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Scholary Paper (Seminar), 2002, 12 Pages
Author: Iris Hackermeier
Subject: Sociology - Gender Studies
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Regensburg (Sozialwesen)
Tags: Gender, Kulturen, Bedeutung, Verständnis, Gender, Gender-Studien, Geschlechtersoziologie, Theorie, Praxis
Year: 2002
Pages: 12
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-26840-0
File size: 221 KB
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Excerpt (computer-generated)
Gender in verschiedenen Kulturen und ihre Bedeutung
für das Verständnis von Gender
von: Iris Hackermeier
1 THEMENEINFÜHRUNG – DIFFERENZ DER SOZIALEN GESCHLECHTER 4
2 GESCHLECHTERVERHÄLTNISSE IN ANDEREN KULTUREN 5
2.1 Geschlechteridentitäten der Gikuyu, Kenia 5
2.2 Rollenverteilung der islamischen Türkei 6
2.2.1 Frauenwelten 6
2.2.2 Männerwelten 7
2.3 Geschlechterverhältnisse in Japan 7
2.4 Gender im Kulturraum Indien 9
2.4.1 Das dritte Geschlecht 9
2.4.2 Die Rolle der Frau 9
3 BEDEUTUNG FÜR DAS GENDER 11
3.1 Differenzierung von Gender 11
3.2 Eigene Meinung 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
1 Themeneinführung – Differenz der sozialen Geschlechter
„Eines Tages begegnete der Marschallin de Grancey der Abbé de Chateauneuf, als sie hochrot vor Zorn war. „Was ist Ihnen denn, Madame?“ fragte er.
„Ich habe zufällig ein Buch aufgeschlagen“, sagte sie, „das in meinem Zimmer herum lag; ich glaube es ist eine Briefsammlung; darin stieß ich auf die Worte: ‚Ihr Frauen, seid euern Männern untertan.’ Ich habe das Buch weggeworfen.“
„Wie, Madame! Ist Ihnen bekannt, daß dies die Briefe des heiligen Paulus sind?“
„Es ist mir gleichgültig, von wem sie stammen; der Autor ist sehr ungezogen. Niemals hat der Marschall in diesem Tone an mich geschrieben; ich bin überzeugt, Ihr heiliger Paulus war ein Mann, mit dem sehr schlecht auszukommen war. War er verheiratet?“
„Ja, Madame.“
„Seine Frau muß wohl ein recht gutmütiges Geschöpf gewesen sein; wäre ich die Frau eines solchen Mannes gewesen, dem hätte ich zu schaffen gemacht. ‚Seid euern Männern untertan!’ Ein Gebot der Natur ist das bestimmt nicht; sie hat uns mit Organen ausgestattet, die sich von denen der Männer unterscheiden; aber als sie uns füreinander unentbehrlich machte, war es nicht ihre Absicht, dass aus der Vereinigung eine Sklaverei erwachse.“
Was VOLTAIRE vor mehr als 200 Jahren pointiert im Dialog auf den Begriff brachte, ist auch heute noch Gegenstand endloser gelehrter und weniger gelehrter Debatten: Das Verhältnis von Mann und Frau.“ (Böhm & Lindauer 1992, S. 5).
Dabei wird oftmals primär auf den biologischen Unterschied eingegangen und entscheidende Wissenschaften wie die Psychologie, die Soziologie, die Philosophie und die Historie, welche die Rollenverteilung von Mann und Frau entscheidend mitbestimmen , nicht berücksichtigt.
Um alle Faktoren, die ein Gender (also das soziale Geschlecht) beeinflussen und steuern, zu ermitteln, können Kulturvergleiche angestrebt werden. Demnach müssten die Geschlechterverhältnisse, je nach Geschichte, Religion, Brauchtum, ökonomischer Situation, Demoskopie und Stellung in der Weltwirtschaft in den unterschiedlichen Ländern und Regionen verschiedene Ausprägungen annehmen.
Zur Demonstration des Geschlechts als kulturelles Konstrukt stelle ich im Folgenden vier Kulturen aus drei verschieden Kontinenten vor.
2 Geschlechterverhältnisse in anderen Kulturen
2.1 Geschlechteridentitäten der Gikuyu, Kenia
[...]
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