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Hausarbeit, 2004, 14 Seiten
Autor: Philipp Sedlak
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Universität Stuttgart (Institut für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)
Tags: Arthur, Schnitzler, Kakadu, Eine, Analyse, Grundkurs, Einführung, Literaturwissenschaft
Jahr: 2004
Seiten: 14
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 3 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-26344-3
Dateigröße: 160 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Arthur Schnitzler: Der grüne Kakadu.
Eine Analyse
von: Philipp Sedlak
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 1
2. Interpretation S. 1
3. Figurenkonstellation S. 4
4. Dialogführung/Einakter S.10
5. Resümee S.10
6. Literaturverzeichnis S.12
1. Einleitung:
In Arthur Schnitzlers Groteske in einem Akt "Der grüne Kakadu" von 1899 spielt Schnitzler mit den Möglichkeiten eines anti-illusionistischen Theaters. Die Handlung spielt am Abend des 14. Juli 1789 in Paris. Prospère, ein ehemaliger Theaterdirektor, dem jetzt die Wirtsstube "Der grüne Kakadu" gehört, lässt seinen adeligen Gästen von seinen früheren Schauspielern die unterschiedlichsten Verbrechen darstellen, während draußen die französische Revolution mit dem Sturm auf die Bastille beginnt. Der Blick auf die Revolutionsziele, die nicht nur aus Brüderlichkeit, Gleichheit und Freiheit sondern auch aus Rache, Unterdrückung und Bereicherung bestanden und das geschickte Spiel mit Schein und Sein, das in der Ermordung des Herzogs Emile von Cadignan mündet, bilden die Groteske "Der grüne Kakadu".
2. Interpretation:
Arthur Schnitzler beleuchtet in seinem Stück "Der grüne Kakadu" die französische Revolution im Hinblick ihrer Ursachen, ihrer Voraussetzungen und ihrer wirklichen Ziele. Das Wirtshaus "Der grüne Kakadu" wird zum Schauplatz der bedeutenden und schicksalvollen Tage zu Beginn der französischen Revolution. Doch warum kam es überhaupt zur Revolution der Bauern und unteren Schichten gegen den Adel? Im "grünen Kakadu" heißt es zur Lage der französischen Bevölkerung im Jahre 1789: "Auf dem Lande verhungert man. Da geht′s den Leuten noch tausendmal schlechter als in der Stadt... Es wächst bald kein Korn mehr in ganz Frankreich (126) ." Eine notleidende, unzufriedene Bevölkerung repräsentiert das Frankreich dieser Tage. Doch der Adel, gleichzeitig führende Schicht, erkennt die missliche Lage des Volkes nicht und ist nicht bereit, die Ursachen, die zum späteren Ausbruch der Revolution führten, zu bekämpfen, ja gar offene Kritik an ihrer eigenen Schicht und das Drohen einer Revolution wahrzunehmen. Dies wird an dem jungen Adeligen Albin Chevalier de la Tremouille deutlich, der sich darüber empört, weil sein Großonkel von Bauern als "Kornwucherer" (130) beschimpft wurde. Warum dies geschah, nämlich aufgrund einer Situation, welche die Bauern hungern und
verzweifeln ließ, nimmt er nicht wahr. Somit steht Albin Chevalier de la Tremouille repräsentativ für den Adel der damaligen Zeit, wenn er zu seinem Freund Francois Vicomte von Nogeant, der ebenfalls dem Adelsstand angehört, erstaunt sagt: "Was kann denn ich dafür, was kann denn mein Großonkel dafür (129)", nachdem Francois Vicomte von Nogeant ihn auf die Situation der Bauern aufmerksam gemacht hatte.
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