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Scholarly Research Paper, 2004, 24 Pages
Author: MBA Marco Bambach
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Tags: Deutsche, Caritasverband, Firmenimperium
Year: 2004
Pages: 24
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-27060-1
ISBN (Book): 978-3-638-88631-4
File size: 271 KB
Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand. Ebenfalls in der Downloaddatei enthalten: 17 Folien im PDF-Format.
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Abstract
Wie gestalten wir ein finanzierbares und für jeden zugängliches Gesundheitssystem? Mit welchen Konzepten können Arbeitslose wieder eine Beschäftigung finden? Wie lässt sich eine soziale Ausgrenzung und wachsende Armut verhindern? Wie reagieren wir auf sinkende Geburtenraten und mit welchem System können ältere Menschen ausreichend sozialen Schutz erhalten? Caritas nimmt sich dieser Fragen an und organisiert Hilfe. Um schnell Hilfe und Unterstützung zu gewährleisten, sind Tausende von Mitarbeitern auf der ganzen Welt aktiv und engagieren sich für andere. Es gibt Caritas- Krankenhäuser, Caritas-Altenheime, Caritas-Kindergärten, Caritas-Beratungsstellen, Caritas-Sammlungen und jedes Jahr den Caritas-Sonntag. Was aber genau ist Caritas? Wer verbirgt sich hinter Caritas und welcher Einfluss geht von Caritas aus? Der Autor ist seit zehn Jahren in verschiedenen leitenden Positionen für Caritas tätig. Er zeigt in dieser Ausarbeitung den Sozialverband im Scheinwerferlicht und gibt einen Einblick hinter die Kulissen. Objektiv dargelegte Zahlen und Fakten, ergänzt um wissenschaftliche und praxisorientierte Erkenntnisse und Erfahrungswerte sollen Caritas aus einem anderen Blickwinkel sichtbar machen.
Excerpt (computer-generated)
Der Deutsche Caritasverband
Ein Firmenimperium stellt sich vor
von: Marco Bambach
Inhaltsverzeichnis
1 Aktualität des Themas 1
2 Freie Wohlfahrtspflege 2
3 Caritas und Kirche 3
3.1 Nächstenliebe 3
3.2 Die Arbeitgeberin Kirche 3
3.3 Zwischen Barmherzigkeit und Ökonomie 5
4 Der Deutsche Caritasverband 6
4.1 Aufbau und Struktur 6
4.2 Aufgaben 7
4.3 Finanzierung 8
4.4 Kommunikationswege 9
5 Erkenntnisse und Ausblick 11
5.1 Caritas - gestern und heute 11
5.2 Die Zukunft von Kirche und Caritas 11
Literaturverzeichnis 13
Anhang 15
Vorwort
„Wir arbeiten in Strukturen von gestern mit Methoden von heute an Problemen von morgen, vorwiegend mit Menschen, die die Strukturen von gestern gebaut haben und das Morgen innerhalb der Organisation nicht mehr erleben werden.“ Franz J. Stoffer1
Der Sozialstaat befindet sich in einem Wandel, der große Herausforderungen an seine Bürger2 stellen wird. Heute sind es nicht mehr nur Randgruppen, die von sozialpolitischen Veränderungen betroffen werden können. Jeder kann von heute auf morgen zum Hilfebedürftigen werden, was wenig mit seiner sozialen Lage und viel mit den Umständen des persönlichen Lebens zu tun hat.3 Wie gestalten wir ein finanzierbares und für jeden zugängliches Gesundheitssystem? Mit welchen Konzepten können Arbeitslose wieder eine Beschäftigung finden? Wie lässt sich eine soziale Ausgrenzung und wachsende Armut verhindern? Wie reagieren wir auf sinkende Geburtenraten und mit welchem System können ältere Menschen ausreichend sozialen Schutz erhalten? Caritas nimmt sich dieser Fragen an und organisiert Hilfe. Um schnell Hilfe und Unterstützung zu gewährleisten, sind Tausende von Mitarbeitern auf der ganzen Welt aktiv und engagieren sich für andere. Es gibt Caritas- Krankenhäuser, Caritas-Altenheime, Caritas-Kindergärten, Caritas-Beratungsstellen, Caritas-Sammlungen und jedes Jahr den Caritas-Sonntag. Was aber genau ist Caritas? Wer verbirgt sich hinter Caritas und welcher Einfluss geht von Caritas aus? Der Autor ist seit zehn Jahren in verschiedenen leitenden Positionen für Caritas tätig. Er zeigt in dieser Ausarbeitung den Sozialverband im Scheinwerferlicht und gibt einen Einblick hinter die Kulissen. Objektiv dargelegte Zahlen und Fakten, ergänzt um wissenschaftliche und praxisorientierte Erkenntnisse und Erfahrungswerte sollen Caritas aus einem anderen Blickwinkel sichtbar machen.
1 Aktualität des Themas
Die Säkularisierung der Gesellschaft in Deutschland ist in den Ergebnissen der Studie „Perspektive Deutschland"4 ablesbar. Lediglich 11 % der Bevölkerung äußern in dieser weltweit größten gesellschaftspolitischen Online-Umfrage ein hohes Vertrauen in die katholische Kirche; 12 % beurteilen deren Aufgabenerfüllung als gut. Nur 29 % der Bevölkerung nehmen einen dringenden Verbesserungsbedarf wahr, was darauf hindeuten kann, dass die Bürger möglicherweise das Interesse an der Institution Kirche verloren haben.
Die Sozialwerke der katholischen und der evangelischen Kirche, die Caritas und die Diakonie, schneiden im Urteil der Bürger deutlich besser ab als die beiden Kirchen selbst. 25 % der Gesamtbevölkerung bescheinigen Caritas eine gute Aufgabenerfüllung. Je mehr Kontakt die Bürger mit der Institution Caritas haben, desto positiver fällt die Bewertung aus, die eine Zufriedenheitssteigerung von bis zu 60% aufweist. Caritas ist der größte private Arbeitgeber5 Deutschlands und Europas und dennoch kennen ihn weniger als die Hälfte der Bevölkerung. Lediglich 45 % der Bürger ist Caritas6 bekannt.
Bekanntheit der Caritas7
20- bis 29-Jährige 38 %
60- bis 69-Jährige 59 %
Im Vergleich dazu gaben 86 % der Bürger an, den ADAC zu kennen.
2 Freie Wohlfahrtspflege
[...]
1 Stoffer, F., Sozial Management 2000, Overath, 1995, S. 284.
2 Im Folgenden werden Personen in der männlichen Sprachform angesprochen, es sind aber jeweils sowohl männliche als auch weibliche Personen gemeint.
3 Beispiele hierfür sind Scheidung, Arbeitslosigkeit, Abhängigkeiten aller Art.
4 Perspektive-Deutschland (Hrsg.), Perspektive-Deutschland im Überblick, Online in Internet: URL: http://www.perspektive-deutschland.de [20.09.2003]. 356.000 Teilnehmer haben zwischen Oktober und Dezember 2002 über das Internet den Zustand und die Reformfähigkeit wichtiger Institutionen in Deutschland bewertet. Neben dem Schirmherr Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker und einer Reihe namhafter Professoren beteiligten sich McKinsey & Company, stern, T-Online und das ZDF als Projektpartner.
5 Hermsen, T., Wohlfahrtsverbände und Sozialmanagement, Differenzierung und Verselbstständigung in der sozialen Hilfe, Frankfurt am Main, 2000, S. 144. Drobinski, M., u.a., Aufruf zur Frechheit, in: Süddeutsche Zeitung, 16. Mai 2003.
6 Siehe Anhang A.01: Unsere „10 Gebote“. Hier stellt sich Caritas als Arbeitgeber vor und positioniert Leitsätze für die tägliche Arbeit.
7 In Prozent der Teilnehmer.
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