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Gröningers Plettenberg-Epitaph

Termpaper, 2003, 17 Pages
Author: M.A. Jens-Philipp Gründler
Subject: Art - Architecture / History of Construction

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 17
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V22380
ISBN (E-book): 978-3-638-25736-7

File size: 177 KB


Excerpt (computer-generated)

Das Plettenberg-Epitaph von der Hand des
Johann Wilhelm Gröninger im Johannischor
des Domes zu Münster

 


von: Jens-Philipp Gründler

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung S. 1 – 2

II. Der Forschungsstand und die Quellenlage um das Plettenberg-Epitaph S. 2 - 6

II. 1) Wo liegt der bisherige Schwerpunkt der Forschung: Was ist geleistet worden, und was nicht? S. 2 – 5
II. 2) Die Quellenlage S. 5 – 6

III. Architektur, Freifiguren und Relief des Epitaphs S. 6 - 13

III. 1) Versuch der Hervorhebung der Originalität des Monumentes als Ziel der Arbeit S. 6 – 7
III. 2) Ausführliche Beschreibung des Denkmals S. 7 – 11
III. 3) Die Wahl der Dorica als ungewöhnliche architektonische Formgebung innerhalb des Barock S. 11 – 12
III. 4) Das Plettenberg-Epitaph im Vergleich mit Algardis „Vertreibung des Attila“ und der „Enthauptung des Paulus“ S. 12 – 13

IV. Schluss S. 13 – 14

V. Inhaltsverzeichnis S. 15

 


 

I. Einleitung

Im Folgenden soll von dem Epitaph des Domprobstes Ferdinand von Plettenberg die Rede sein, welches im Johannischor des Domes zu Münster zu sehen ist. Das Monument wurde von dem westfälischen Bildhauer Johann Wilhelm Gröninger nach einem Entwurf des Gottfried Laurenz Pictorius gefertigt. In vorläufiger Bezugnahme auf die Quellenlage würden als Entstehungszeit des Werkes die Jahre 1712 bis 1722 genannt werden können, eine umfassendere Beschäftigung mit jener Auftragslage soll in diesem Text jedoch erst an einer späteren Stelle stattfinden. Hier dient die vorwegnehmende Erwähnung vor allem einer ungefähren historischen bzw. kunstgeschichtlichen Einordnung des Denkmales in die Zeit des Barock hinsichtlich der nun erfolgenden Kurzbeschreibung.

Das zu behandelnde Werk vereint in Form eines Epitaphs zuallererst drei künstlerische Stilebenen, welche man in Architektur, Skulptur und Relief nicht zu unterteilen wagt, da die Hand des verantwortlichen Bildhauers alle drei Kategorien meisterlich ineinander fließen lässt, was eine strikte Unterscheidung zu einem heiklen Unterfangen machte, würde auf diese Art dem Monument doch unrecht getan. Dennoch: In ersten Augenschein genommen scheint die Gestaltung inhaltlich oder thematisch, aber auch plastisch, deduktiv angelegt zu sein – von der allgemeinen, begleitenden, hin zur besonderen. Architektonisch wählt der Künstler eine, an ein Portal erinnernde, Dorica, deren Säulen in Augenhöhe auf einem Postament ruhen, obgleich sie jene bereits auf dem Boden beginnenden fortsetzen. Dem angeschnittenen Vergleich mit einem Portal gemäß ist nun darauf hinzuweisen, dass an die Stelle, wo bei einem Eingang die Türe platziert wäre, ein flaches Relief gesetzt ist, welches der dargestellten Handlung auf dem Ölberg im Garten Gethsemane, äquivalent zur Umrahmung der Szene durch die Architektur, einen kontextuellen Hintergrund bietet, jene aber auch abschließt und im Hinblick auf die künstlerische Linienführung auffängt. Der massive Sockel trägt eine gemalte lateinische Inschrift, die in goldenen, roten und schwarzen Lettern aufgetragen worden ist. Des weiteren dient der Block des Piedestals als Fundament für eine Freifigurengruppe, komponiert als Todesangst-Szene Christi, der Hauptfigur, die von zwei Engeln umgeben ist. Zwei Pilaster sind dem Halbrelief, welches den Ölbaum, drei schlafende Jünger sowie Judas und die Häscherschar bietet, in stumpfen Winkeln angefügt. Verziert sind diese Pfeiler mit den polychromierten Familienwappen der Ahnen des Domprobstes von Plettenberg: vom Betrachter aus links ist die genealogische Linie des Vaters zu betrachten; rechts sieht man das Pendant, den Familienzweig der Mutter, einer geborenen von Fürstenberg. Darüber ist ein Triglyphenfries angebracht, dessen Metopenfelder die Arma Christi und weitere Symbole zeigen. In einem verkröpften, in der Mitte flach geschweiften Gesims halten zwei Engelsputten das gekrönte, von einer Kartusche umschlossene Wappen der Familie von Plettenberg. Auf der flachen Rundung des Gebälks ist ein Kreuz zwischen zwei gelagerten weiblichen allegorischen Figuren positioniert. In den Achsen der Säulen, als Beiwerk des mit zwei flach gedrückten Steilvoluten bedachten Figurenpostaments vom Boden her kommend, steht je ein Ziergefäß, aus dem Flammen emporsteigen. Bei dieser kurzen, als Einleitung gedachten und zu Forschungsstand wie auch Quellenlage hinleitenden, Beschreibung des Objektes soll es für den Augenblick bleiben. In einem späteren Abschnitt wird jedoch erneut darauf rekurriert werden, im Rahmen einer ausführlicheren Beschäftigung mit der Erscheinung des Werkes.

II. Der Forschungsstand und die Quellenlage um das Plettenberg-Epitaph

II. 1) Wo liegt der bisherige Schwerpunkt der Forschung: Was ist geleistet worden, und was nicht?

[...]


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