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Migration und Integration in Deutschland - Ein Vergleich

Seminararbeit, 2002, 19 Seiten
Autor: David Volkert
Fach: Politik - Pol. Systeme - Politisches System Deutschlands

Details

Veranstaltung: Proseminar Politische Kommunikation und kulturelle Differenz
Institution/Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Politische Wissenschaft)
Tags: Migration, Integration, Deutschland, Vergleich, Proseminar, Politische, Kommunikation, Differenz
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V25105
ISBN (E-Book): 978-3-638-27830-0

Dateigröße: 226 KB


Textauszug (computergeneriert)

Migration und Integration in Deutschland –
Ein Vergleich

von: David Volkert

 


Gliederung

1. Integration in Deutschland

2. Demografische Entwicklung

2.1 Migration und Integration in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg

2.1.1 Vertreibungen als Folge des Zweiten Weltkrieges
2.1.2 Arbeitsmigration I - Gastarbeiter
2.1.3 Politische Flüchtlinge
2.1.4 Deutsche Aussiedler aus Osteuropa
2.1.5 Arbeitsmigration II - Arbeitsmarktbezogene Zuwanderung

2.2 Zusammenfassung - Versäumnisse der bisherigen Politik

3. Integration und Zuwanderung in den Augen der Politik

3.1 Die Bundesregierung und das neue Zuwanderungsgesetz
3.2 Bündnis 90/Die Grünen
3.3 SPD
3.4 FDP
3.5 CDU/CSU
3.6 PDS
3.7 Unabhängige Kommission „Zuwanderung“

4. Theoretischer Ansatz

4.1 Charles Taylor und die „Politik der Anerkennung“
4.2 Jürgen Habermas` „Kampf um Anerkennung im demokratischen Rechtsstaat“

5. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

 

 

 

 

1. Migration und Integration in Deutschland

In der Diskussion um die Zukunft und den Fortbestand der Gesellschaft ist eine Auseinandersetzung mit den Begriffen der Migration und Integration unumgänglich. Migration umfasst Wanderungsbewegungen von Menschen mit dem Ziel, die momentane soziale Lebenslage zu verbessern. Dabei unterscheidet man zwischen Flucht und Arbeitsmigration. Der Begriff der Integration (lat. integratio = Einbeziehung) muss eingeschränkt betrachtet werden. Im allgemeinen Sinn bedeutet Integration die Entstehung einer Einheit aus einzelnen Elementen oder die Fähigkeit einer Einheit, den Zusammenhalt der einzelnen Elemente auf der Basis gemeinsam geteilter Werte und Normen aufrechtzuerhalten 1. Im folgenden Text steht Integration in Zusammenhang mit der Eingliederung von Migrationsminderheiten in die deutsche (Aufnahme-) Gesellschaft als Herausforderung an die Zugewanderten und die Mehrheitsgesellschaft. Während die Aufnahmegesellschaft auf politischer Ebene das Ziel verfolgt, den Zugewanderten eine dauerhafte Aufenthaltsperspektive zu bieten, d.h. einen gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt und zum Bildungssystem sowie eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben unter Respektierung kultureller Vielfalt zu ermöglichen, haben die Zuwanderer die Pflicht, die Verfassung zu achten und Deutsch zu lernen. Im gesellschaftlichen Prozess müssen dabei alle im Land Lebenden miteinbezogen werden. Integration zielt darauf ab, das Zusammenleben zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu verbessern, ein „einander näher zu kommen“ und Vorurteile abzubauen. Doch gerade vor dem Begriff der Integration scheinen viele Hürden unüberwindbar: Reformen sind dringend erforderlich, vor allem in der Bildungs- und Ausbildungspolitik, der Familienpolitik sowie der Arbeits- und Sozialpolitik. Auch im gesamtgesellschaftlichen Interesse müssen neue Wege gefunden werden, die dass „Miteinader“ fördern.

2. Demografische Entwicklung

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist in allen entwickelten Industrieländern eine kontinuierliche Abnahme der Fertilität, der durchschnittlichen Kinderzahlen pro Familie, zu beobachten. Seit ca. 30 Jahren werden in Deutschland weniger Kinder geboren, als zur Bestandserhaltung der Bevölkerung notwendig wären. Der Generationenvertrag gerät damit aus dem Gleichgewicht, die Alterspyramide kehrt sich um und wird zur Last der jüngeren Generationen. Die Bevölkerungsentwicklung Deutschlands altert und wird im 21. Jahrhundert deutlich abnehmen. Bevölkerungsprognosen (vgl. 9. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Bundes und der Länder) verheißen, dass die bundesdeutsche Bevölkerung zum Jahr 2050 von derzeit etwa 82 Millionen

auf etwa 59 Millionen Menschen schrumpfen wird. Ein solches demografisches Defizit hätte fatale Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Innovationskraft von Wirtschaft und Gesellschaft. Das gesamte wirtschaftliche Leben würde an Dynamik verlieren, wenn ein solches demografisches Defizit nicht durch Teil-Zuwanderung ausgeglichen wird.

2.1 Migration in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges

[...]


1 Vgl. Nohlen/Schultze, Lexikon der Politikwissenschaft, Bd. 1, S. 537/360.


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