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Gestalttherapie und ihre psychoanalytischen Wurzeln

Scholary Paper (Seminar), 2000, 16 Pages
Author: Iris Hackermeier
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Event: Einführung in das Studium der Sozialen Arbeit - Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten
Institution/College: University of Applied Sciences Regensburg (Sozialwesen)
Tags: Gestalttherapie, Wurzeln, Einführung, Studium, Sozialen, Arbeit, Anleitung, Arbeiten
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 16
Grade: Mit Erfolg
Language: German
Archive No.: V23798
ISBN (E-book): 978-3-638-26842-4

File size: 137 KB


Excerpt (computer-generated)

Gestalttherapie und ihre psychoanalytischen Wurzeln

 


von: Iris Hackermeier

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1.0 Geschichtlicher Hintergrund

1.1 Kunstverständnis des 19. und 20. Jahrhunderts 4
1.2 Entstehung der Psychoanalyse 6

2.0 Psychoanalyse und Gestalttherapie

2.1 Zusammenhang beider Therapiesysteme 9
2.2 Abgrenzung der Gestalttherapie von der Tiefenpsychologie 10

3.0 Modelle und Methoden

3.1 Zentrale Methoden 11
3.2 Gestalt- und Symbolbildung 13

Schlusswort 15

Literaturverzeichnis 16

 

 

 

 

 

 

Vorwort

Mit dieser Studienarbeit möchte ich einen, stark vereinfachten und gekürzten, Überblick über die "Therapie mit den bildenden Künsten" geben. Die Ursprünge meiner Interesse für dieses Thema liegen nun zwei Jahre zurück, als ein Kunstlehrer der Fachoberschule mich und meine Klasse des öfteren im Kunstunterricht mit Bildern von geisteskranken Patienten konfrontierte. Herr Schönleber war an einer psychatrischen Anstalt als Kunsttherapeut tätig und löste in meiner Klasse häufig eine Diskussion über diese Behandlungsmethode aus. Später beeinflusste mich diese Vorliebe für Kunst und Therapie bei der Wahl meines Studiums.

In diesem Semester bin ich durch die Vorlesung bei Frau Kilgert "Einführung in Malen und Zeichnen" erneut auf diese, in unserer Region nicht sehr verbreitete, Behandlungsmethode gestoßen. Das konkrete Thema dieses Referats war "die Farben der Seele", Kranker oder Künstler, oder die Ästhetik der Bilder. Das ließ mich weiter nachforschen und als ich überraschenderweise sehr viel Literatur darüber entdecken konnte kam mir die Idee, dieses sehr breitgefächerte Thema der Gestalttherapie mit meinem ursprünglich gewählten Thema der Studienarbeit „die Psychoanalyse nach S. Freud" zu verbinden und somit gleichzeitig einzugrenzen. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass das große Angebot an Fachbüchern hauptsächlich in den Siebziger und Achtziger Jahren entstand und Zitate aus diesem Kontext von diversen Therapeuten sogar bis zu einem Jahrhundert zurückliegen können. Aus der Gliederung geht schon hervor, dass ich nicht ausschließlich auf die psychoanalytisch orientierte Kunsttherapie eingehen, sondern sie auch im allgemeinen Kontext betrachten möchte. Im allgemeinen ist noch hinzuzufügen, dass ich keine, bzw. nur sehr vereinfachte Erfahrungen mit dieser Behandlungsmethode gemacht habe und mich deshalb ausschließlich auf die von mir gewählte Fachliteratur berufen muss.

1.0 Geschichtlicher Hintergrund

1.1 Kunstverständnis des 19. Und 20. Jahrhunderts

Für die Entstehung von Symbolen, die in der Kunsttherapie von großer Bedeutung sind und im Kontext noch geklärt werden, ist die Entwicklung der bildenden Künste der letzten zwei Jahrhunderte ausschlaggebend. Um 1800 kam es zu einer Wende in der Kunstgeschichte. Nicht mehr das perfekte kopieren des Realen war gefragt, vielmehr eine Idealisierung der Wirklichkeit. Diese Ansätze waren sogar in der Erziehung wieder zu finden. So war Friedrich Fröbel (1782-1852) der Auffassung, dass jeder Edukand von einem pietistisch1 gereinigten Vorbild erzogen werden sollte (vgl. Menzen 1992, 43).

[...]


1 Pietismus: „seit dem 17.Jhdt eine evangelische Bewegung zur Erneuerung der Kirche und des religiösen Lebens im Sinne einer gefühlsbetonten Frömmigkeit und der Nächstenliebe" (Hermann 1996, 734)
 


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