Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2004, 25 Pages
Author: Martin Hasenöhrl
Subject: Communications: Media Economics, Media Management
Details
Institution/College: University of Salzburg 'Paris Lodron' (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Tags: Akteursrollen, Medienindustrie, Aspekte, Medienkonsums
Year: 2004
Pages: 25
Grade: Gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-25590-5
ISBN (Book): 978-3-638-64742-7
File size: 167 KB
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vier wichtigsten Akteuren der Medienindustrie: Produzent, Staat, Werbewirtschaft und Konsument. Ziel ist es, einerseits das ökonomische Gewicht der einzelnen Akteure innerhalb des Mediensystems zu beurteilen, andererseits die gesellschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Rollenverständnisse vor der Annahme zu analysieren, das Mediensystem als Ganzes sei ein entscheidender Akteur innerhalb unseres Gesellschaftssystems.
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den vier wichtigsten Akteuren der Medienindustrie: Produzent, Staat, Werbewirtschaft und Konsument. Zunächst dazu aber einige theoretische und methodologische Überlegungen. Basierend auf einer Literaturanalyse werde ich im ersten Teil des Textes den Stellenwert der Medienindustrie innerhalb unseres gesamtgesellschaftlichen Systems problematisieren. Dabei gehe ich nach Ottfried Jarren (1996, 79ff) davon aus, dass Medien selbst einen entscheidenden gesellschaftlichen Akteur darstellen, dessen Rolle und Stellung und somit dessen Macht und Einfluss sich in den letzten Jahrzehnten massiv gewandelt haben. Wenn man mit Stephan Ruß-Mohl (1997, 93ff) argumentiert, so stellt sich in einem nächsten Schritt die Frage, wer den nun dieses Mediensystem steuert? Oder steuert sich dieses gar von selbst? Eine mögliche Ahnung davon, welche Akteure tatsächlich an der Produktion von medial aufbereiteter Information beteiligt sind liefert dann der amerikanische Kommunikationswissenschaftler Joseph Turow (1992) im dritten Kapitel des ersten Teils. Dabei legt er weniger Wert auf die ökonomische Position der einzelnen Akteure sondern bezieht sich eher auf deren Möglichkeiten auf Macht- und Einflussnahme innerhalb des Mediensystems. Insgesamt definiert Turow 13 Akteursrollen. Turows Rollenschema bildet gemeinsam mit einigen Überlegungen zum Paradigma der neuen Institutionenökonomik auch die Überleitung zum zweiten Teil der Arbeit: den vier wichtigsten Akteuren der Medienindustrie nach Kiefer (2001, 192ff): Produzent, Staat, Werbewirtschaft und Konsument. Ziel der Arbeit ist es, einerseits das ökonomische Gewicht der einzelnen Akteure innerhalb des Mediensystems zu beurteilen, andererseits die gesellschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Rollenverständnisse vor der Annahme zu analysieren, das Mediensystem als Ganzes sei ein entscheidender Akteur innerhalb unseres Gesellschaftssystems.
Excerpt (computer-generated)
Universität Salzburg
Institut für Kommunikationswissenschaft
Seminar: Ökonomische Aspekte des Medienkonsums
Wintersemester 2003/2004
SEMINARARBEIT
Akteursrollen in der Medienindustrie
erarbeitet von:
Hasenöhrl Martin
Salzburg, Februar 2004
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Auf dem Weg in die Mediengesellschaft 3
2.1. Medien als eigener Institutionentypus 3
2.2. Wer steuert das System? 4
2.3. Die 13 Power Roles nach Joseph Turow 5
2.4. Das Modell der Neuen Institutionenökonomik 7
3. Die vier ökonomischen Hauptakteure 9
3.1. Produzent/Unternehmung 9
3.1.1. Risikofaktoren der Medienproduktion 10
3.1.2. Marktverhalten und Marktstrategien 11
3.2. Staat 11
3.2.1. Funktionen des Staates 12
3.3. Werbewirtschaft 14
3.3.1. Medien als Kuppelprodukt 14
3.3.2. Der Einfluss der Werbung auf das Angebot 15
3.4. Konsument/Haushalt 17
3.4.1. Commodities und unvollkommene Homini Oeconomici 18
3.4.2. Der Medienkonsument als ökonomischer Akteur 18
4. Fazit 21
Bibliographie 23
1. Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den vier wichtigsten Akteuren der Medienindustrie: Produzent, Staat, Werbewirtschaft und Konsument. Zunächst dazu aber einige theoretische und methodologische Überlegungen.
Basierend auf einer Literaturanalyse werde ich im ersten Teil des Textes den Stellenwert der Medienindustrie innerhalb unseres gesamtgesellschaftlichen Systems problematisieren. Dabei gehe ich nach Ottfried Jarren (1996, 79ff) davon aus, dass Medien selbst einen entscheidenden gesellschaftlichen Akteur darstellen, dessen Rolle und Stellung und somit dessen Macht und Einfluss sich in den letzten Jahrzehnten massiv gewandelt haben. Wenn man mit Stephan Ruß-Mohl (1997, 93ff) argumentiert, so stellt sich in einem nächsten Schritt die Frage, wer den nun dieses Mediensystem steuert? Oder steuert sich dieses gar von selbst?
Eine mögliche Ahnung davon, welche Akteure tatsächlich an der Produktion von medial aufbereiteter Information beteiligt sind liefert dann der amerikanische Kommunikationswissenschaftler Joseph Turow (1992) im dritten Kapitel des ersten Teils. Dabei legt er weniger Wert auf die ökonomische Position der einzelnen Akteure sondern bezieht sich eher auf deren Möglichkeiten auf Macht- und Einflussnahme innerhalb des Mediensystems. Insgesamt definiert Turow 13 Akteursrollen.
Turows Rollenschema bildet gemeinsam mit einigen Überlegungen zum Paradigma der neuen Institutionenökonomik auch die Überleitung zum zweiten Teil der Arbeit: den vier wichtigsten Akteuren der Medienindustrie nach Kiefer (2001, 192ff): Produzent, Staat, Werbewirtschaft und Konsument.
Ziel der Arbeit ist es, einerseits das ökonomische Gewicht der einzelnen Akteure innerhalb des Mediensystems zu beurteilen, andererseits die gesellschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Rollenverständnisse vor der Annahme zu analysieren, das Mediensystem als Ganzes sei ein entscheidender Akteur innerhalb unseres Gesellschaftssystems.
2. Auf dem Weg in die Mediengesellschaft
„Medien entwickeln sich zu Akteuren und zu einem eigenen Institutionentypus in der Gesellschaft, die deshalb vielfach als ‚Mediengesellschaft’ bezeichnet wird“, meint Ottfried Jarren (1996, 79) in seinem Aufsatz ‚Auf dem Weg in die Mediengesellschaft’. Jarren (ebd.) weiter: „Als vermittelnde Instanz entfernen sie sich insbesondere von den politischen Institutionen und der allgemeinen – vor allem der politischen – Öffentlichkeit. Sie rücken näher an das zahlende Publikum heran und konstituieren damit allenfalls Teilöffentlichkeiten, die vorrangig nach ökonomischen Notwendigkeiten (Publikums- und Werbemärkte) ausgerichtet sind.“
Wie sich diese verstärkte ökonomische Orientierung der Medien auf das gesamtgesellschaftliche institutionelle Gefüge auswirkt soll im folgenden Kapitel untersucht werden.
2.1. Medien als eigener Institutionentypus
Nachdem die Medienindustrie ihr Angebot immer mehr auf ihre zahlende Klientel (Rezipienten auf der einen Seite, Werbewirtschaft auf der anderen Seite) ausrichten muss entfernt sie sich immer mehr vom traditionellen politischen System, welches seine Kommunikation immer auf die Gesamtgesellschaft ausrichten muss. Trotzdem ist die Medienindustrie aufgrund ihrer historischen Entwicklung und normativen Vorgaben durch den Staat nach wie vor nicht vollständig der Institution Markt unterworfen, was sie für Jarren (1996, 81) zu einem eigenständigen Institutionentypus macht:
„Sie werden zu Institutionen, weil sie organisatorische Aspekte mit normativen Faktoren verknüpfen. […] Medien gehören damit zu den Strukturen der Gesellschaft und als Institutionen leisten sie – funktional betrachtet – zwei Dinge: Integration und Steuerung. Als eigenständiger Institutionentypus prägen sie jetzt die Architektur des bestehenden Institutionengefüges mit, vor allem beeinflussen sie das intermediäre politische System der Gesellschaft.“
Veränderungen im Medienbereich wirken somit in vielfältiger Weise auf die anderen gesellschaftlichen Institutionen und deren Handlungsmöglichkeiten zurück. Die „neu institutionalisierten privat-kommerziellen Medien“ (Jarren 1996, 82) brechen mit der Tradition der Herstellung einer allgemeinen Öffentlichkeit, wie dies vor allem bei Tages- oder Wochenzeitungen noch der Fall war. Da diese Entwicklung wie bereits beschrieben aufgrund der engen Verflechtung zwischen Ökonomie-, Politik-, Sozial-, und Mediensystem auch auf die traditionellen Strukturen der Gesellschaft zurückwirkt ist es nicht verwunderlich, wenn ganz Europa auf der Suche nach neuen Regulierungsformen für die Medienindustrie ist. Genau sowenig verwunderlich und eng mit der Frage der Regulierung verbunden ist die in der Kommunikationswissenschaft immer brennender werdende Frage nach Qualitätssicherung im Journalismus.
[....]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Selbstwertschätzung und Arbeitslosigkeit, Validierung der Multidimensionalen Selbstwertskala (MSWS)
Author: Bettina EhrnspergerPsychology - Miscellaneous, 2005 Download as PDF-file for 34,90 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: