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Bundesliga-Aufstieg und Spielzeit des SSV Ulm 1864 e.V. in der Berichterstattung der Südwest Presse Online

Subtitle: Eine qualitative Inhaltsanalyse

Diploma Thesis, 2000, 141 Pages
Author: Dr. phil Sabine Dettling
Subject: Sport - Media and Communication

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2000
Pages: 141
Grade: 1
Bibliography: ~ 185  Entries
Language: German
Archive No.: V249
ISBN (E-book): 978-3-638-10190-5
ISBN (Book): 978-3-638-69073-7
File size: 2236 KB
Notes :
Rekonstruktion einer konstruierten Realität - Profifußball in einer elektonischen Tageszeitung: Bundesliga-Aufstieg und Spielzeit des SSV Ulm 1864 e.V. in der Berichterstattung der Südwest Presse Online - eine qualitative Inhaltsanalyse


Abstract

Innerhalb der Sportberichterstattung dominiert die Berichterstattung über Fußball. Den Medien wird vor diesem Hintergrund immer wieder einseitige „Leistungssportberichterstattung" vorgeworfen. Zahlreiche Arbeiten existieren hierzu, und sie alle können die Vormachtstellung des Fußballs anhand von Zahlen belegen. Die Vorwürfe gehen alle in dieselbe Richtung. Viel zu viel Fußball würde gesendet, immer nur Fußball sei auch Thema der Sportpresse. Selbst die neuen Online-Medien sind hier keine Ausnahme. So deutlich die Vormachtstellung des Fußballs in den Medien auch herausgestellt wird. Nicht eine einzige Studie hat sich jemals damit befasst, w i e der „Herrgott Fußball" aussieht, welches Bild vom Fußballsport zum Beispiel ein Printmedium – dazu zählt sowohl die traditionelle papierene Form als auch die online publizierte neuere Form in Gestalt von virtuellen Zeichen – an seine Leser weitervermittelt. Es war trotz intensivster Literaturrecherche keine einzige Arbeit zu finden, die genau dies zum Thema hat. Eine Abhandlung darüber, wie Fußball in der Presse dargestellt wird, fehlt. Diese Lücke soll die vorliegende Arbeit mit dem Charakter einer Pilotstudie zumindest ein Stück weit schließen. Ziel der Diplomarbeit ist es zu ergründen, welches Bild eine Online-Sportredaktion, die Südwest Presse online, von einem ortsansässigen Fußball-Bundesliga-Verein, dem SSV Ulm 1846 e. V., skizziert. Die aktuelle Diskussion um die Sportberichterstattung wird zuerst in einen wissenschaftstheoretisch begründeten Kontext gestellt; das inhaltliche Konzept der Arbeit basiert auf der neueren soziologischen Systemtheorie Niklas Luhmanns. Auf der Folie dieses Konzepts wird die im Online-Medium abgebildete Wirklichkeit mit Hilfe der computergestützten qualitativen Inhaltsanalyse erfasst und rekonstruiert. Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse werden entsprechend des Kategoriensystems und auf der Grundlage der Arbeitshypothesen vorgestellt und diskutiert. Abschließend erfolgen eine kritische Reflexion der Methode und Vorgehensweise vor dem Hintergrund der wissenschaftstheoretischen Aussagen und des Methodenkonzepts sowie die Thesenüberprüfung im Stile einer Ergebniszusammenfassung.


Excerpt (computer-generated)

Rekonstruktion einer konstruierten Realität

Profifußball in einer elektronischen Tageszeitung:
Bundesliga-Aufstieg und Spielzeit
des SSV Ulm 1846 e.V. in der Berichterstattung
der Südwest Presse Online
- eine qualitative Inhaltsanalyse -

Wissenschaftliche Arbeit

vorgelegt am Institut für Sportwissenschaft
der Universität Stuttgart

zur Erlangung des Diplomzeugnisses

eingereicht von: Sabine Dettling

Bietigheim-Bissingen, im November 2000

INHALT

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis IV

TEIL I EINLEITUNG 1

1 Die Forschungsidee oder: Warum ausgerechnet Fußball? 1
2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2.1 Philosophische und wahrnehmungspsychologische Grundlagen... 2
2.2 ...und die daraus abzuleitenden Konsequenzen für Zielsetzung und Methodik 4
2.3 Zum Aufbau der Arbeit 5

TEIL II THEORIE 6

1 ,,Gott ist Rund" - Faszination Fussball 6
1.1 Was ist dran am Fußballsport? 8

2 Fußball und Massenmedien - eine Symbiose 9
2.1 Aspekte des Medienkonsums 9
2.2 Die Mannschaftssportart Fußball - Magnet für ein Massenpublikum 10
2.2.1 Die Live-Produktion eines Dramas... 10
2.2.2 ...und die Nachbereitung durch die Presse 11

3 Zum Wandel der Medienstruktur und die Bedeutung des (Fußball-) Sports 12
3.1 Sportübertragungen im Fernsehen 12
3.2 Sport in den Printmedien 13
3.3 Online-Zeitungen im Internet - eine neue Konkurrenz für die Sportpresse? 14
3.3.1 Der Internetauftritt des Deutschen Fußball-Bundes als Beispiel... 15
3.3.2 ...für eine potentielle Existenzbedrohung der Pressebranche durch das Internet? 15
3.3.3 Eigenschaften, Vor- und Nachteile virtueller und ,,herkömmlicher" Presseprodukte 17
3.4 Die Mediensituation heute und morgen - Fazit und Ausblick 18

 4 Sportmedien und Mediensport - zum Stand der Forschung 20
4.1 Veröffentlichungen zum Thema im Überblick 20
4.2 Anmerkungen zum Stand der Forschung 23
4.2.1 Presseähnliche Inhalte im Internet sind bisher nicht Gegenstand sportwissenschaftlicher Forschung 23
4.2.2 Das quantitative Forschungsparadigma dominiert 24

 5 Grundlagen für eine systemtheoretische Rahmenkonzeption 25
5.1 Vorüberlegungen: Zur Eignung quantifizierender Verfahren in der Sportwissenschaft 26
5.2 Positivismus und Konstruktivismus - erkenntnistheoretische Pole 27
5.3 Grundbegriffe der Systemtheorie 29
5.4 Massenmediale Konstruktion von Realität 31
5.4.1 Zur Theorie der Massenkommunikation 31
5.4.2 Die Beobachtung der Beobachter 32
5.4.3 Die Erzeugung gesellschaftlicher Hintergrundrealität, Nachrichtenwerttheorie und Agenda-Setting 35
5.5 Die Realität des Sports in den Medien 37
5.5.1 Verfälschte Wirklichkeit? 37
5.5.2 Mediensport ist gleich Hochleistungssport ist gleich Fussball 38
5.5.3 Zwischen Information und Unterhaltung: (Fußball-) Sport in der (Online-) Printberichterstattung 40

 6 Zwischenfazit 41

TEIL III EMPIRIE 43

 1 Thesen oder: Den ,,Ulmer Fußballgeschichten" auf der Spur 43
1.1 Prämissen 43
1.1.1 Literarische Erzählformen und die Geschichten des Fußballs 44
1.1.2 Elemente, Akteure und Bezugsgruppen des Profifußballs 45
1.2 Thesen 47

 2 Methodologische Implikationen und Datengrundlage 49
2.1 Qualitative Inhaltsanalyse mit Unterstützung von AQUAD 5® 49
2.2 Datengrundlage 51
2.3 Kategorien 53

 3 Ergebnisse 56
3.1 Ulmer Fußballgeschichten 57
3.1.1 Märchenhaft, legendär, dramatisch - Erzählstrukturen 57
 3.1.1.1 Das Märchen vom ,,Wunder von Ulm" 57
 3.1.1.2 Legendär 62
 3.1.1.3 Fußball dramatisch 64
3.1.2 Siegertypen: Die Helden von Ulm 67
 3.1.2.1 Von Torhütern, Torjägern und anderen Helden 68
 3.1.2.2 Kollektive Einzigartigkeit 70
3.1.3 Der Held als Identifikationsobjekt 75
 3.1.3.1 Menschen wie du und ich: Private Aspekte der Stars 76
 3.1.3.2 ,,Körperspuren" 77
 
3.2 Die Konstruktion der Sozialfigur "Trainer" 79
3.2.1 Zur Trainerrolle 80
3.2.2 Die Konstruktion des Trainer-Images 83
3.3 ,,Sie finden nicht zu ihrem Spiel" - Begründungen von Erfolg und Mißerfolg 86
3.3.1 Beanspruchungsannahmen 88
3.3.2 Pech und Glück 88
3.3.3 Fähigkeitsannahmen 89
3.4 Fußball der Superlative 91
3.5 ...Und die Moral von der Geschicht... - Werte, Normen und Klischees 92

TEIL IV FAZIT 97

 1 Kritische Reflexion der Methode und Vorgehensweise 97
1.1 Zur Methode der qualitativen Inhaltsanalyse mit AQUAD 5® 97
1.1.1 Computerunterstützung... 97
1.1.2 ...der qualitativen Inhaltsanalyse 98
1.2 Zur Wahl des Untersuchungszeitraums 99

 2 Thesenprüfung und Zusammenfassung der Ergebnisse 100
2.1 Konstruktion einer Realität des Hochleistungsfußballs... 100
2.2 ...vor dem Hintergrund eines konservativen Wertekosmos... 103
2.3 ...erzählt mit Hilfe von Erzählformen der fiktionalen Literatur 104

TEIL V LITERATUR V

TEIL VI ANHANG XV

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

 

Einleitung

1 Die Forschungsidee oder warum ausgerechnet Fußball?

Sportveranstaltungen in Deutschland sind wahre Magneten für ein Massenpublikum. Kein anderes Ereignis ist in der Lage, so hohe Einschaltquoten zu erzielen wie eine Fußball-Weltmeisterschaft (vgl. AAWG 1998), und der Sportteil der Zeitungen erfreut sich einer solchen Beliebtheit, daß die Bild-Zeitung als auflagenstärkstes Blatt Deutschlands in erheblichem Umfang über die Sportseiten verkauft wird (vgl. KRÜGER 1993, 28). Die vorliegende Arbeit basiert auf einer Seminararbeit mit dem Titel ,,Die Bedeutung des Sports in den Medien". Sie wurde im Rahmen des Hauptseminars ,,Management im Sport" unter der Leitung von Dr. Rolf BRACK und Rainer HIPP im Wintersemester 1996/97 am Institut für Sportwissenschaft der Universität Stuttgart angefertigt. Bei der Bearbeitung der Seminararbeit, die einen allgemeinen Überblick über die Forschungslage des Sports in den Massenmedien liefern sollte, ist deutlich geworden, daß innerhalb der Sportberichterstattung vor allen Dingen die Berichterstattung über Fußball dominiert. Dies konstatiert auch KROCK: ,,Fußball bildet die große Ausnahme. Fußball, das ist der Herrgott" (KROCK 1982, zit. in ROHNE 1993, 87). Den Medien wird immer wieder einseitige ,,Leistungssportberichterstattung" vorgeworfen. Zahlreiche Arbeiten existieren hierzuI, und sie alle können die Vormachtstellung des Fußballs anhand von Zahlen belegen. Die Vorwürfe gehen alle in die selbe Richtung. Viel zu viel Fußball würde gesendet, immer nur Fußball sei auch Thema der Sportpresse. Selbst die neuen Online-Medien scheinen hier keine Ausnahme darzustellen. So deutlich die Vormachtstellung des Fußballs in den Medien auch herausgestellt wird - nicht eine einzige Studie hat sich jemals damit befaßt, wie der ,,Herrgott Fußball" aussieht, welches Bild vom Fußballsport ein Printmedium (und hierzu zählt sowohl die traditionelle papierene Form als auch die online publizierte neuere Form in Gestalt von virtuellen Zeichen) an seine Leser weitervermittelt. Es konnte trotz intensivster Literaturrecherche keine einzige Arbeit gefunden werden, die genau dies zum Thema hat. Eine Abhandlung darüber, wie Fußball in der Presse dargestellt wird, fehlt. Diese Lücke soll die vorliegende Arbeit mit dem Charakter einer Pilotstudie zumindest ein Stück weit schließen.


Comments

thomas m. wald
09.08.2008 11:38:11
Fakten überprüft ?
Es ist mir schleierhaft wie eine Arbeit mit 1 bewertet werden kann in der mehrmals offensichtlich gezeigt wird dass sich die Doktorantin nicht vergewissert hat alle Fakten korrekt zu überprüfen. Es ist der SSV Ulm 1846 und nicht 1864 wie mehrfach fälschlich behauptet wird, was einen einmaligen Schreibfehler ausschließt
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