Die Zweitsprache kann aber auch als eine gemeinsame Verkehrssprache zwischen Kommunikationspartnern mit unterschiedlichen Muttersprachen verstanden werden (lingua franca z. B. Englisch oder Französisch). Bilingualismus liegt vor, wenn im frühkindlichen Alter gleichzeitig zwei oder mehrere Sprachen erworben werden (z. B. Mutter- Engländerin, Vater- Deutsche, Kind spricht fließend Englisch und Deutsch).
[...]
1 Digeser, Andreas: Fremdsprachendidaktik und ihre Bezugswissenschaften. Einführung, Darstellung, Kritik, Unterrichtsmodelle, Stuttgart 1988, S. 373
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